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Hallein besitzt seit dem [[13. Jahrhundert]] das [[Stadtrecht]] und führt seit der zweite Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s ein [[Halleiner Stadtwappen|Stadtwappen]]. Das Wappen zeigt einen Salzträger (Salinenarbeiter), der eine Salzkufe trägt. [[Salzbergbau]] und [[Salzhandel]] waren die wirtschaftliche Grundlage von Hallein.<ref>[http://www.ngw.nl/heraldrywiki/index.php?title=Hallein Heraldikwiki]</ref> | Hallein besitzt seit dem [[13. Jahrhundert]] das [[Stadtrecht]] und führt seit der zweite Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s ein [[Halleiner Stadtwappen|Stadtwappen]]. Das Wappen zeigt einen Salzträger (Salinenarbeiter), der eine Salzkufe trägt. [[Salzbergbau]] und [[Salzhandel]] waren die wirtschaftliche Grundlage von Hallein.<ref>[http://www.ngw.nl/heraldrywiki/index.php?title=Hallein Heraldikwiki]</ref> | ||
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| + | : ''Wappenbeschreibung: Im roten Schilde, beiderseits von je einer naturfarbenen, nach oben sich verjüngenden Perkufe begleitet, einen nach rechts schreitenden Salzträger in weißer Kleidung, der auf der Schulter in einer Holzmulde einen Salzstock trägt, während er mittels eines in der Rechten gehaltenen Stockes die Last unterstützt. | ||
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"Der Salzträger" ist eine Plastik aus Bronze am [[Schifferplatz (Hallein)|Schifferplatz]] in [[Hallein]]. Die Inschrift lautet: | "Der Salzträger" ist eine Plastik aus Bronze am [[Schifferplatz (Hallein)|Schifferplatz]] in [[Hallein]]. Die Inschrift lautet: | ||
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== Erwähnenswert == | == Erwähnenswert == | ||
Version vom 18. Dezember 2018, 16:32 Uhr
Der Salzträger war ein Arbeiter im Salinenwesen und stellt ein heraldisches (Wappenkunde) sowie künstlerisches Motiv dar, welches in der "Salzstadt" Hallein als Personifikation für die Stadt und ihre Bürger gilt.
Geschichte
Im Salzbergwerk und in der Saline gab es zahlreiche Berufe und Arbeiter. Einer davon war der Salzträger. Er musste zunächst vom Rand der Sudpfanne, der Perstatt, das noch nasse Salz, sogenannte grüne Fuder, in Perkufen abgefüllt zur Pfiesel, der Salztrockenkammer, tragen. Dann mussten sie die Salzstöcke zur Halfahrt zu den Salzschiffen tragen. Ein trockenes Halleiner Fuder wog 100 Pfund, was einem Gewicht zwischen 56 bis 60 Kilogramm entsprach.
Gemeindewappen
Hallein besitzt seit dem 13. Jahrhundert das Stadtrecht und führt seit der zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Stadtwappen. Das Wappen zeigt einen Salzträger (Salinenarbeiter), der eine Salzkufe trägt. Salzbergbau und Salzhandel waren die wirtschaftliche Grundlage von Hallein.[1]
Ein Typar (Siegelstempel) aus Bronze zeigt ein Stadtsiegel von Hallein mit der Umschrift "SIGILLVM CIVIVM DE SALINA", das ab etwa 1300 verwendet wurde. Das Siegelbild zeigt einen Salzträger mit der Perkufe auf der linken Schulter zwischen zwei Perkufen.[2]
- Wappenbeschreibung: Im roten Schilde, beiderseits von je einer naturfarbenen, nach oben sich verjüngenden Perkufe begleitet, einen nach rechts schreitenden Salzträger in weißer Kleidung, der auf der Schulter in einer Holzmulde einen Salzstock trägt, während er mittels eines in der Rechten gehaltenen Stockes die Last unterstützt.
Kunst
Malerei
In einem Bilderzyklus von 1757 in den Fürstenzimmer des Pfleggebäudes (heute Keltenmuseum, 2. Stock) wird der Salzbergbau und Salzhandel dargestellt. Das Tragen der Salzkufen ist dort mehrfach dargestellt. Das "Salz muss weißen eine Wochen hindurch" (Von der Sudpfanne ins Salzlager), sowie das "Saltz Antragen an die schiff".
Bildhauerei und Plastik
"Der Salzträger" ist eine Plastik aus Holz von Jakob Adlhart, 1957, aufgestellt im Eingangsbereich der Salzwelten Hallein bei Salzburg. Dabei trägt der Salzträger ein Halleiner Fuder, also einen getrockneten Salzstock.
"Der Salzträger" ist eine Plastik aus Bronze am Schifferplatz in Hallein. Die Inschrift lautet:
- "Der Salzträger - Symbol der Salinenstadt Hallein: ein Werk des Bildhauers Jakob Adlhart wurde dem Bürgermeister Regierungsrat Rudolf Müller für besondere Verdienste um die Verschönung der Altstadt vom Kiwanis Club Hallein, Lionsclub Hallein, Lionsclub Salina, Rotary Club Hallein und Stadtgemeinde Hallein und Gemein-Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Salzburg gewidmet. A. 1985 D."
Erwähnenswert
In Hallein weisen einige ältere Kanaldeckel das Motiv des Salzträgers auf und sind so ein Erinnerungszeichen an den jahrhundertealten Salzbergbau in dieser Gemeinde.
Bildergalerie
- Salzträger Jakob Adlhart Plastik Bronze 02.jpg
"Der Salzträger", Bronze-Plastik, 1985
- Kornsteinplatz-Brunnen Hallein 03.jpg
Marmor-Löwe, Brunnen am Kornsteinplatz
Salzträger-Motiv auf einem Kanaldeckel
Salzträger auf einem Gemälde in den Fürstenzimmern im Keltenmuseum Hallein
Quellen
- Zaisberger, Friederike und Pfeiffer, Nikolaus: Salzburger Gemeindewappen, Verlag Alfred Winter, Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs 178 Seiten, Salzburg, 1985, ISBN 3-85380-048-3
- Salz (Begleitbuch der Landessausstellung 1994)
- Hallein. Ursprung und Geschichte der Salinenstadt
Fußnoten
- ↑ Heraldikwiki
- ↑ Quelle: Salz (Begleitbuch der Landessausstellung 1994), Seite 131