Transitverkehr

Der Transitverkehr ist seit den 1960er-Jahren ein ein zunehmendes Problem im Bundesland Salzburg.
Geschichte
Gastarbeiterroute
Die sogenannte Gastarbeiterroute-Transitstrecke verband die Bundesrepublik Deutschland mit Griechenland (Thessaloniki) und der Türkei (Istanbul). Sie führte durch das Bundesland Salzburg]], durch das Ennstal bis Liezen in der Obersteiermark und weiter über Graz nach Süden.
Ab etwa 1970 wurde diese Route alle Jahre zu Ferienbeginn und -ende innerhalb weniger Tage von bis zu zwei Millionen Gastarbeitern als Transitstrecke benutzt. Hauptsächlich in den Sommerferien, zu Weihnachten und zu Ostern. Das führte dann zum Verkehrschaos. Denn zu jener Zeit verlief die Straße vielfach noch durch die Dörfer und Städte. Ortsumfahrungen und Autobahnausbau befanden sich zumeist noch im Planungsstadium. Diese Überlastung zusammen mit schlechter Ausbildung der Lenker im Straßenverkehr führte zu einer hohen Todesopferzahl bei Verkehrsunfällen. Bis zu 40 000 Fahrzeuge täglich rollten als Transitverkehr durch das Ennstal. Immer wieder geschahen auf diesem Abschnitt im Ennstal grauenvolle Unfälle.
Verlagerung auf die Tauernautobahn
Durch den Bau der A 10 Tauernautobahn und der Pyhrnautobahn konnte zunächst eine Entlastung für die Dörfer entlang der Gastarbeiterroute geschaffen werden. Der Grenzübergang Walserberg entwickelte sich zunehmend zu einem Staubereich. Erst durch den Beitritt der Republik Österreich zur Europäischen Union und dem damit einhergehenden Wegfall der Grenzkontrollen konnte der Verkehr flüssiger rollen. Dann brachte das steigende Verkehrsaufkommen neuerliche Probleme, die auch durch den zweispurigen Ausbau der Tunnels nicht ganz gelöst werden konnte.
Neuerliche Grenzkontrollen im Zusammenhang mit den Flüchtlingsbewegungen seit 2015 führen seither immer wieder zu Staus am Walserberg, vor allem zur Hauptreisezeit. Verschärft wurde die Situation durch die Tunnelsanierungen entlang der Tauern Autobahn seit 2023. Diese hatten Ausfahrtssperren an Wochenenden zur Folge - mit mäßigem Erfolg.
Quelle
- SALZBURGWIKI- und EnnstalWiki-Einträge