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Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparks größere Wiesenflächen aus, die früher als Auwiesen der Hellbrunner Au zugehörig waren. | Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparks größere Wiesenflächen aus, die früher als Auwiesen der Hellbrunner Au zugehörig waren. | ||
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=== Sakraler Park === | === Sakraler Park === | ||
Version vom 27. Januar 2017, 07:52 Uhr
Der Schlosspark Hellbrunn umgibt das Schloss Hellbrunn in Hellbrunn im Süden der Stadt Salzburg. Der Schlosspark Hellbrunn steht seit dem Jahr 2014 unter Denkmalschutz.
Allgemeines
Der Schlosspark Hellbrunn hat in etwa eine Breite von 500 Metern in West-Ost-Richtung und eine Länge von etwa 1 400 Metern in Nord-Süd-Richtung; sein Gebiet umfasst eine Fläche von etwa 580 000 Quadratmetern oder 58 Hektar.
Der Schlosspark Hellbrunn wird von einer etwa 3,9 Kilometer langen, etwa 3m hohen und im Mittel etwa 80 cm mächtigen Schlossmauer aus Naturstein, überwiegend aus Konglomeratgestein errichtet, umgeben.
Bereiche und Teile der Parkanlage
Der weitläufige Park gliedert sich in folgende Bereiche und Teile:
- Schloss Hellbrunn: das Lustschloss der Salzburger Erzbischöfe
- Wasserspiele Hellbrunn, gelegen beim Schloss Hellbrunn
- Spielplatz Hellbrunn, gelegen beim nördlichen Zugang zum Schlosspark von Hellbrunn * Hellbrunner Berg: ein Hügel im Schlosspark
- Monatsschlössl: gelegen am Hellbrunner Berg mit Blick nach Norden auf den Schlosspark von Hellbrunn
- Steintheater: gelegen am Hellbrunner Berg
- Eichenreihe im Schlosspark Hellbrunn, gelegen im Südosten des Schlossparks Hellbrunn
- Tiergarten Salzburg oder Zoo Salzburg: gelegen am Fuß an der Westseite des Hellbrunner Bergs und einen Teil im ehemals sakralen Park.
Manieristischer Garten
Der Manieristische Garten, das Wasserparterre oder Barocke Ziergarten ist die nahe beim Schloss Hellbrunn gelegene, große barock geprägte Gartenanlage, die sich in leicht südöstlicher Richtung erstreckt. Der Ziergarten bildet mit der Fichtenallee eine Sicht- und Landschaftsachse in östlicher Richtung, die über die Salzach auf das Schloss Goldenstein bzw. zur aufgehenden Sonne hin ausgerichtet wurde.
Dieser Teil des Schlossparkes ist frei zugänglich. Den Mittelpunkt des Ziergartens bildet der geometrisch durchgestaltete große Hauptweiher mit einer rechteckigen, künstlichen Insel darin, auf der sich ursprünglich im 17. Jahrhundert ein Erdbeerberg erhob. Das Manieristische sind die exotischen Bäume, die architektonisch kunstvoll in Kastenform geschnittenen zwei Kastanienbaumalleen, der Schmuck mit verschiedenen Statuen, Einhörnern und Obelisken, sowie auch die früher einmal mit Buchs und Blumen bepflanzten Ornamentflächen. Flankiert wird das Wasserparterre von zwei weiteren, symmetrisch angeordneten Wasserbecken (Fischweihern), in den die Salzburger Fürsterzbischöfe einst Äschen, Forellen, Saiblinge und Karpfen hielten.
Um 1750 wurde die Anlage und ihr damaliges Aussehen von Anton Danreiter in einem kolorierten Kupferstich dargestellt [1].
Jagdgarten
Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparks größere Wiesenflächen aus, die früher als Auwiesen der Hellbrunner Au zugehörig waren. Der Jagdgarten waren einst für die Jagd auf Rotwild und Niederwild bestimmt. Heute wird der stadtnahe nördliche Teile als Liegewiese und als Kinderspielplatz genutzt. Die südlichen Teile werden extensiv genutzt und steht dort eine geschützte Eichenreihe.
Sakraler Park
Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete der Erzbischof im äußersten Süden des Schlossparkes im Geiste des Kapuzinerordens des heiligen Franziskus bzw. im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo einen sakralen Wildnis-Garten oberhalb des Alterbaches in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern, (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine "echte" Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte dabei die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch "weltlichen" Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalten blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den Anifer Alterbach als selbständiger Teil des historischen Schlossparks.
Kurioses
Ungebautes Salzburg: Hans Poelzig (* 1869, † 1936) plante in den 1920er Jahren ein Festspielhaus für Salzburg mit Standort im Park von Hellbrunn. Das Projekt wurde jedoch nicht realisiert.
Landschaftsgarten, den Schlosspark umgebend
Einzigartig ist auch der gut erhaltene umgebende Landschaftsraum: Die Hellbrunner Allee, die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Markus Sittikus 1614/1615 im Geiste der Spätrenaissance in der Achse zum Wasserschloss Freisaal hin anliegen ließ, verlängert den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestiert den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen.
Die alte Lindenallee (genannt "Fürstenweg") zur Salzach, markiert - ebenfalls weit in die Landschaft ausgreifend - die Achse des Schlossgebäudes und des Sternweihers.
Die Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach.
Anfahrt
Der Schlosspark von Hellbrunn ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es gibt einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß kann man auch durch die Hellbrunner Allee kommen, die in Salzburg - Nonntal bei Schloss Freisaal beginnt.
Bildergalerie
- Panoramaansichten
- Ansichten allgemeiner Art
- Tritone 07 Schloss Hellbrunn.jpg
Tritone inmitten von Nebelschwaden
Bilder
Schlosspark Hellbrunn – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Schlosspark Hellbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons