Schlosspark Hellbrunn: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Schlosspark Hellbrunn''' umgibt das [[Schloss Hellbrunn]] in [[Salzburg]], die ehemalige Sommerresidenz der [[Salzburger Erzbischöfe]]. Der Schlosspark Hellbrunn steht seit dem Jahr [[2014]] unter [[Denkmalschutz]].
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Der '''Schlosspark Hellbrunn''' umgibt das [[Schloss Hellbrunn]] in [[Hellbrunn]] im Süden der Stadt [[Salzburg]]. Der Schlosspark Hellbrunn steht seit dem Jahr [[2014]] unter [[Denkmalschutz]].
  
==Teile des Parks==
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== Allgemeines ==
In dem weitläufigen Park befinden sich:
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Der Schlosspark Hellbrunn hat in etwa eine Breite von 500 Metern in West-Ost-Richtung und eine Länge von etwa 1 400 Metern in Nord-Süd-Richtung; sein Gebiet umfasst eine Fläche von etwa 580 000 Quadratmetern oder 58 Hektar.
:das [[Schloss Hellbrunn]]: Lustschloss der Salzburger Erzbischöfe
 
:der [[Hellbrunner Berg]]: ein Hügel im Schlosspark
 
:das [[Monatsschlössl]]: befindet sich im Schlosspark von Hellbrunn
 
:das [[Steintheater]]: befindet sich im Schlosspark von Hellbrunn
 
:der [[Salzburger Tiergarten]]: befindet sich im Schlosspark von Hellbrunn
 
:die [[Wasserspiele Hellbrunn]]
 
:der [[Spielplatz Hellbrunn]]
 
  
Die Flächen im Westen des Hellbrunner Berges und jene nördliche des einstigen sakralen Park sind heute vom [[Zoo Salzburg]] genutzt.  
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Der Schlosspark Hellbrunn wird von einer etwa 3,9 Kilometer langen, etwa 3m hohen und im Mittel etwa 80 cm mächtigen Schlossmauer aus Naturstein, überwiegend aus [[Konglomerat]]<nowiki>gestein</nowiki> errichtet, umgeben.
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== Bereiche und Teile der Parkanlage ==
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Der weitläufige Park gliedert sich in folgende Bereiche und Teile:
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* [[Schloss Hellbrunn]]: das Lustschloss der Salzburger Erzbischöfe
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* [[Hellbrunner Berg]]: ein Hügel im Schlosspark
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* [[Monatsschlössl]]: gelegen am Hellbrunner Berg mit Blick nach Norden auf den Schlosspark von Hellbrunn
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* [[Spielplatz Hellbrunn]], gelegen beim nördlichen Zugang zum Schlosspark von Hellbrunn
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* [[Steintheater]]: gelegen am Hellbrunner Berg 
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* [[Tiergarten Salzburg]] oder [[Zoo Salzburg]]: gelegen am Fuß an der Westseite des Hellbrunner Bergs und einen Teil im ehemals sakralen Park.
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* [[Wasserspiele Hellbrunn]], gelegen beim Schloss Hellbrunn
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=== Manieristischer Garten ===
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Der Manieristische Garten, das Wasserparterre oder Barocke Ziergarten ist die nahe beim Schloss Hellbrunn gelegene, große barock geprägte Gartenanlage, die sich in leicht südöstlicher Richtung erstreckt. Der Ziergarten bildet mit der Fichtenallee eine Sicht- und Landschaftsachse in östlicher Richtung, die über die Salzach auf das [[Schloss Goldenstein]] bzw. zur aufgehenden Sonne hin ausgerichtet wurde.
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Dieser Teil des Schlossparkes ist frei zugänglich. Den Mittelpunkt des Ziergartens bildet der geometrisch durchgestaltete große Hauptweiher mit einer rechteckigen, künstlichen Insel darin, auf der sich ursprünglich im [[17. Jahrhundert]] ein Erdbeerberg erhob. Das Manieristische sind die exotischen Bäume, die architektonisch kunstvoll in Kastenform geschnittenen zwei Kastanienbaumalleen, der Schmuck mit verschiedenen Statuen, Einhörnern und Obelisken, sowie auch die früher einmal mit Buchs und Blumen bepflanzten Ornamentflächen. Flankiert wird das Wasserparterre von zwei weiteren, symmetrisch angeordneten Wasserbecken (Fischweihern), in den die [[Salzburger Fürsterzbischöfe]] einst Äschen, Forellen, Saiblinge und Karpfen hielten.
  
===Der Manieristische Garten===
 
 
Der großzügige ornamentale Gartenanlage des "Wasserparterre" ist frei zugänglich. Dieser Ziergarten bildet mit der Fichtenallee eine Landschaftsachse, die über die Salzach zum [[Schloss Goldenstein]] hin ausgerichtet ist. Er besteht aus einem geometrisch gestalteten Hauptweiher mit einer zentralen Insel, der zentraler Mittelpunkt des Parks ist und auf der sich ursprünglich ein Erdbeerberg erhob. Zu beiden Seiten dieses Weihers sind symmetrisch zwei weitere Wasserbecken (Weiher) gestaltet. Verschiedene Statuen, Buchsornamente und architektonisch beschnittene Baumalleen bereichern den geometrischen Lustgarten. <br/>
 
 
Um [[1750]] wurde die Anlage und ihr damaliges Aussehen von [[Anton Danreiter]] in einem kolorierten Kupferstich dargestellt <ref>[http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Garten_des_Schlo%C3%9F_Hellbrunn_(Salzburg) austria-forum.org / Garten von Schloss Hellbrunn nach Osten / Anton Danreiter / 1750]</ref>.
 
