Monopis burmanni: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Monopis burmanni''' G. Petersen, 1979: 35-38 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Tineidae]]. | + | '''Monopis burmanni''' G. Petersen, 1979: 35-38 ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (echte Motten). |
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| − | ''M. burmanni'' ist eine der großen Raritäten der Salzburger | + | ''M. burmanni'' ist eine der großen Raritäten der Salzburger [[Schmetterling]]sfauna. Die Art ist in Österreich nur von wenigen Fundorten in Tirol und der Steiermark, sowie in einem einzigen Exemplar auch aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bekannt (Huemer 2009, Kurz et al. 2010b). Das Männchen wurde am 25.6.1994 am Nordufer des [[Fuschlsee]]s (Gemeindegebiet von [[Thalgau]]) von den Geschwistern Marion und Michael Kurz, Renate Hausenblas sowie [[Christof Zeller-Lukashort|Christof Zeller]] am Abend am Licht gefangen. Der Fundort liegt in Zone II ([[Nördliche Kalkalpen]] nach Embacher et al. (2024). Der Lebensraum ist eine grasige Lichtung im lichten und warm-trockenen [[Buche]]n-[[Tanne]]n-[[Kiefer]]nmischwald ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). |
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| − | Wie oben erwähnt, ist die Art in Österreich nur aus Nordtirol, Salzburg und der Steiermark bekannt (Huemer 2013). Sie fehlte auch in Bayern (Haslberger & Segerer 2016) und galt bis vor wenigen Jahren als Endemit in Österreich (Huemer 2009). Mittlerweile sind aber auch Meldungen aus Deutschland (2018 in Bayern, Landkreis Garmisch-Partenkirchen), Polen, der Slowakei und Russland bekannt (Lepiforum 2024). | + | Wie oben erwähnt, ist die Art in Österreich nur aus [[Nordtirol]], Salzburg und der [[Steiermark]] bekannt (Huemer 2013). Sie fehlte auch in [[Bayern]] (Haslberger & Segerer 2016) und galt bis vor wenigen Jahren als [[Endemit]] in Österreich (Huemer 2009). Mittlerweile sind aber auch Meldungen aus Deutschland (2018 in Bayern, Landkreis Garmisch-Partenkirchen), [[Polen]], der [[Slowakei]] und [[Russland]] bekannt (Lepiforum 2024). |
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | ||
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8. | *Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8. | ||
| − | *Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.11]. | + | *[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.11]. |
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2024: ''Monopis burmanni'' Petersen, 1979. URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2024.11.11]. | *Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2024: ''Monopis burmanni'' Petersen, 1979. URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2024.11.11]. | ||
Version vom 12. November 2024, 19:58 Uhr
Monopis burmanni G. Petersen, 1979: 35-38 ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Tineidae (echte Motten).
Diagnose
Wie Monopis weaverella (Scott, 1858) besitzt auch M. burmanni am Analwinkel des Vorderflügels ein weißlich aufgehelltes Fleckchen. Allerdings ist die Art mehr schokoladebraun und meist weniger stark marmoriert. Zur sicheren Bestimmung kann eine anatomische Untersuchung notwendig sein.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
M. burmanni ist eine der großen Raritäten der Salzburger Schmetterlingsfauna. Die Art ist in Österreich nur von wenigen Fundorten in Tirol und der Steiermark, sowie in einem einzigen Exemplar auch aus Salzburg bekannt (Huemer 2009, Kurz et al. 2010b). Das Männchen wurde am 25.6.1994 am Nordufer des Fuschlsees (Gemeindegebiet von Thalgau) von den Geschwistern Marion und Michael Kurz, Renate Hausenblas sowie Christof Zeller am Abend am Licht gefangen. Der Fundort liegt in Zone II (Nördliche Kalkalpen nach Embacher et al. (2024). Der Lebensraum ist eine grasige Lichtung im lichten und warm-trockenen Buchen-Tannen-Kiefernmischwald (Kurz & Kurz 2024).
Nachbarfaunen
Wie oben erwähnt, ist die Art in Österreich nur aus Nordtirol, Salzburg und der Steiermark bekannt (Huemer 2013). Sie fehlte auch in Bayern (Haslberger & Segerer 2016) und galt bis vor wenigen Jahren als Endemit in Österreich (Huemer 2009). Mittlerweile sind aber auch Meldungen aus Deutschland (2018 in Bayern, Landkreis Garmisch-Partenkirchen), Polen, der Slowakei und Russland bekannt (Lepiforum 2024).
Biologie und Gefährdung
Über die Lebensweise der Imagines, wie auch der Raupen ist nichts bekannt. Das einzige bisher aus Salzburg bekannte Exemplar wurde zwischen 22 und 23 Uhr MEZ gefangen (Kurz & Kurz 2024). Trotz des Fehlens von Informationen zur Biologie wird M. burmanni auf Grund der allgemeinen Seltenheit als von Aussterben bedroht angesehen, zumal auch geeignete Lebensräume in Salzburg nur sehr vereinzelt anzutreffen sind (Einstufung CR nach Embacher et al. 2024).
Weiterführende Informationen
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Quellen
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
- Huemer, P. 2009. Lepidoptera (Schmetterlinge). In: Rabitsch, W. & Essl, F. (Hrsg.): Endemiten – Kostbarkeiten in Österreichs Pflanzen- und Tierwelt. – Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten und Umweltbundesamt GmbH, Klagenfurt und Wien, pp. 800-844.
- Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
- Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.11].
- Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2024: Monopis burmanni Petersen, 1979. URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2024.11.11].
- ↑ siehe Phänologie