Infektionskrankheit Covid-19: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Aufgrund der Länge und zur besseren Übersicht teile ich diesen Artikel in drei Teile)
K
Zeile 1: Zeile 1:
 
{{Dieser Artikel|informiert über die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich.<br />Über die Auswirkungen im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] informiert ein eigener Artikel [[Corona-Virus und das Bundesland Salzburg]].<br />Der Artikel [[Infektionskrankheit Covid-19 Datenübersichten]] zeigt grafische Datenübersichten zu verschiedenen Zeitpunkten.}}
 
{{Dieser Artikel|informiert über die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich.<br />Über die Auswirkungen im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] informiert ein eigener Artikel [[Corona-Virus und das Bundesland Salzburg]].<br />Der Artikel [[Infektionskrankheit Covid-19 Datenübersichten]] zeigt grafische Datenübersichten zu verschiedenen Zeitpunkten.}}
 +
{{Zeitfolge
 +
|AMT=  Chronologie des [[Infektionskrankheit Covid-19]] in [[Österreich]]
 +
|ZEIT= 
 +
|VORGÄNGER= [[Infektionskrankheit Covid-19 Chronologie Österreich 1. Teil 2020|März 2020 bis Dezember 2020]]
 +
|NACHFOLGER= [[Infektionskrankheit Covid-19 Chronologie Österreich 2. Teil 2020|September 2020 bis Dezember 2020]]
 +
}}
 
[[Datei:Infektionskrankheit Covid-19 Infektionskette.jpg|thumb|600px| Infektionskette: Zu Hause bleiben, sich selber und andere schützen. Die Mathematik zeigt es: Nur so durchbrechen wir die Ansteckungskette.]]
 
[[Datei:Infektionskrankheit Covid-19 Infektionskette.jpg|thumb|600px| Infektionskette: Zu Hause bleiben, sich selber und andere schützen. Die Mathematik zeigt es: Nur so durchbrechen wir die Ansteckungskette.]]
 
[[Datei:Verhaltensregeln Corona Virus Grafik.jpg|thumb|600px|Verhaltensregeln gegen eine Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19.]]
 
[[Datei:Verhaltensregeln Corona Virus Grafik.jpg|thumb|600px|Verhaltensregeln gegen eine Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19.]]
Zeile 41: Zeile 47:
  
 
Ein Sprecher des Bundeskanzlers relativierte Kurz seine Aussage, der damit lediglich Verständnis für die Angst um Familienmitglieder gezeigt hatte. Allerdings hatte sich der Kanzler später im März mit drastischen Aussagen zu Wort gemeldet. So sprach er noch Ende März eine Warnung aus, dass bald jeder bald jemanden kennen, der an Corona verstorben sei [was sich bis Ende April jedoch nicht bewahrheitet hatte]. Kollaritsch selbst hält laut Ö1 fest, nicht von einem Spiel mit der Angst in Österreich gesprochen zu haben. Ohne drastische Wortwahl hätte die Bevölkerung die Maßnahmen der Regierung aber nicht angenommen, meint er.<ref>[[Salzburg24.at]] vom [https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-krise-bewusstes-spiel-der-regierung-mit-der-angst-86790211 27. April 2020]</ref>
 
Ein Sprecher des Bundeskanzlers relativierte Kurz seine Aussage, der damit lediglich Verständnis für die Angst um Familienmitglieder gezeigt hatte. Allerdings hatte sich der Kanzler später im März mit drastischen Aussagen zu Wort gemeldet. So sprach er noch Ende März eine Warnung aus, dass bald jeder bald jemanden kennen, der an Corona verstorben sei [was sich bis Ende April jedoch nicht bewahrheitet hatte]. Kollaritsch selbst hält laut Ö1 fest, nicht von einem Spiel mit der Angst in Österreich gesprochen zu haben. Ohne drastische Wortwahl hätte die Bevölkerung die Maßnahmen der Regierung aber nicht angenommen, meint er.<ref>[[Salzburg24.at]] vom [https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-krise-bewusstes-spiel-der-regierung-mit-der-angst-86790211 27. April 2020]</ref>
 
== Chronologie in Österreich ==
 
* [[Infektionskrankheit Covid-19 Chronologie Österreich 1. Teil 2020]]
 
* [[Infektionskrankheit Covid-19 Chronologie Österreich 2. Teil 2020]]
 
  
 
== Sonstige Ereignisse in Österreich ==
 
== Sonstige Ereignisse in Österreich ==

Version vom 14. November 2020, 17:51 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel informiert über die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich.
Über die Auswirkungen im Bundesland Salzburg informiert ein eigener Artikel Corona-Virus und das Bundesland Salzburg.
Der Artikel Infektionskrankheit Covid-19 Datenübersichten zeigt grafische Datenübersichten zu verschiedenen Zeitpunkten.
Zeitfolge
Infektionskette: Zu Hause bleiben, sich selber und andere schützen. Die Mathematik zeigt es: Nur so durchbrechen wir die Ansteckungskette.
Verhaltensregeln gegen eine Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19.