Um [[1750]] wurde die Anlage und ihr damaliges Aussehen von [[Anton Danreiter]] in einem kolorierten Kupferstich dargestellt <ref>[http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Garten_des_Schlo%C3%9F_Hellbrunn_(Salzburg) austria-forum.org / Garten von Schloss Hellbrunn nach Osten / Anton Danreiter / 1750]</ref>.
 
   
 
   
===Der ehemalige Jagdgarten auf den Auwiesen===
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=== Jagdgarten ===
Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparks größere Wiesenflächen aus, die in stadtnahen Teilen heute als Liegewiese und als Kinderspielplatz genutzt sind.     
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Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparks größere Wiesenflächen aus, die früher als Auwiesen der Hellbrunner Au zugehörig waren.
 
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Der Jagdgarten waren einst für die Jagd auf Rotwild und Niederwild bestimmt. Heute wird der stadtnahe nördliche Teile als Liegewiese und als Kinderspielplatz genutzt. Die südlichen Teile werden extensiv erhalten.     
===Der sakrale Park===
 
  
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=== Sakraler Park ===
 
Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete der Erzbischof im äußersten Süden des Schlossparkes im Geiste des Kapuzinerordens des heiligen Franziskus bzw. im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo einen sakralen Wildnis-Garten oberhalb des Alterbaches in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern, (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine "echte" Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte dabei die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch "weltlichen" Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalten blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den [[Anifer Alterbach]] als selbständiger Teil des historischen Schlossparks.
 
Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete der Erzbischof im äußersten Süden des Schlossparkes im Geiste des Kapuzinerordens des heiligen Franziskus bzw. im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo einen sakralen Wildnis-Garten oberhalb des Alterbaches in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern, (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine "echte" Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte dabei die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch "weltlichen" Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalten blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den [[Anifer Alterbach]] als selbständiger Teil des historischen Schlossparks.
  
== Ungebautes Salzburger Festspielhaus ==
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== Kurioses ==
[[Datei:Hans Poelzig Festspielhaus Salzburg 1 Projekt.jpg|thumb|Plan des nie verwirklichten Baues eines
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[[Datei:Hans Poelzig Festspielhaus Salzburg 1 Projekt.jpg|thumb|Plan eines nicht verwirklichten Projektes für ein
<br/> Salzburger Festspielhauses im Schlosspark Hellbrunn]]
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<br/> [[Festspielhaus]] im Schlosspark Hellbrunn]]
[[Ungebautes Salzburg]]:  [[Hans Poelzig]] (* 1869, † 1936) plante das [[Kleines Festspielhaus|Festspielhaus]] Salzburg im Park von Hellbrunn. Dieses Vorhaben wurde jedoch nie realisiert.
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[[Ungebautes Salzburg]]:  [[Hans Poelzig]] (* 1869, † 1936) plante in den [[1920]]er Jahren ein [[Kleines Festspielhaus|Festspielhaus]] für Salzburg mit Standort im Park von Hellbrunn. Das Projekt wurde jedoch nicht realisiert.
 
 
== Der den Schlosspark umgebende Landschaftsgarten ==
 
  
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== Landschaftsgarten, den Schlosspark umgebend ==
 
Einzigartig ist auch der gut erhaltene umgebende Landschaftsraum: Die [[Hellbrunner Allee]], die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Markus Sittikus [[1614]]/[[1615]] im Geiste der [[Renaissance|Spätrenaissance]] in der Achse zum [[Schloss Freisaal|Wasserschloss Freisaal]] hin anliegen ließ, verlängert den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestiert den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen.  
 
Einzigartig ist auch der gut erhaltene umgebende Landschaftsraum: Die [[Hellbrunner Allee]], die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Markus Sittikus [[1614]]/[[1615]] im Geiste der [[Renaissance|Spätrenaissance]] in der Achse zum [[Schloss Freisaal|Wasserschloss Freisaal]] hin anliegen ließ, verlängert den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestiert den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen.  
  
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Die Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach.
 
Die Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach.
  
==Anfahrt==
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== Anfahrt ==
 
Der Schlosspark von Hellbrunn ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es gibt einen gebührenpflichtigen Parkplatz.  Mit dem Fahrrad oder zu Fuß kann man auch durch die [[Hellbrunner Allee]] kommen, die in Salzburg - [[Nonntal]] bei [[Schloss Freisaal]] beginnt.
 
