Tenneck

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Blick auf Tenneck
Karte

Tenneck ist der südlichere Ortsteil in der Katastralgemeinde Sulzau der Marktgemeinde Werfen im nördlichen pongauischen Salzachtal.

Geografie

Tenneck liegt auf 530 m ü. A. zwischen dem Hagengebirge im Westen und dem Tennengebirge im Osten an der Salzach. Von Tenneck zweigt nach Westen das Blühnbachtal ab, aus dem der Blühnbach kommt und in Tenneck in die Salzach mündet.

Links das Marktgemeindezentrum mit der Burg Hohenwerfen und rechts Tenneck.

Bauwerke

Geschichte

Die Tallagen im Tennecker Kessel wurden ursprünglich Wimm genannt (von Widmung, dem der Pfarrkirche gestifteten Grundbesitz), die Hanglagen oberhalb Sulzau leiteten sich von Sulz bzw. Sülze im Sinn von sumpfigem Boden ab. Beide Ortsbezeichnungen haben im Laufe der Zeit ihre Lagebezüge verändert.

Als im 18. Jahrhundert ein Brauneisenerz-Vorkommen erschlossen wurde, entstand 1770 unter Fürsterzbischof Schrattenbach die erste Eisenhütte, die Blahhau, am Südufer der Blühnbachmündung. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich daraus die Eisenwerkgesellschaft Sulzau-Werfen, deren Werk den Namen Eisenwerk Konkordiahütte trug.

Luftbildaufnahme in den 1930er-Jahren.

In den 1870er-Jahren wurde am gegenüberliegenden Salzachufer die Giselabahn, die heutige Salzburg-Tiroler-Bahn, errichtet. Der Haltepunkt in Wimm führte bis zum 26. September 1971 die Bezeichnung Konkordiahütte. Die Bergarbeitersiedlung, die im Laufe der Jahrzehnte auf rund 700 Bewohner anwuchs, erhielt 1939 den Namen Tenneck, heute Bahnhof Werfen. Die Postleitzahl 5451 Tenneck besteht seit 1. Jänner 1966. Der Ortsname leitet sich vom Hohen Tenneck (2 435 m ü. A.) im Hochkönigstock ab.

Am 25. Oktober 1977 wurde die A 10 Tauernautobahn in diesem Abschnitt eröffnet, wodurch Tenneck noch die intensivste Phase der sogenannten Gastarbeiterroute erlebte.

Die architektonisch markante Werksiedlung mit Fassadenmalereien wurde um 1954 für Arbeiter der Eisenwerke errichtet. Sie wurde 2023 provisorisch unter Denkmalschutz gestellt; im Dezember 2023 wurde jedoch ein Umbau in moderne Wohnungen mit Teilabriss bewilligt.

Mit der "Verordnung des Landeshauptmannes in Salzburg vom 25. August 1939, Nr. 4806/116/9-III" wurde die zur Gemeinde Werfen gehörige Ortschaft an der Einmündung des Blühnbachtales in das Salzachtal Tenneck benannt.[1]

Vereine

Bilder

 Tenneck – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblinks

  • sn.at, 26. Februar 2026: Warum steht das Eisenwerk in Tenneck? Neue Recherchen geben Einblick in die Geschichte des Erzabbaus. Ein Beitrag in der "Pongauer Woche"
  • Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 26. Februar 2026

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Tenneck"

Einzelnachweis