Die Infektionskrankheit Covid-19, auch als SARS-CoV-2 bezeichnet und umgangssprachlich Corona-Virus genannt, ist eine Krankheit, die Ende 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan ausgebrochen war. Ein Ereignis wie die Corona-Pandemie trete "statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1 000 Jahren" ein.[1]

Beschreibung

Das Virus befällt die unteren Atemwege und kann eine schwere Lungenentzündung hervorrufen. Soweit der Stand der Kenntnisse ist (Ende März 2020), wurde das Virus ursprünglich in China durch Fledermäuse[2] auf den Menschen und von diesem durch Tröpfcheninfektion (z. B. hustende Infizierte) übertragen. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis 14 Tage. Der Krankheitsverlauf zeigt sich in grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Unwohlsein), Husten bis hin zu Atemnot und Lungenentzündung, wobei besonders ältere Menschen mit Vorerkrankungen gefährdet sind. Mitte März 2020 konnte man sagen, dass der Verlauf der Infektionskrankheit vor allem bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen zum Tod führte.

Die Verbreitungswege des Corona-Virus wurden weltweit untersucht. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über Trinkwasser/Leitungswasser infiziert haben. Ein Eintrag des Erregers in Quell- oder Brunnenwasser kann derzeit ausgeschlossen werden, da das Virus durch die Bodenpassage inaktiviert wird, versicherte die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach.

Berechnung: Fast 25 Tage Spitalsaufenthalt notwendig

1. April: Bei tödlich verlaufenden Covid-19-Erkrankungen dauert es im Mittel 17,8 Tage vom Auftauchen der ersten Symptome bis zum Ableben des Betroffenen. Die Dauer des Spitalsaufenthaltes von schwer Erkrankten liegt bei 24,7 Tagen. Dies haben britische Experten anhand von Daten aus China und aus internationalen Quellen berechnet. Bei der Auswertung der Informationen von 70 117 Covid-19-Patienten aus China kamen die Wissenschafter auf eine Sterblichkeitsrate von 1,38 Prozent der Patienten. Bei Unter-60-Jährigen lag sie nur bei 0,38 Prozent, in der Altersgruppe darüber bei 6,4 Prozent. Covid-19-Patienten im Alter über 80 Jahren zeigten eine Mortalität von 13,4 Prozent.

Forscher entschlüsseln das ABC des SARS-CoV-2-Virus

9. April: Drei Grundtypen von Sars-CoV-2 und deren Verbreitung über die Erde hat ein Forscherteam in einer Studie im Fachblatt "Pnas" analysiert. Dabei zeigte sich, dass der ursprüngliche Typ A sowie Typ C den Sprung in die weite Welt geschafft haben, während Typ B vor allem in Ostasien anzutreffen ist. An der Entwicklung von Tests, um das wandelbare Virus rasch nachzuweisen, arbeiten u. a. Wiener Forscher.

Corona-Virus kann Nervensystem schädigen

11. April 2020: Aus einer Studie chinesischer Wissenschafter mit Patienten in Wuhan geht hervor, dass rund ein Drittel zeigte demnach neurologische Symptome zeigten. Zu den häufigsten Symptomen gehörten Schwindel und Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen. In einem unabhängigen Editorial zur Studie teilen die Neurologen Samuel Pleasure, Ari Green und Andrew Josephson von der Universität von Kalifornien diese Manifestationen in spezifische Symptome (Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn, Muskelschwächen und Schlaganfälle) und unspezifische Symptome (Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Schwindel und Krampfanfälle) ein. Gerade bei den unspezifischen Symptomen bleibe unklar, ob diese Ausdruck der Krankheit selbst seien oder Teil einer systemischen Entzündungsreaktion bei Patienten, die bereits sehr krank waren. Diese Frage müssten künftige Studien untersuchen.[3]

Name

Symbolbild

„Corona“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Krone oder Kranz. Das Virus trägt den Namen wegen seines kranzförmigen Aussehens. Die heilige Maria mit dem Strahlenkranz wird oft als "Coronata" bezeichnet. Ein Detail am Rande: Die heilige Corona war eine frühchristliche Märtyrerin und gilt ausgerechnet als Schutzheilige gegen Seuchen. In Österreich gibt es in Niederösterreich die Gemeinde St. Corona am Wechsel, in Italien mehrere Orte wie zum Beispiel das "Santuario della Madonna di Corona" nordwestlich von Verona.

