Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg): Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Wallfahrtskirche Maria Ettenberg''' befindet sich im  [[Berchtesgadener Land]] an den südlichen Abhängen des [[Untersberg]]massivs oberhalb von [[Marktschellenberg]].
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Die '''Wallfahrtskirche Maria Ettenberg''', ''Maria Heimsuchung'', befindet sich im  [[Berchtesgadener Land]] an den südlichen Abhängen des [[Untersberg]]massivs oberhalb von [[Marktschellenberg]].  
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die Ettenberger Kirche wurde zur Zeit des [[Berchtesgaden]]er Fürstpropstes Julius Heinrich Freiherr von Rehlingen ([[1723]] - [[1732]]). Sie entstand etwa zur gleichen Zeit wie die Marienheiligtümer [[Wallfahrtskirche Maria Gern]] und ''Maria am Kunterweg'' in der Ramsau.
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In einem Bericht vom [[11. November]] [[1695]] informiert der damalige Pfarrer von Marktschellenberg, Martin Sartorius, das Konsistorium in [[Berchtesgaden]] über die beginnende ''Wallfahrt auf dem Ödenperg'': ''..ein liebreiches Mariae bildt an eine großen Lindten baumb angehenckht in aller früe erfundten wordten...'', das Gnadenbild fand sich in der Nacht vom [[11. August|11.]] auf [[12. August]] 1695 an enem Lindenbaum.
  
Im Inneren der weißgetünchte, spätbarocke Kirche ist das große und farbenfrohe Deckengemälde auffallend. Es zeigt zu Füßen des Gnadenthrons kniend, u. a. den Erbauer der Kirche, Fürstpropst von Rehlingen. Die reichen Stuckarbeiten, weiß auf hellgrünem Grund, stammen vom Stukkateur Josef Höpp aus Burghausen, Bayern. Neben weiteren Wandbilder und vielen Votivbilder, die  hinter dem Altar zu sehen sind, ist noch die mit über vier Meter Höhe ungewöhnlich große Schnitzfigur des Hl. Christopherus aus dem [[17. Jahrhundert]] oben auf der Orgelempore erwähnenswert.  
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[[1696]] wurde dann eine kleine Kapelle um das Gnadenbild und die Linde errichtet. Zunächst mit einem kleinen Altar, bald schon mit drei Altären, was auf eine bereits blühende [[Wallfahrt]] hinwies. Die Errichtung einer Kirche wurde dann zur Zeit des [[Berchtesgaden]]er Fürstpropstes Julius Heinrich Freiherr von Rehlingen ([[1723]] - [[1732]]) nach einem Beschluss des Berchtesgadener Konsistoriums vom [[14. Jänner]] 1723 beschlossen. Sie entstand damit etwa zur gleichen Zeit wie die Marienheiligtümer [[Wallfahrtskirche Maria Gern]] und ''Maria am Kunterweg'' in der Ramsau (Wallfahrt schon seit 1696).
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==Innenausstattung==
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Im Inneren der weißgetünchte, spätbarocke Kirche ist das große und farbenfrohe Deckengemälde auffallend. Es zeigt zu Füßen des Gnadenthrons kniend, u. a. den Erbauer der Kirche, Fürstpropst von Rehlingen. Es stammt von Innozenz Anton Worath aus Burghausen, [[Rupertiwinkel]], der auch das Altarbild malte. 
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Die reichen Stuckarbeiten, weiß auf hellgrünem Grund, stammen vom Stukkateur Josef Höpp aus Burghausen, Bayern, der auch in [[Großgmain]] und im [[Innviertel]] bedeutende Werke schuf. Neben weiteren Wandbilder und vielen Votivbilder, die  hinter dem Altar zu sehen sind, ist noch die mit über vier Meter Höhe ungewöhnlich große Schnitzfigur des Hl. Christopherus aus dem [[17. Jahrhundert]] oben auf der Orgelempore erwähnenswert. Im Chorraum hängt auch eine Kopie des Gnadenbildes von [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Maria Plain]].
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Das Gnadenbild stand ursprünglich in einem Glaskasten mit Goldrahmen zwischen Tabernakel und Altarbild. Im [[19. Jahrhundert]] setzte man es nach Entfernung des Bildes in den heutigen Schrein und umgab es mit Putten.
  
 
Ein großer Bombensplitter an der Wand rechts neben dem Altar, erinnert an den Bombenangriff der Amerikaner auf den nahen [[Obersalzberg]] am [[25. April]] [[1945]], bei dem einige Irrläufer Ettenberg trafen.
 
Ein großer Bombensplitter an der Wand rechts neben dem Altar, erinnert an den Bombenangriff der Amerikaner auf den nahen [[Obersalzberg]] am [[25. April]] [[1945]], bei dem einige Irrläufer Ettenberg trafen.
  
 
Wallfahrer können auch, den im September [[1997]] eingeweihten Kreuzweg mit 14 Stationen, von Marktschellenberg aus bis zur Wallfahrtskirche Ettenberg pilgern.
 
Wallfahrer können auch, den im September [[1997]] eingeweihten Kreuzweg mit 14 Stationen, von Marktschellenberg aus bis zur Wallfahrtskirche Ettenberg pilgern.
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Für den Wallfahrtsbetrieb nicht unwichtig, dass der Mesner Josef Prantner [[1727]] das Recht zum Bierausschank bekam.
  
