Internationale Stiftung Mozarteum: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 17: Zeile 17:
  
 
==Die Konzertveranstaltungen==
 
==Die Konzertveranstaltungen==
Im Konzertbereich setzt die Stiftung Mozarteum Salzburg seit [[1956]] jeweils im Jänner, um Mozarts Geburtstag herum, einen künstlerischen Akzent im internationalen Konzertleben: mit der [[Mozartwoche]]. Diese findet 2015 zum 60. Mal statt.
+
Im Konzertbereich setzt die Stiftung Mozarteum Salzburg seit [[1956]] jeweils im Jänner, um Mozarts Geburtstag herum, einen künstlerischen Akzent im internationalen Konzertleben: mit der [[Mozartwoche]].
  
 
Neu hinzugekommen ist anlässlich des Mozart-Jahres 2006 das Festival „Dialoge“, in dem sich zeitgenössische Künstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Literatur und Bildende Kunst mit Mozarts Leben und Werk auseinandersetzen. Von September bis Juni finden die Saisonkonzerte, seit 2012 wieder verstärkt im Großen Saal, statt.
 
Neu hinzugekommen ist anlässlich des Mozart-Jahres 2006 das Festival „Dialoge“, in dem sich zeitgenössische Künstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Literatur und Bildende Kunst mit Mozarts Leben und Werk auseinandersetzen. Von September bis Juni finden die Saisonkonzerte, seit 2012 wieder verstärkt im Großen Saal, statt.

Version vom 23. Dezember 2014, 12:59 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Internationale Stiftung Mozarteum.
Für Informationen über das zur Stiftung Mozarteum gehörende Hauptgebäude Mozarteum in der Schwarzstraße siehe Mozarteum (Gebäude) und über die Universität Mozarteum siehe Universität Mozarteum.
Der Große Saal der Internationalen Stiftung Mozarteum (Sommer 2007)
Das Logo der Internationalen Stiftung Mozarteum

Die Internationale Stiftung Mozarteum (ISM) hat sich die Bewahrung und zeitgemäße Auseinandersetzung von Mozarts Erbe zum Ziel gesetzt.

Die Stiftung

Am 18. Juni 1869 trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof „Zur Krone“ (Roittner-Haus), um die Loslösung des Mozarteums von dem am 22. April 1841 gegründeten Dom-Musik-Verein zu beschließen. 1870 gründete der Kreis um Johann Evangelist Engl dazu die Internationale Mozartstiftung, aus der 1880 - nach Einigung und Vertrag mit dem Dom-Musik-Verein - durch Zusammenschluss mit dem Mozarteum die heutige Internationale Stiftung Mozarteum hervorging. Anlässlich des am 20. September 1880 von der ISM erstmals abgehaltenen Mozart-Tages wurden Engls Mitstreiter Carl Reichsfreiherr von Sterneck zum ersten Präsidenten und Carl Spängler zum Kassier der Stiftung gewählt.

Seither setzt diese nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation mit der Person und dem Werk Wolfgang Amadeus Mozarts auseinander. Dabei hat sie drei Kernbereiche:

  • Konzertveranstaltungen
  • Wissenschaftliche Bearbeitung
  • Mozart-Museen und -Gedenkstätten

Dabei versucht die Stiftung Mozarteum eine Brücke zwischen Bewahrung der Tradition und zeitgenössischer Kultur zu schlagen, mit dem Ziel, wechselnde Perspektiven und neue Denkanstöße in der Auseinandersetzung mit dem Komponisten zu eröffnen.

Die Stiftung Mozarteum wird von einem Präsidium und einem Kuratorium geführt. Die knapp 30 Kuratoriumsmitglieder werden für jeweils drei Jahre bestellt und wählen aus ihren Reihen die Präsidiumsmitglieder. Aufgabe des Präsidiums ist es der Stiftung eine strategische Ausrichtung zu geben und sie nach außen zu vertreten. Das Kuratorium überwacht die Arbeit des Präsidiums. Als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum fungierte von 2004 bis 2012 Dr. Stephan Pauly. Als sein Nachfolger leitet seit 1. März 2012 Matthias Schulz das Haus.