Der Schlosspark von Hellbrunn ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es gibt einen gebührenpflichtigen Parkplatz.  Mit dem Fahrrad oder zu Fuß kann man auch durch die [[Hellbrunner Allee]] kommen, die in Salzburg - [[Nonntal]] bei [[Schloss Freisaal]] beginnt.
  
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Version vom 26. Januar 2017, 23:42 Uhr

Schloss und Park vom Monatsschlössl aus gesehen
Schlossparkimpression Sommer 2010
Datei:Schlosspark Hellbrunn 20151223.jpg
Schlosspark Hellbrunn Panorama, Dezember 2015
Blick in den Park

Der Schlosspark Hellbrunn umgibt das Schloss Hellbrunn in Hellbrunn im Süden der Stadt Salzburg. Der Schlosspark Hellbrunn steht seit dem Jahr 2014 unter Denkmalschutz.

Allgemeines

Der Schlosspark Hellbrunn hat in etwa eine Breite von 500 Metern in West-Ost-Richtung und eine Länge von etwa 1 400 Metern in Nord-Süd-Richtung; sein Gebiet umfasst eine Fläche von etwa 580 000 Quadratmetern oder 58 Hektar.

Der Schlosspark Hellbrunn wird von einer etwa 3,9 Kilometer langen, etwa 3m hohen und im Mittel etwa 80 cm mächtigen Schlossmauer aus Naturstein, überwiegend aus Konglomeratgestein errichtet, umgeben.

Bereiche und Teile der Parkanlage

Der weitläufige Park gliedert sich in folgende Bereiche und Teile:

Manieristischer Garten

Der Manieristische Garten, das Wasserparterre oder Barocke Ziergarten ist die nahe beim Schloss Hellbrunn gelegene, große barock geprägte Gartenanlage, die sich in leicht südöstlicher Richtung erstreckt. Der Ziergarten bildet mit der Fichtenallee eine Sicht- und Landschaftsachse in östlicher Richtung, die über die Salzach auf das Schloss Goldenstein bzw. zur aufgehenden Sonne hin ausgerichtet wurde.

Dieser Teil des Schlossparkes ist frei zugänglich. Den Mittelpunkt des Ziergartens bildet der geometrisch durchgestaltete große Hauptweiher mit einer rechteckigen, künstlichen Insel darin, auf der sich ursprünglich im 17. Jahrhundert ein Erdbeerberg erhob. Das Manieristische sind die exotischen Bäume, die architektonisch kunstvoll in Kastenform geschnittenen zwei Kastanienbaumalleen, der Schmuck mit verschiedenen Statuen, Einhörnern und Obelisken, sowie auch die früher einmal mit Buchs und Blumen bepflanzten Ornamentflächen. Flankiert wird das Wasserparterre von zwei weiteren, symmetrisch angeordneten Wasserbecken (Fischweihern), in den die Salzburger Fürsterzbischöfe einst Äschen, Forellen, Saiblinge und Karpfen hielten.

Um 1750 wurde die Anlage und ihr damaliges Aussehen von Anton Danreiter in einem kolorierten Kupferstich dargestellt [1].

Jagdgarten

Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparks größere Wiesenflächen aus, die früher als Auwiesen der Hellbrunner Au zugehörig waren. Der Jagdgarten waren einst für die Jagd auf Rotwild und Niederwild bestimmt. Heute wird der stadtnahe nördliche Teile als Liegewiese und als Kinderspielplatz genutzt. Die südlichen Teile werden extensiv erhalten.

Sakraler Park

Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete der Erzbischof im äußersten Süden des Schlossparkes im Geiste des Kapuzinerordens des heiligen Franziskus bzw. im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo einen sakralen Wildnis-Garten oberhalb des Alterbaches in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern, (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine "echte" Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte dabei die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch "weltlichen" Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalten blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den Anifer Alterbach als selbständiger Teil des historischen Schlossparks.

Kurioses

Plan eines nicht verwirklichten Projektes für ein
Festspielhaus im Schlosspark Hellbrunn

Ungebautes Salzburg: Hans Poelzig (* 1869, † 1936) plante in den 1920er Jahren ein Festspielhaus für Salzburg mit Standort im Park von Hellbrunn. Das Projekt wurde jedoch nicht realisiert.

Landschaftsgarten, den Schlosspark umgebend

Einzigartig ist auch der gut erhaltene umgebende Landschaftsraum: Die Hellbrunner Allee, die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Markus Sittikus 1614/1615 im Geiste der Spätrenaissance in der Achse zum Wasserschloss Freisaal hin anliegen ließ, verlängert den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestiert den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen.

Die alte Lindenallee (genannt "Fürstenweg") zur Salzach, markiert - ebenfalls weit in die Landschaft ausgreifend - die Achse des Schlossgebäudes und des Sternweihers.

Die Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach.

Anfahrt

Der Schlosspark von Hellbrunn ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es gibt einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß kann man auch durch die Hellbrunner Allee kommen, die in Salzburg - Nonntal bei Schloss Freisaal beginnt.

Bildergalerie

  • Panoramaansichten
  • Ansichten allgemeiner Art

Bilder

 Schlosspark Hellbrunn – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Schlosspark Hellbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Fußnoten