Joseph Franz Valerian von Arco: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 9. Oktober 2018, 11:27 Uhr
Joseph Franz Valerian Felix Reichsgraf von Arco (* 16. September 1686 in Arco, Trentino, † 24. März 1746) war von 1730 bis 1746 Bischof von Chiemsee.
Familie
Joseph Franz Valerian entstammte einem nördlich des Gardasees im heutigen Trentino ansässigen Adelsgeschlecht. Seine Eltern waren der kaiserliche wirkliche Geheime Rat und Kammerherr Vinciguerra Graf Arco und dessen zweite Ehefrau Pulcheria Felicitas Gräfin Thun.
Leben
Werdegang
Joseph Franz Valerian studierte Philosophie in Salzburg und danach Theologie und beide Rechte in Innsbruck, die er wahrscheinlich mit dem Doktorat abschloss. Seit 1721 war er Domherr in Salzburg, wo er 1725 zum Priester geweiht wurde.
Diplomat
1728 ernannte ihn Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian zum Geheimen Rat und entsandte ihn zu Verhandlungen in Salzangelegenheiten an den Hof des Kurfürsten von Bayern. 1731 hatte er, ebenfalls in München, wegen militärischer Hilfe gegen die angeblich rebellierenden, in der Folge vertriebenen protestantischen Untertanen vorstellig zu werden.
Bischof von Chiemsee
Nach dem Tod des Chiemseer Bischofs Karl Joseph von Kuenburg wurde Graf Arco im Jahr 1730 dessen Nachfolger. In seine Amtszeit fällt der Verkauf des zum Bistumsbesitz gehörenden Weiherschlössels auf der Gmain. Das gewöhnlich den Chiemseer Bischöfen zustehende Amt des Weihbischofs in Salzburg konnte er nicht wahrnehmen. Daher wurde im Jahr 1744 der Salzburger Schneeherr Anton Felix Ciurletti zum Weihbischof bestellt.
Nach seinem Tod wurde Graf Joseph Franz Valerian im Salzburger Dom beigesetzt.
| Vorgänger |
Bischof von Chiemsee 1730–1746 |
Nachfolger |
Quellen
- Wikipedia-Artikel Joseph Franz Valerian von Arco, gestützt auf
- Erwin Naimer: Arco, Joseph Franz Valerian Felix Reichsgraf von (1686–1746). In: Erwin Gatz: Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1648−1803, ISBN 3-428-06763-0, S. 13.
- Eintrag über Joseph Franz Valerian Graf Arco auf catholic-hierarchy.org