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Der '''Mönchsbergaufzug''' ist ein Innenlift von der [[Stadtbus]] Haltestelle [[Mönchsbergaufzug (Haltestelle)|Mönchsbergaufzug]] auf den Mönchsberg. Seine Bergstation ist im [[Museum der Moderne]].
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Der '''Mönchsbergaufzug''' ist ein Innenlift von der [[Stadtbus]] Haltestelle [[Mönchsbergaufzug (Haltestelle)|Mönchsbergaufzug]] auf den [[Mönchsberg]] in der [[Altstadt]] von Salzburg. Seine Bergstation ist im [[Museum der Moderne]].
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Um den herrlichen Blick vom Mönchsbergplateau auf die Stadt, die Festung und die Umgebung zu erleichtern wurde [[1890]] von der Gstättengasse aus ein Panoramaaufzug errichtet.
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Um den herrlichen Blick vom Mönchsbergplateau auf die Stadt, die [[Festung Hohensalzburg]] und die Umgebung zu erleichtern, wurde [[1890]] von der [[Gstättengasse]] aus ein Panoramaaufzug errichtet.
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Die Höhendifferenz von 60 Metern überwand ein von [[Siemens]] & Halske errichteter Aufzug, dessen mechanische Komponenten von Wiener Metallbaufirmen zugeliefert wurden. Ein schlankes Metallgerüst mit Gleitbahnen, außen an der Wand montiert, trug 2 Kabinen welche durch 6 Drahtseile über Seilscheiben miteinander verbunden waren. Beide Kabinen fassten 12 Personen (acht Sitz- und vier Stehplätze) und fuhren gegenläufig mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m in der Sekunde. Der Antrieb der Seilscheiben war im Maschinenraum im oberen Teil des Turmes untergebracht. Ein 15 PS-Gleichstrommotor trieb mittels Übersetzung durch Riemen, Schnecken- und Zahnräder das System an. Der Aufzug verfügte über eine 30-fache Sicherheit und kräftige Fangvorrichtungen. Hinter der unteren Station war in einer künstlichen Felskammer ein Batterieraum mit 126 Akkumulatoren, die tagsüber - wenn in der Stadt kein Lichtstrom verbraucht wurde – über eine Kabelverbindung vom städtischen Elektrizitätswerk am Makartplatz aufgeladen werden und ihrerseits dann die elektrische Energie für die Aufzüge lieferten.
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Der Salzburger Mönchsberglift erwies sich als außerordentlich beliebtes Verkehrsmittel. Allein von der Eröffnung am [[9. August]] bis zum Jahresende [[1890]] wurden nicht weniger als 70.000 Personen befördert.
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Der Salzburger Mönchsberglift erwies sich als außerordentlich beliebtes Verkehrsmittel. Allein von der Eröffnung am [[9. August]] bis zum Jahresende [[1890]] wurden nicht weniger als 70.000 Personen befördert.
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Im Zuge des Umbaues des Terassenrestaurants bei der Bergstation zum [[Café Winkler|Grand Café Winkler]] wurde der Lift [[1947]] ins Innere des Berges verlegt. Nun standen drei Liftkabinen für je acht Fahrgäste bereit. Am [[27. Juli]] geht der neue Mönchsbergaufzug dann offiziell in Betrieb.
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Im Zuge des Umbaues des Terassenrestaurants bei der Bergstation zum [[Café Winkler|Grand Café Winkler]] wurde der Lift [[1947]] ins Innere des Berges verlegt. Nun standen 3 Liftkabinen für je acht Fahrgäste bereit. Am [[27. Juli]] geht der neue Mönchsbergaufzug dann offiziell in Betrieb.
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Die Bedeutung des Liftes nahm [[1977]] massiv zu, als im Café Winkler das [[Casino Salzburg|Spielcasino]] untergebracht wurde.
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Die Bedeutung des Liftes nahm [[1977]] massiv zu, als im Cafe Winkler das [[Casino Salzburg|Spielcasino]] untergebracht wurde.
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[[1987]] wurde der Lift neuerlich modernisiert, nach der Absiedelung des Spielcasinos [[1993]] und der Schließung des Café Winklers im Winter [[2001]] fielen die Beförderungszahlen auf 300.000 Fahrgäste pro Jahr.
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[[1987]] wurde der Lift neuerlich modernisiert, nach der Absiedelung des Spielcasinos [[1993]] und der Schließung des Cafe Winklers im Winter [[2001]] fielen die Beförderungszahlen auf 300.000 Fahrgäste pro Jahr.
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Mit der Eröffnung des  ''Museums der Moderne'' hat der Lift wieder an Bedeutung gewonnen.
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Mit der Eröffnung des Museums der Moderne hat der Lift wieder an Bedeutung gewonnen.
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==Technik==
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Die Höhendifferenz von 60 Metern überwand ein von [[Siemens]] & Halske errichteter Aufzug, dessen mechanische Komponenten von Wiener Metallbaufirmen zugeliefert wurden. Ein schlankes Metallgerüst mit Gleitbahnen, außen an der Wand montiert, trug zwei Kabinen welche durch sechs Drahtseile über Seilscheiben miteinander verbunden waren. Beide Kabinen fassten 12 Personen (acht Sitz- und vier Stehplätze) und fuhren gegenläufig mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m in der Sekunde. Der Antrieb der Seilscheiben war im Maschinenraum im oberen Teil des Turmes untergebracht. Ein 15 PS-Gleichstrommotor trieb mittels Übersetzung durch Riemen, Schnecken- und Zahnräder das System an. Der Aufzug verfügte über eine 30-fache Sicherheit und kräftige Fangvorrichtungen. Hinter der unteren Station war in einer künstlichen Felskammer ein Batterieraum mit 126 Akkumulatoren, die tagsüber - wenn in der Stadt kein Lichtstrom verbraucht wurde – über eine Kabelverbindung vom städtischen Elektrizitätswerk am [[Makartplatz]] aufgeladen werden und ihrerseits dann die elektrische Energie für die Aufzüge lieferten.
    
==Erreichbarkeit==
 
==Erreichbarkeit==
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==Fahrpreis==
 
==Fahrpreis==
Am günstigsten ist die einfache Berg- oder Talfahrt um € 1,80 (Kinder € 0,90) oder die Familienkarte um € 3,60. Es gibt aber auch die Kombinationsmöglichkeit Berg- und Talfahrt inklusive Eintritt in das Museum der Moderne um € 9,70 (Erwachsene).
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Am günstigsten ist die einfache Berg- oder Talfahrt um € 1,80 (Kinder € 0,90) oder die Familienkarte um € 3,60. Es gibt aber auch die Kombinationsmöglichkeit Berg- und Talfahrt inklusive Eintritt in das Museum der Moderne um € 9,70 (Erwachsene). Stand Jänner 2008.
    
==Technische Daten==
 
==Technische Daten==