Die Konzertveranstaltungen

Im Konzertbereich setzt die Stiftung Mozarteum Salzburg seit 1956 jeweils im Jänner, um Mozarts Geburtstag herum, einen künstlerischen Akzent im internationalen Konzertleben: mit der Mozartwoche.

Neu hinzugekommen ist anlässlich des Mozart-Jahres 2006 das Festival „Dialoge“, in dem sich zeitgenössische Künstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Literatur und Bildende Kunst mit Mozarts Leben und Werk auseinandersetzen. Von September bis Juni finden die Saisonkonzerte, seit 2012 wieder verstärkt im Großen Saal, statt.

Die Stiftung verfügt mit dem Großen Saal, dem Wiener Saal und dem Foyer über drei Veranstaltungsräume im Hauptgebäude.

Mozart-Museen und -Gedenkstätten

In der Stadt Salzburg bewahrt die Stiftung in den beiden Mozart-Museen Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse und Mozarts Wohnhaus am Makartplatz das Erbe des Salzburger Genies.

In Mozarts Geburtshaus wird der Besucher durch originale Mozart-Räume geleitet, in denen sich u. a. Mozarts Hammerklavier von Anton Walter (ca. aus dem Jahr 1780), seine Konzertgeige und die Mehrzahl der zu Lebzeiten entstandenen Mozart-Porträts befindet.

Im Wohnhaus der Familie Mozart, das aufgrund eines Bombenangriffs erst in den 1990er Jahren des vorigen Jahrhunderts in großen Teilen als Rekonstruktion wieder aufgebaut wurde, wird ein authentischer Eindruck vom Alltag des 18. Jahrhunderts im Umfeld Mozarts vermittelt. Die Biografien der einzelnen Mitglieder der Familie Mozart, mit all ihren täglichen Freuden, Sorgen, Leidenschaften und sozialen Aktivitäten, füllen sich in diesen Häusern mit Leben.

Anlässlich des Mozart-Jahres hat die Stiftung den Bühnenbildner, Regisseur, Lichtdesigner und Pädagogen Robert Wilson (*1941) beauftragt, die Räume, in denen die Familie Mozart bis 1773 lebte, zu gestalten. Originale Objekte wurden durch zeitgemäße Installationen und Licht in spannungsvolle Beziehung zueinander gesetzt. Die Gestaltung soll über das Mozart-Jahr hinaus bestehen und neue Möglichkeiten der Erlebbarkeit der Geburtsstätte Mozarts eröffnen.

Wissenschaftliche Bearbeitung

In der Autografensammlung befinden sich rund 190 Originalbriefe Mozarts, rund 370 Briefe seines Vaters und über 100 autografe Handschriften Mozarts, überwiegend Skizzen und Entwürfe, aber auch einige Originalpartituren.

Die „Bibliotheca Mozartiana“ ist mit rund 35.000 Titeln die umfangreichste Mozart-Bibliothek der Welt. Seit 1954 wird an der historisch-kritischen Gesamtausgabe der „Neuen Mozart-Ausgabe (NMA)“ gearbeitet, die 2006/07 abgeschlossen sein wird. Als Fortsetzung entsteht eine „Digitale Mozart-Edition (DME)“, die den Text der NMA über das Internet frei zugänglich machen wird und immer aktualisiert.

In diesem ca. 35.000 Text- und Notenseiten umfassenden Projekt sieht die ISM über den wissenschaftlichen Nutzen hinaus auch eine Bildungsidee: Die Digitale Mozart-Edition will dem Nutzer – zunächst an ausgewählten Beispielen – den Vergleich zwischen Edition und Quelle ermöglichen, wie er in einer gedruckten Ausgabe nicht möglich wäre.

Die Mozart-Ton- und Filmsammlung stellt mit rund 26.000 Audiotiteln und 3.300 Videoproduktionen (Filmdokumentationen, Spiel- und Fernsehfilmen über Mozart und aufgezeichnete Operninszenierungen) eine Verbindung zur Gegenwart her.

Die betreuten Objekte

Weblinks