Bürgermeister der Gemeinde Maxglan
Zum ersten Bürgermeister der Gemeinde Maxglan wurde am 6. Juli 1850 der Prior des Klosters Mülln, Nikolaus Thalhammer gewählt. Dem vorausgegangen war die Errichtung Maxglans als eigenständige Gemeinde und die Wahl der ersten Gemeindevertretung.
Kurze Geschichte
Bis zum Ersten Weltkrieg dauerte die Funktionsperiode drei Jahre und begann jeweils im November. Durch vorzeitiges Ausscheiden, bedingt durch Rücktritt oder Ableben des Bürgermeisters kam es aber immer wieder zu Abweichungen und kürzeren Amtsperioden. Bis zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts im Jahr 1919 war die Wahl des Gemeindevorstands - so die offizielle Bezeichnung bis 1920 - auf Vertreter gewisser Stände begrenzt.
Der letzte frei gewählte Bürgermeister, der Sozialdemokrat Franz Kaufmann wurde im Zuge der politischen Umwälzungen im Februar 1934 des Amtes enthoben und durch den Regierungskommissär Eduard Pfeifer ersetzt. Unter dessen Nachfolger Leo Weißengruber wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Maxglan mit Wirksamkeit vom 1. April 1935 in die Stadt Salzburg eingemeindet.
Gemeindevorstände
- Prior des Klosters Mülln und Pfarrer von Mülln
- Amtszeit: 1850 - 1857
- Fritzenbauer; amtierte nach seiner Wiederwahl 1861 über zwei Funktionsperioden
- Amtszeitz: 1857 - 1864
- Vötterlbauer in Glanhofen
- Amtszeit: September 1864 - 1867
- Laintascherbauer
- Amtszeit: 1871 - 1873
- Kroißenbauer in Glanhofen
- Amtszeit: 1873 - 1877
- Mathias Buchner († 31. Juli 1890)
- Besitzer des Rochusmayergutes; wurde am 24. Mai 1877 gewählt
- Amtszeit: 24. Mai 1877 - 1880:
- Besitzer der Fourniersäge
- Amtszeit: 1880 - 1882
- Josef Gruber (+ 28. April 1897)
- Besitzer des Baumanngutes; war der längstdienende Gemeindevorstand und bis zu seinem Ableben im Amt.
- Amtszeit: 1882 - 1897
- Dr. Artur Stölzel (* 1. März 1868 in Wien; † 19. März 1933 in Salzburg)
- Namensgeber des Stölzparks; Ehrenbürger der Gmeinde Maxglan Landeshauptmann-Stellvertreter
- Amtszeit: 1897 - 1900
- Eduard Herget (*1835 in Mattsee; † 1915)
- Lehnte 1903 eine zweite Amtsperiode ab
- Amtszeit: 1900 - 1903
- Nikolaus Kronser († 2. März 1929)
- Begann am 13. Oktober 1906 seine zweite Amtsperiode, legte sein Amt aber 1907 krankheitsbedingt zurück; Ehrenbürger der Gemeinde Maxglan
- Amtszeit: 1903 - 1907
- Hans Hummer (16. August 1915)
- Buchhalter und Realitätenbesitzer
- Amtszeit: 1907 - 1909
- Engelbert Stechl (* 1864 in Tittmoning; † 20. Dezember 1924)
- Metzgermeister
- Amtszeit: 1909 - 1919
Bürgermeister
- Sebastian Stöllner († 22. März 1929)
- Hartlwirt; wurde am 9. Juni 1919 gewählt;
- Amtszeit: 9. Juni 1919 - 1922
- Druckereileiter; Erster Bürgermeister der Sozialdemokratischen Partei
- Amtszeit: 1922 - 1923
- Karl Behensky († 21. Juli 1929)
- Bundesbeamter; zweiter Sozialdemokratischer Bürgermeister
- Amtszeit: 1923 - 1925
- Zweite Amtsperiode ab April 1925
- Amtszeit: 1925 - 1928
- Karl Behensky († 21. Juli 1929)
- Zweite Amtsperiode; verstarb als amtierender Bürgermeister
- Amtszeit: 25. März 1928 - 21. Juli 1929
- im Februar 1934 seines Amtes enthoben
- Amtszeit: 3. August 1929 - Februar 1934
Regierungskommissäre
- Rechtsrat i. R., Obermagistratsrat; trat im Mai 1934 aus gesundheitlichen Gründen zurück
- Amtszeit: 1934
- Landesgefälls-Direktor; Regierungsrat. Unter ihm erfolgte die Auflösung Maxglans und die Eingliederung in die Stadt Salzburg
- Amtszeit: 1934 - 1935
Literatur und Quellen
- Walter Häufler, Guido Müller Martin Wiedemaier: Maxglan – Ein Salzburger Stadtteil. Salzburger Bildungswerk Maxglan. Salzburg 1990