Joseph Anton Graf Plaz (* 23. Oktober 1677 auf Schloss Schrattenberg, Steiermark, † 27. Juli 1767 in St. Jakob am Thurn) war der Stifter der Loreto-Kapelle in Sankt Jakob am Thurn.

Leben

1697 trat Graf Plaz in den Militärdienst ein und wurde unter Prinz Eugen von Savoyen Hauptmann. Als Kammerherr von Erzbischof Harrach kam er 1710 nach Salzburg, wo er schon bald, 1714, Kanzler des Ruperti Ordens wurde. Nur zwei Jahre später, 1716, nahm er am Feldzug gegen die Türken bei Peterwardein teil und war bei der Eroberung von Belgrd, 1717, dabei.

1737, nur ein Jahr nach dem Tod von Prinz Eugen, wird Graf Plaz Regiments-Inhaber und entscheidet 1738 die Schlacht von Temeswar für sein Regiment.

Gelübde zur Errichtung der Loreto-Kapelle

Die nächste Schlacht, 1742, die er als Generalfeldmarschall-Leutnant miterlebte, war die Schlacht bei Braunau am Inn im Erbfolgekrieg. Später wurde er kommandierender General und Gouverneur von Siebenbürgen ernannt. In Siebenbürgen sah er die Kriegsnot und wurde von der Pest bedroht. Da tat er das Gelübde zur Erbauung der Loreto-Kapelle in Sankt Jakob am Thurn.

Am 21. Juli 1954 konnte er dann die Einweihung der Kapelle vornehmen und wurde am selben Tag zur höchsten Würde der Kaiserlichen Armee befördert: General Feldzeug Meister.

1763 trat er mit 86 Jahren in den Ruhestand in St. Jakob am Thurn, wo er 1767 am 27. Juli im 90. Lebensjahr verstarb. Begraben ist Graf Plaz in der Dreifaltigkeitskirche in Salzburg.

Das General-Schwert hatte die Familie in der Loreto-Kapelle am Altar anbringen lassen. Es wurde 1958 gestohlen.

Siehe auch

  • Familiengeschichte Plaz

Quelle

  • Beschreibung in der Loreto-Kapelle in St. Jakob am Thurn