Guidobald Graf von Thun und Hohenstein: Unterschied zwischen den Versionen
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==Museumsrundgang im 21. Jahrhundert== | ==Museumsrundgang im 21. Jahrhundert== | ||
Version vom 6. Juli 2017, 19:24 Uhr
Guidobald Graf von Thun und Hohenstein (* 16. Dezember 1616 in Castell Fondo, Trentino, † 1. Juni 1668 in Salzburg) war Kardinal, Fürsterzbischof von Salzburg und Bischof von Regensburg, Bayern.
Leben
Guidobald Graf von Thun und Hohenstein erhielt seine Priesterweihe im Alter von 28 Jahren in Salzburg. Bei der Wahl am 3. Februar 1654 wurde er zum neuen Salzburger Fürsterzbischof gewählt und am 24. September 1654 vom Bischof von Seckau, Johannes Markus Freiherr von Aldringen, zum Erzbischof von Salzburg geweiht. Am 7. März 1666 wurde er auch zum Bischof von Regensburg gewählt, ein Jahr später, ebenfalls am 7. März 1667, zum Kardinal erhoben.
Bald darauf starb Guidobald Graf von Thun und Hohenstein, nach dem er nur etwas mehr als ein Jahr die Kardinalswürde innegehabt hatte.
Von Thun konnte in seinen knapp 14 Jahren Amtszeit das barocke Bild der Stadt Salzburg schaffen. Unter den zahlreichen Bauten, die unter seiner Regierung veranlasst wurden, sind die Errichtung der Dombögen, die Gestaltung des Residenzplatzs mit Bau des Residenzbrunnens und die Gestaltung des Domplatzes mit der (selbstverständlich) durch Nordfenster beleuchteten Gemäldegalerie, die heute unter dem Namen Langer Gang des Erzstifts St. Peter bekannt ist. In Hallein ließ er 1654 ein neues Gebäude anstelle des alten Pfleghauses der Saline Hallein am Pflegerplatz errichten, in dem der Sitz der Salinenpflege mit Salzverweseramt, Bau-, Pfannhaus- und Grießamt untergebracht waren.
Ableben
Am 8. Mai 1668 bestieg der Erzbischof eine Kutsche, um nach Hellbrunn zum Fischen zu fahren. Angeblich wurde er bei der Abfahrt von einer alten Frau mit einer Bittschrift belästigt: er möge doch heute zu Hause bleiben, ihm stünde ein grosses Unglück bevor. Dieses trat auch ein, denn als er über eine kleine Brücke schritt, brach ein Brett durch, Kardinal Guidobald stürzte und stand bis auf die Knie im Wasser. Er schenkte diesem kleinen Malheur, bei dem nicht einmal seine Strümpfe zerrissen waren, wenig Beachtung. An beiden Schienbeinen hatte er sich allerdings Quetschungen und Abschürfungen zugezogen. An seinem linken Bein entwickelte sich eine Entzündung, die sich bis auf den Oberschenkel ausbreitete: durch einen kleinen oberfächigen Infaktionsherd waren Bakterien eingedrungen und hatten Wundbrand verursacht, der zu einen Blutvergiftung führte.[1] Guidobald von Thun und Hohenstein verstarb am 1. Juni 1668, 24 Tage nach dem Unfall, an einer Sepsis.[2]
Museumsrundgang im 21. Jahrhundert
- Hauptartikel: Salzburger Museumsleitplan
Er schuf damit also jenen Rundgang, der durch Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer mit dem von Dieter Bogner 2006 ausgearbeiteten Salzburger Museumsleitplanes für Besucher ab 2009 zugänglich gemacht werden soll.
Quellen und Literatur
- Catholic Hierarchy [1]
- Roswitha Juffinger, Christoph Brandhuber, Walter Schlegel und Imma Walderdorff: Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun 1654 - 1668: Ein Bauherr für die Zukunft; Salzburg 2008; ISBN 978-3-901443-32-9
- www.altertuemliches.at
- Fürstenzimmer
| Vorgänger |
Salzburger Erzbischof 1654 – 1668 |
Nachfolger |
- ↑ Christoph Brandhuber, Edith Tutsch-Bauer: Kräuterkunst & Knochensäge. Salzburg / Wien 2015, S. 94 ff.
- ↑ Alois Proschko: Die Todeskrankheiten der Erzbischöfe von Salzburg. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nr. 86/87, Jahrgang 1946/47, S. 96.