Ernst Graf Gourcy-Droitaumont: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ernst (Ernest André Victor) Graf Gourcy-Droitaumont''' (* [[14. Jänner]] [[1788]] Château de la Grange aux Ormes [bei Metz (Lothringen, Frankreich)], † [[19. Juni]] [[1871]] ??? Schloss Mittergrabern [bei Hollabrunn, Niederösterreich]) war [[1860]]/[[1861|61]]  
'''Ernst Graf Gourcy-Droitaumont''' († [[1870]]) war [[1860]]/[[1861|61]]  
[[Landeshauptmann#k.k. Landespräsidenten und Landeshauptleute des Kronlandes Salzburg|k. k. Landeshauptmann]] sowie [[1869]]/[[1870|70]]  
[[Landeshauptmann#k.k. Landespräsidenten und Landeshauptleute des Kronlandes Salzburg|k. k. Landeshauptmann]] sowie [[1869]]/[[1870|70]]  
[[Landeshauptmann#k.k. Landespräsidenten und Landeshauptleute des Kronlandes Salzburg|Landespräsident]] von Salzburg.
[[Landeshauptmann#k.k. Landespräsidenten und Landeshauptleute des Kronlandes Salzburg|Landespräsident]] von Salzburg.
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Ein kaiserliches Handschreiben vom [[29. März]] [[1861]] verfügte die Wiedererrichtung selbstständiger Landesbehörden, insbesondere der Landesregierung: diese unterstand anfangs interimistisch dem Grafen Gourcy-Droitaumont. Sie nahm am [[15. Mai]] 1861 ihre Amtstätigkeit auf.
Ein kaiserliches Handschreiben vom [[29. März]] [[1861]] verfügte die Wiedererrichtung selbstständiger Landesbehörden, insbesondere der Landesregierung: diese unterstand anfangs interimistisch dem Grafen Gourcy-Droitaumont. Sie nahm am [[15. Mai]] 1861 ihre Amtstätigkeit auf.


Am [[31. August]] 1861 schied Graf Gourcy-Droitaumont aus dem Amt des Landespräsidenten. Im Jahr [[1869]] wurde der bereits betagte Beamte abermals als [[Landespräsident]] an die Salzburger Verwaltungsspitze berufen. Er verstarb im darauf folgenden Jahr.
Am [[31. August]] 1861 schied Graf Gourcy-Droitaumont aus seinem Amt.  


==Familie==
Im Jahr [[1869]] wurde er als [[Landespräsident]] abermals an die Salzburger Verwaltungsspitze berufen. Er verstarb im darauf folgenden Jahr.


Ernst Graf Gourcy-Droitaumont  war der jüngere Sohn des François Antoine Comte de Gourcy de Droitaumont (* 1751 Charey, † 1827 Wien) und der Claire Thérèse Antoinette Marquise d'Yve († 1809 Wien), die dieser im Jahr 1782 in Namur (Belgien, damals Österreichische Niederlande) geehelicht hatte.
==Quelle==
 
Sein älterer Bruder war der k. k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Hofkämmerer]] und Ornithologe Felix Graf Gourcy-Droitaumont (* 1783, † 1838).
 
Die Familie ging zur Zeit der Revolutionskriege nach Österreich.
 
Ernst heiratete am [[22. Oktober]] [[1816]] Elisabeth Anna Antonia, Tochter des Industriellen Franz Xaver Freiherrrn von Mayr, Mitgliedes der Niederösterreichischen Landstände und Besitzer der Herrschaft Penzing. Der Ehe entsprossen fünf Kinder:
* Franz Joseph Ernst
* Ernst Franz Xaver
* Heinrich Felix Theodor (* 1822)
* Karl Franz Xaver
* Maria Josephine (* 28 April 1825, † 5 September 1854 Schloss Idolsberg [Niederösterreich]), verheiratet (4. September 1849) mit Eugen Freiherrn von Wacken, Besitzer der Herrschaften Mittergrabern und Idolsberg
 
==Quellen==
* (Zum Abschnitt „Öffentliches Wirken“:)  ''Hanns Haas'': Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: ''[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]/[[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-4. S. 720, 723, 748, 757.
* (Zum Abschnitt „Öffentliches Wirken“:)  ''Hanns Haas'': Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: ''[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]/[[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-4. S. 720, 723, 748, 757.
* (Zum Abschnitt „Familie“:)  [http://books.google.at/books?id=fXJJAAAAMAAJ&pg=PA105 ''Ch. Poplimont'': La Belgique Héraldique - Recueil historique, chronologique, généalogique et biographique complet de toutes les maisons nobles reconnues de la Belgique, tome V (Gobl-Ho). Paris 1866. S. 105 f.](die dort durchwegs französischen Vornamensformen wurden im vorliegenden Salzburgwiki-Artikel teilweise verdeutscht)


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Version vom 26. Oktober 2009, 20:18 Uhr

Ernst Graf Gourcy-Droitaumont († 1870) war 1860/61 k. k. Landeshauptmann sowie 1869/70 Landespräsident von Salzburg.

Öffentliches Wirken

Ernst Graf Gourcy-Droitaumont wurde am 30. April 1860 zum Landeshauptmann von Salzburg ernannt. Zugleich wurde aber die bisherige Landesregierung aufgelöst und das Herzogtum Salzburg der Linzer Statthalterei unterstellt.

Die neu geschaffene Stellung eines Landeshauptmannes war eine merkwürdige: Er war Chef des politischen Bezirksamtes Salzburg und Umgebung. Zugleich war er aber ein „bleibend exponiertes“ Organ der Linzer Statthalterei und in einigen Agenden für das ganze Kronland Salzburg zuständig. Die übrigen Bezirksämter hatten in der Regel direkt mit Linz zu verkehren (diese „Verwaltungsreform“ erfolgte zur Entlastung der kriegsbedingt angespannten Staatsfinanzen).

Doch bald ging der politische Kurs des Landes wieder in Richtung Selbstständigkeit. Im März 1861 fanden die ersten Wahlen zum – freilich noch ständisch zusammengesetzten – Salzburger Landtag statt.

Dabei vollzog Graf Gourcy-Droitaumont die Politik der Reichsregierung, gemäßigt liberale Kandidaten zu forcieren. So wurden wunschgemäß – mit massiver bürokratischer Intervention – Josef Lasser, Erzabt Albert Eder sowie der Mattseer Stiftsdechant Dr. Josef Halter in den Landtag gewählt.

Ein kaiserliches Handschreiben vom 29. März 1861 verfügte die Wiedererrichtung selbstständiger Landesbehörden, insbesondere der Landesregierung: diese unterstand anfangs interimistisch dem Grafen Gourcy-Droitaumont. Sie nahm am 15. Mai 1861 ihre Amtstätigkeit auf.

Am 31. August 1861 schied Graf Gourcy-Droitaumont aus seinem Amt.

Im Jahr 1869 wurde er als Landespräsident abermals an die Salzburger Verwaltungsspitze berufen. Er verstarb im darauf folgenden Jahr.

Quelle

  • (Zum Abschnitt „Öffentliches Wirken“:) Hanns Haas: Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: Dopsch, Heinz/Spatzenegger, Hans (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; Verlag Anton Pustet Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-4. S. 720, 723, 748, 757.
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