Ernst Graf Gourcy-Droitaumont: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr [[1869]] wurde er als [[Landespräsident]] abermals an die Salzburger Verwaltungsspitze berufen. Er verstarb im darauf folgenden Jahr. | |||
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* (Zum Abschnitt „Öffentliches Wirken“:) ''Hanns Haas'': Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: ''[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]/[[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-4. S. 720, 723, 748, 757. | * (Zum Abschnitt „Öffentliches Wirken“:) ''Hanns Haas'': Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: ''[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]/[[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-4. S. 720, 723, 748, 757. | ||
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Version vom 26. Oktober 2009, 20:18 Uhr
Ernst Graf Gourcy-Droitaumont († 1870) war 1860/61 k. k. Landeshauptmann sowie 1869/70 Landespräsident von Salzburg.
Öffentliches Wirken
Ernst Graf Gourcy-Droitaumont wurde am 30. April 1860 zum Landeshauptmann von Salzburg ernannt. Zugleich wurde aber die bisherige Landesregierung aufgelöst und das Herzogtum Salzburg der Linzer Statthalterei unterstellt.
Die neu geschaffene Stellung eines Landeshauptmannes war eine merkwürdige: Er war Chef des politischen Bezirksamtes Salzburg und Umgebung. Zugleich war er aber ein „bleibend exponiertes“ Organ der Linzer Statthalterei und in einigen Agenden für das ganze Kronland Salzburg zuständig. Die übrigen Bezirksämter hatten in der Regel direkt mit Linz zu verkehren (diese „Verwaltungsreform“ erfolgte zur Entlastung der kriegsbedingt angespannten Staatsfinanzen).
Doch bald ging der politische Kurs des Landes wieder in Richtung Selbstständigkeit. Im März 1861 fanden die ersten Wahlen zum – freilich noch ständisch zusammengesetzten – Salzburger Landtag statt.
Dabei vollzog Graf Gourcy-Droitaumont die Politik der Reichsregierung, gemäßigt liberale Kandidaten zu forcieren. So wurden wunschgemäß – mit massiver bürokratischer Intervention – Josef Lasser, Erzabt Albert Eder sowie der Mattseer Stiftsdechant Dr. Josef Halter in den Landtag gewählt.
Ein kaiserliches Handschreiben vom 29. März 1861 verfügte die Wiedererrichtung selbstständiger Landesbehörden, insbesondere der Landesregierung: diese unterstand anfangs interimistisch dem Grafen Gourcy-Droitaumont. Sie nahm am 15. Mai 1861 ihre Amtstätigkeit auf.
Am 31. August 1861 schied Graf Gourcy-Droitaumont aus seinem Amt.
Im Jahr 1869 wurde er als Landespräsident abermals an die Salzburger Verwaltungsspitze berufen. Er verstarb im darauf folgenden Jahr.
Quelle
- (Zum Abschnitt „Öffentliches Wirken“:) Hanns Haas: Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: Dopsch, Heinz/Spatzenegger, Hans (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; Verlag Anton Pustet Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-4. S. 720, 723, 748, 757.
Friedrich Graf Herberstein ∙ Karl Prinz Lobkowitz ∙ Otto Franz Graf Fünfkirchen ∙ Ernst Graf Gourcy-Droitaumont ∙ Franz Freiherr von Spiegelfeld ∙ Eduard Graf Taaffe ∙ Karl Graf Coronini-Cronberg ∙ Ernst Graf Gourcy-Droitaumont ∙ Adolf Fürst Auersperg ∙ Sigmund Graf von Thun-Hohenstein Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee ∙ Levin Graf Schaffgotsch ∙ Felix von Schmitt-Gasteiger