 
==Erreichbarkeit==
 
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Man kann auf einer kleinen Straße von Marktschellenberg hinauf fahren. Oder man durchwandert die [[Almbachklamm]]. Als dritte Möglichkeit bietet sich eine Wanderung von der [[Wallfahrtskirche Maria Gern]] aus an. Dauer etwa 90 min bis zwei Stunden (weil man trotz der kurzen Entfernung zunächst in die Almbachklamm absteigen muss, um am anderen Klammufer wieder steil aufzusteigen).
 
Man kann auf einer kleinen Straße von Marktschellenberg hinauf fahren. Oder man durchwandert die [[Almbachklamm]]. Als dritte Möglichkeit bietet sich eine Wanderung von der [[Wallfahrtskirche Maria Gern]] aus an. Dauer etwa 90 min bis zwei Stunden (weil man trotz der kurzen Entfernung zunächst in die Almbachklamm absteigen muss, um am anderen Klammufer wieder steil aufzusteigen).
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==Patronzinium==
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
* [http://www.ettenberg.de/FRAMESET_KIRCHE.HTM www.ettenberg.de]
 
* [http://www.ettenberg.de/FRAMESET_KIRCHE.HTM www.ettenberg.de]
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* ''Wallfahrtskirche Maria Ettenberg'', Prälat Dr. W. Brugger, 7. Auflage 1995
  
 
[[Kategorie:Tourismus|Ettenberg, Wallfahrtskirche Maria]]
 
[[Kategorie:Tourismus|Ettenberg, Wallfahrtskirche Maria]]

Version vom 11. August 2008, 15:04 Uhr

Datei:Ettenberg.jpg
Wallfahrtskirche mit Wirt und im Hintergrund ragt der Untersberg in die Höhe
Datei:Ettenberg 02.jpg
Wallfahrtskirche Innenraum
Datei:Ettenberg 03.jpg
Wallfahrtskirche Votivtafeln hinter dem Altar

Die Wallfahrtskirche Maria Ettenberg, Maria Heimsuchung, befindet sich im Berchtesgadener Land an den südlichen Abhängen des Untersbergmassivs oberhalb von Marktschellenberg.

Geschichte

In einem Bericht vom 11. November 1695 informiert der damalige Pfarrer von Marktschellenberg, Martin Sartorius, das Konsistorium in Berchtesgaden über die beginnende Wallfahrt auf dem Ödenperg: ..ein liebreiches Mariae bildt an eine großen Lindten baumb angehenckht in aller früe erfundten wordten..., das Gnadenbild fand sich in der Nacht vom 11. auf 12. August 1695 an enem Lindenbaum.

1696 wurde dann eine kleine Kapelle um das Gnadenbild und die Linde errichtet. Zunächst mit einem kleinen Altar, bald schon mit drei Altären, was auf eine bereits blühende Wallfahrt hinwies. Die Errichtung einer Kirche wurde dann zur Zeit des Berchtesgadener Fürstpropstes Julius Heinrich Freiherr von Rehlingen (1723 - 1732) nach einem Beschluss des Berchtesgadener Konsistoriums vom 14. Jänner 1723 beschlossen. Sie entstand damit etwa zur gleichen Zeit wie die Marienheiligtümer Wallfahrtskirche Maria Gern und Maria am Kunterweg in der Ramsau (Wallfahrt schon seit 1696).

Innenausstattung

Im Inneren der weißgetünchte, spätbarocke Kirche ist das große und farbenfrohe Deckengemälde auffallend. Es zeigt zu Füßen des Gnadenthrons kniend, u. a. den Erbauer der Kirche, Fürstpropst von Rehlingen. Es stammt von Innozenz Anton Worath aus Burghausen, Rupertiwinkel, der auch das Altarbild malte.

Die reichen Stuckarbeiten, weiß auf hellgrünem Grund, stammen vom Stukkateur Josef Höpp aus Burghausen, Bayern, der auch in Großgmain und im Innviertel bedeutende Werke schuf. Neben weiteren Wandbilder und vielen Votivbilder, die hinter dem Altar zu sehen sind, ist noch die mit über vier Meter Höhe ungewöhnlich große Schnitzfigur des Hl. Christopherus aus dem 17. Jahrhundert oben auf der Orgelempore erwähnenswert. Im Chorraum hängt auch eine Kopie des Gnadenbildes von Maria Plain.

Das Gnadenbild stand ursprünglich in einem Glaskasten mit Goldrahmen zwischen Tabernakel und Altarbild. Im 19. Jahrhundert setzte man es nach Entfernung des Bildes in den heutigen Schrein und umgab es mit Putten.

Ein großer Bombensplitter an der Wand rechts neben dem Altar, erinnert an den Bombenangriff der Amerikaner auf den nahen Obersalzberg am 25. April 1945, bei dem einige Irrläufer Ettenberg trafen.

Wallfahrer können auch, den im September 1997 eingeweihten Kreuzweg mit 14 Stationen, von Marktschellenberg aus bis zur Wallfahrtskirche Ettenberg pilgern.

Für den Wallfahrtsbetrieb nicht unwichtig, dass der Mesner Josef Prantner 1727 das Recht zum Bierausschank bekam.

Erreichbarkeit

Man kann auf einer kleinen Straße von Marktschellenberg hinauf fahren. Oder man durchwandert die Almbachklamm. Als dritte Möglichkeit bietet sich eine Wanderung von der Wallfahrtskirche Maria Gern aus an. Dauer etwa 90 min bis zwei Stunden (weil man trotz der kurzen Entfernung zunächst in die Almbachklamm absteigen muss, um am anderen Klammufer wieder steil aufzusteigen).

Patronzinium

2. Juli

Quellen

  • www.ettenberg.de
  • Wallfahrtskirche Maria Ettenberg, Prälat Dr. W. Brugger, 7. Auflage 1995