Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee
Die Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee befindet sich im Nordosten des Tennengau in der Osterhorngruppe.



Geschichte
1969 errichtete der Flachgauer Johann Pesendorfer (* 1936; † 2019) den ersten Doppelsessellift auf den Spielberg, der damals der längste Doppelsesselift Europas war und 1970 in Betrieb genommen wurde. 1971 folgten zwei weitere Schlepplifte, je einer auf den Spielberg und einer das Wieserhörndl. Die Kosten für den Doppelsesselift betrugen rund 5,5 Millionen Schilling (rund 400.000 Euro), die Kosten für die beiden Schlepplifte 3,5 Millionen Schilling (rund 254.000 Euro). Die Lifte wurden von Johann Pesendorfer errichtet, der bereits fünf Lifte im Bundesland Salzburg und in Oberösterreich errichtet hatte.
Die Hänge vom Spielberg zur Talstation, die etwas östlicher liegt, galten damals als schneesicher bis Mai.
1975 begann Pesendorfer mit der Planung der Skischaukel. Der Anzenberglift war schon mit einem Aufwand von sechs Millionen Schilling (rund 436.000 Euro) errichtet worden, der über die Bergstation des "Kurvenlifts" erreichbar wurde. Mit diesem Lift wurde eine Piste für anspruchsvollere Skifahrer erschlossen. Am 3. Dezember 1976 präsentierte Pesendorfer dann seine weiteren Ausbaupläne zur Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee. Rund 25 Millionen Schilling (rund 1,8 Millionen Euro) wollte er die er die Errichtung eines Dreiersessellifts von Hintersee zur Anzenbergalm als Verbindungsstück der Skischaukel, - den ersten im Bundesland Salzburg - sowie den notwendigen Arbeiten zum Zusammenschluss investieren. Dabei wurden die Skipisten auf bis zu 120 Meter Breite erweitert und mit modernen Geräten präpariert. Geplant war auch ein Parkplatz auf Hinterseer Seite für 2 400 Pkw und Reisebusse.[1]
Liftkarte auf Lebenszeit Pesendorfer schwebte nach Schweizer Vorbild auch eine Liftkarte auf Lebenszeit vor, der Preis je nach Alter des Skifahrers zwischen 10.000 und 14.000 Schilling liegen sollte.
Mit drei Sesselliften, vier Schleppliften und zwei Übungsliften präsentierte sich die Skischaukel als überschaubares, aber dennoch abwechslungsreiches Skigebiet. Insgesamt 40 präparierte Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade und der Boardshop Park, als auch die Kinderskibereiche ergänzten das Angebot. Entlang der Abfahrten luden zehn Berghütten zum Einkehrschwung ein. Drei Skischulen, sowie die professionellen Servicebereiche standen zur Verfügung. Mit dem alten Lift dauerte eine Bergfahrt 25 Minuten und er hatte eine Kapazität von 600 Personen pro Stunde.
Seit 2017 standen die Liftanlagen still. Bis dahin beschäftigte die Skischaukel Gaißau-Spielbergalm-Hintersee rund 40 Mitarbeiter, davon neun ganzjährig, und schaffte in den Wintermonaten etwa zusätzliche 120 Arbeitsplätze im Umfeld. Die Betreiber der Liftanlagen waren die Gaißauer Bergbahn GmbH. Nach drei Jahren gelang es einer neuen Gesellschaft, der Gaißau Hintersee Bergbahnen GmbH, alle Probleme aus dem Weg zu räumen und mit Winter 2020/2021 einen Neustart zu beginnen. Am Samstag,16. Jänner 2021, war es dann soweit, dass genügend Neuschnee lag und die Lifte in Betrieb gehen konnte. Corona-bedingt stürmten bald die Skifahrer dieses nahe der Landeshauptstadt gelegene Skigebiet. Um 11 Uhr wurden trotz Schneefalls rund eintausend Skifahrer gezählt. Für die erste Saison wurden rund tausend Saisonkarten verkauft (Vorverkaufspreis Erwachsene 295 Euro, Jugendliche 185 Euro, Kinder 105 Euro).[2]
Datenstand bis 2020!
Liftanlagen
| Lift | Höhenunterschied | Länge |
| 2-SL Spielbergalm | 447 m | 2 327 m |
| 3-SL Hintersee | 486 m | 1 743 m |
| 4-SL Latschenalm | 331 m | 1 138 m |
| Spielbergalmlift | 198 m | 883 m |
| Spielbergalm Übungslift | 38 m | 263 m |
| Wieserhörndllift | 302 m | 1 191 m |
| Kurvenlift | 468 m | 2 144 m |
| Anzenbergalmlift | 247 m | 968 m |
| Anzenberg Übungslift | 11 m | 90 m |
Boardshop Park
Keep the scene alive!
Jede Menge Freestyle-Spaß der Extraklasse liefert der ultimative Boardshop Park samt seinen Events und Jamsessions. Die BS Teamrider werden verstärkt in den Parkbau integriert, damit der Park den Ansprüchen eines jeden Riders entspricht. Brandneue Boxen und Rails, sowie einige Special Obstacles warten auf Freerider und Snowboarder. Individuell aufgestellt bieten die Rides ein besonderes Erlebnis vom Anfänger bis zum Profi.
Head Shaper ist der BS Teamrider Jakei, der bereits seit einigen Jahren einen guten und gewissenhaften Job macht. Er ist für den kompletten Park verantwortlich und ist ab Saisonbeginn vor Ort, um ein permanentes Shaping des Parkes zu garantieren. Auch Eventreihen werden im BS Park abgehalten, die bei den Ridern sehr beliebt sind. Als Highlight gelten der Rail Gail und die BS Park Open.
Gratis Skibus
Die Kooperation mit der Postbus AG ermöglicht den gratis Skibus von Bahnhof Hallein, Hauptbahnhof Salzburg und Fuschl am See für alle Personen "in Ausübung des Wintersports" (mit Ski, Rodel, etc.) und für alle Gäste mit einer gültigen Tennengau-Gästekarte.
- Postbus Linie 450 Hallein - Gaissau
- Postbus Linie 155 Salzburg Hauptbahnhof - Hintersee
- Postbus Linie 150 Fuschl am See - Hintersee
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 2. Oktober 1970
- Bezirksblatt, 26. November 2008
- Salzburger Woche, Ausgabe Flachgauer Nachrichten, 18. November 2010
- www.boardshoppark.at, Boardshop Park, bei Kontrolle 15. Jänner 2021 nicht mehr abrufbar
- www.gaissauhintersee.at/Veranstaltungen, Skigebiet Gaissau-Hintersee, bei Kontrolle 15. Jänner 2021 nicht mehr abrufbar
Einzelnachweise
- ↑ www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 4. Dezember 1976, Seite 9
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 15. Jänner und 16. Jänner 2021