Tineola bisselliella: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 28. August 2024, 20:15 Uhr

Salzburg, Stadt Salzburg, Zentrum, 1994.04.11
Salzburg, Stadt Salzburg, Zentrum, 2001.04.22

Tineola bisselliella (Tinea bisselliella Hummel, 1823) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Tineidae. Volkstümlicher Name: Kleidermotte

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

T. bisselliella, die berüchtigte Kleidermotte, ist in Salzburg bisher in den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone)(Alpenvorland und Flyschzone), Ia (Stadt Salzburg) und IV (Zentralalpen) nachgewiesen worden (Embacher et al. 2011). Insgesamt kennt man aber nur wenige Fundorte: Bürmoos, Hallwang-Söllheim, Stadt Salzburg: Sam und Zentrum, sowie die Lärchwand bei Kaprun (Kurz, Kurz & Embacher 2010b), wobei fast alle Funde aus Wohnungen und nicht aus dem Freiland stammen. Die bisher bekannte Höhenverbreitung erstreckt sich von 420 - 1650 m (Kurz & Kurz 2011). Über den natürlichen Lebensraum in Salzburg liegen keinerlei Angaben vor, und auch die Generationsfolge in freier Natur ist nicht bekannt. In Wohnräumen kann sich die Art aber auch über den Winter entwickeln und so mehrere Generationen im Jahr hervorbringen (Hannemann 1977). Die Falter wurden in Salzburg jedenfalls von April bis Juli und dann wieder im Oktober fliegend vorgefunden.

Biologie und Gefährdung

Zur Biologie der Kleidermotte liegen aus Salzburg kaum eigenen Beobachtungen vor, die Tiere wurden lediglich einmal aus einem Schafwollteppich gezüchtet. Hannemann (1977) gibt als ursprünglichen Lebensraum der Raupen Vogel- und Wespennester an, sekundär wurden die Raupen aber auch an vielen pflanzlichen und tierischen Stoffen, ja sogar an synthetischen Stoffen festgestellt (hier kommen aber fast nur manche Polyester oder Polyamide, z. B. Nylon in Frage, die enzymatisch verdaut werden können). Sie leben in röhrenförmigen Gängen, die sie selbst aus Seide spinnen, und können, wenn sie sich einmal etabliert haben, rasch in großen Mengen auftreten. Dadurch wurden sie in früheren Zeiten öfter zu gefürchteten Textil- und Vorratsschädlingen, da sie durch ihre Fraßtätigkeit die Stoffe völlig zerstören. In den letzten Jahrzehnten sind die Tiere, nicht zuletzt durch verbesserte Hygiene und den Siegeszug unverwertbarer Kunststoffe, aber recht selten geworden, sodass die Art heute durchaus als bedroht angesehen werden kann.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

Projekt: Fauna und Flora von Salzburg

Quellen

  • Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). - In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
  • Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8.
  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 16 März 2011].