Brauerei Blattl: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 7. Oktober 2011, 17:26 Uhr
Die Brauerei Blattl war eine traditionsreiche Brauerei in der Pinzgauer Stadt Saalfelden.
Geschichte
1629 beantragte ein gewisser Simon Schubhardt die Braugerechtsamkeit für das Oberbräu, einen Gebäudekomplex in Saalfelden. Das war der Beginn der späteren Brauerei Blattl. Bis 1974 wurde im Oberbräu das Blattl Bier gebraut.
1973 verunglückte der Sohn und Leiter der Brauerei, Klaus Blattl, bei einem Verkehrsunfall tödlich. Damals befand sich die Firma im Besitz seines Onkels Georg Blattl und seines Vaters Christian Blattl, die Brüder waren. 1974 wurde das Unternehmen an die Brau AG verkauft. Die Marke Blattl Bier verschwand vom Markt. Bis ins 21. Jahrhundert hielt die Brau Union Österreich AG die Markenrechte.
1993 gründete der Brauerei-Hälfte-Erbe Georg Blattl mit der Georg-Blattl-Stiftung die erste österreichische Privatstiftung. Im August 2005 sicherte sich die Georg-Blattl-Stiftung dann die Markenrechte wieder. Um diese Stiftung entbrannte dann ein heftiger Rechtsstreit, der 2011 noch andauerte.
2006 wollte Hans Seer, damaliger Pächter des Berggasthofs Asitz in Leogang, die Biermarke wieder zum Leben erwecken, scheiterte aber am Widerstand der Erben. Diese bemängelten, dass es keine überlieferte Rezeptur fürs Blattl Bier gebe und es daher nicht möglich sei, ein passendes Bier zu brauen.
Von 6. Juni bis 31. Oktober 2009 widmete sich das Heimatmuseum Schloss Ritzen in Saalfelden in der Sonderausstellung Saalfeldner Wirtshauskultur unter anderem dem Thema Brauerei Blattl.
Quellen
- Salzburger Nachrichten
- Salzburger Fenster, 33/2011 (September 2011)