Bernhard Girstenbrey: Unterschied zwischen den Versionen

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Bernard wurde als erstes Kind des aus Haßfurt in [[Bayern]] stammenden Wiener Kaufmanns Bernhard Girstenbrey von Steinfeld (* 21. August 1847; † 1895? 1899?) und seiner Frau Josefine, geb. Malota,(* 11. November 1853; † 21. Mai 1884) in Wien II geboren. Ihm folgte am 7. Mai 1880 seine Schwester Sophie Josefa († 11. Juni 1885). Der Vater verstarb vor dem Jahr 1899.
 
Bernard wurde als erstes Kind des aus Haßfurt in [[Bayern]] stammenden Wiener Kaufmanns Bernhard Girstenbrey von Steinfeld (* 21. August 1847; † 1895? 1899?) und seiner Frau Josefine, geb. Malota,(* 11. November 1853; † 21. Mai 1884) in Wien II geboren. Ihm folgte am 7. Mai 1880 seine Schwester Sophie Josefa († 11. Juni 1885). Der Vater verstarb vor dem Jahr 1899.
  
Am 6.Juli 1899 wurde seine Wehrdienstuntauglichkeit wegen Plattfüßen und Erblindung auf dem rechten Auge festgestellt.
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Am 6. Juli 1899 wurde seine Wehrdienstuntauglichkeit wegen Plattfüßen und Erblindung auf dem rechten Auge festgestellt. Ab [[1908]] betrieb er im Salzburger [[Hotel Pitter]] das kinematographische [[Theater "Elektra"]], also ein "Urkino".  
 
 
Ab [[1908]] betrieb er im Salzburger [[Hotel Pitter]] das kinematographische Theater "Elektra", also ein "Urkino".
 
  
 
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Zwischen 1933 und 1936 wurden Gemischtwarenhandlungen in [[Liefering]] und [[Gneis]] betrieben.
 
Zwischen 1933 und 1936 wurden Gemischtwarenhandlungen in [[Liefering]] und [[Gneis]] betrieben.

Version vom 6. Februar 2018, 20:53 Uhr

Bern(h)ard Nicolaus Girstenbrey von Steinfeld (* 23. September 1878 in Wien; † 25. Oktober 1936 in Salzburg) war ein Wiener Fotograf und Dolmetscher. Er reiste mit einem Kaiserpanorama und fertigte "Schnellphotographien", erzeugte Ferrotypen und lebte ab 1878 im Sommer in Salzburg und war Kinobesitzer in Wien, München und Salzburg.

Leben

Bernard wurde als erstes Kind des aus Haßfurt in Bayern stammenden Wiener Kaufmanns Bernhard Girstenbrey von Steinfeld (* 21. August 1847; † 1895? 1899?) und seiner Frau Josefine, geb. Malota,(* 11. November 1853; † 21. Mai 1884) in Wien II geboren. Ihm folgte am 7. Mai 1880 seine Schwester Sophie Josefa († 11. Juni 1885). Der Vater verstarb vor dem Jahr 1899.

Am 6. Juli 1899 wurde seine Wehrdienstuntauglichkeit wegen Plattfüßen und Erblindung auf dem rechten Auge festgestellt. Ab 1908 betrieb er im Salzburger Hotel Pitter das kinematographische Theater "Elektra", also ein "Urkino".

Bernhard Girstenbrey hatte sein Atelier in Salzburg am Mönchsberg zwischen dem Grand Café Winkler und der Bürgerwehr.

1919 suchte er bei der Halleiner Gemeinde um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch Gustav Welfert ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.[1]

Zwischen 1933 und 1936 wurden Gemischtwarenhandlungen in Liefering und Gneis betrieben.

Nach Bernard`s plötzlichen Tod 1936 wurde er beim Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl denunziert. In Folge wurden seine Witwe enteignet. Dazu gibt es Briefe, welche Elisabeth an den Landeshauptmann und an den Bundeskanzler Dr. Kurt Schuschnigg geschrieben hat.

Familie

Am 9. Mai 1911 heiratete er die Salzburgerin Elisabeth "Elise" Selos (Seelos) (* 9. August 1885; † 14. Juli 1958), Geschäftsinhaberin und Hausbesitzerin (Haus Brunnengasse 1, erbaut 1901 von ihren Eltern Peter und Ursula Selos [Seelos]). Die Braut brachte den Sohn Alfred Selos (Seelos), (* 6. Oktober 1908; † 2. März 1995) in die Ehe ein. Die eheliche Tochter Hildegard wurde am 10. November 1914 geboren († 20. März 1974).

Elisenhof

Hauptartikel: Elisenhof

1908 verkaufte Bernard seinen Hausanteil des Hauses Alter Markt 10 an den Waffenhändler Krieger. Am 1. August 1911 genehmigte die Gemeindevorstehung von Gnigl die Erbauung einer geplanten Wohnhausanlage, des nach seiner Frau benannten "Elisenhofes" auf der Parzelle Nr. 296/13 der Katastralgemeinde Itzling (neben dem Wohnhaus der Familie Girstenbrey, Brunnengasse 1). Die Bauleitung übernahm der Architekt und Stadtbaumeister Jakob Ceconi. Der Elisenhof war das erste Haus in Salzburg mit eigener Stromversorgung. Die heutige Adresse des Elisenhofs ist Salzburger-Schützen-Straße 13. Unmittelbar an der Wohnhausanlage verlief die Trasse der Salzkammergut-Lokalbahn.

Quellen

  1. Quelle ANNO, Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3