Entwicklung von Dezember 2019 bis Ende Februar 2020

Am 31. Dezember 2019 wurden von chinesischen Gesundheitsbehörden 27 Fälle mit Lungenentzündung mit zunächst unbekannter Ursache gemeldet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde am 7. Jänner 2020 in China ein neuartiges Corona-Virus identifiziert.

Bis 24. Februar 2020 zählte man rund 78 400 registrierte Erkrankungsfälle, davon rund 76 900 in China. Dabei gab es bisher 2 442 Todesfälle, 19 davon in anderen Ländern als China.

Am Wochenende 22.-23. Februar 2020 traten unerwartet viele Infektionen in den oberitalienischen Regionen Piemont, Lombardei, Emilia-Romagna und Venetien auf, wo bis 24. Februar mehr als 200 Infektionen und fünf Todesfälle registriert wurden. Am Sonntagabend, den 23. Februar, wurde ein Zug an der Grenze am Brenner angehalten, da sich in diesem (bis Verona) zwei mögliche Infizierte befunden hatten. Wie sich herausstellte, waren die beiden aber bereits in Verona ausgestiegen. Montagfrüh konnte der Zug seine Fahrt nach München fortsetzen.

Österreich

Übliche Influenza-Erkrankungen in Österreich

Die Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) informiert auf ihrer Homepage, dass im Winterhalbjahr 2019–2020 bis März 643 Todesfälle in Österreich auf die (alljährliche) Influenza zurückzuführen sind.[4]

Die Kleine Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 13. November 2019, dass während der Influenza-Saison 2018–2019 circa 140 000 bis 150 000 Personen an dieser Infektion erkrankten. Laut einer Berechnung der AGES gemeinsam mit den Fachleuten des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien starben in Österreich in diesem Zeitraum etwa 1 400 Menschen an der Viruserkrankung. In der Saison 2017–2018 erkrankten über 400 000 Personen in Österreich an der Influenza, bei der es wegen einer stärkeren Influenzawelle um die 2 800 Opfer gab.[5]

Die österreichische Regierung betrieb bewusstes Spiel mit der Angst

Ein im Ö1-Morgenjournal am Montag, den 27. April 2020 veröffentlichtes Papier hatte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Sitzung am [[12. März] 2020 davon gesprochen, die Bevölkerung sollte Angst vor einer Infektion bzw. dem Tod von Angehörigen haben. An dieser Sitzung der Task Force Corona des Gesundheitsministeriums im Kanzleramt hatten neben Kanzler, Vizekanzler, Gesundheits- und Innenminister auch Beamte und Gesundheitsexperten teilgenommen. Dem Protokoll zufolge äußerte Kurz, dass er noch keine wirkliche Sorge der Bevölkerung verspüre. Daraufhin meinte der Tropenmediziner Univ.Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, man müsse der Bevölkerung klar machen, dass es sich um eine potenziell tödliche Krankheit handle und nicht um eine einfache Grippe.

Kollaritsch führte als Beispiel das Protokoll der Kommunikation rund um die britische Masernepidemie der 1990er-Jahre an. Auch darin hatte man damals mit der Angst der Bevölkerung gespielt. Im Protokoll der Sitzung vom 12. März heißt es weiter "Kurz verdeutlicht, dass die Menschen vor einer Ansteckung Angst haben sollen bzw. Angst davor, dass Eltern/Großeltern sterben. Hingegen sei die Angst vor der Lebensmittelknappheit, Stromausfälle etc. der Bevölkerung zu nehmen."

Ein Sprecher des Bundeskanzlers relativierte Kurz seine Aussage, der damit lediglich Verständnis für die Angst um Familienmitglieder gezeigt hatte. Allerdings hatte sich der Kanzler später im März mit drastischen Aussagen zu Wort gemeldet. So sprach er noch Ende März eine Warnung aus, dass bald jeder bald jemanden kennen, der an Corona verstorben sei [was sich bis Ende April jedoch nicht bewahrheitet hatte]. Kollaritsch selbst hält laut Ö1 fest, nicht von einem Spiel mit der Angst in Österreich gesprochen zu haben. Ohne drastische Wortwahl hätte die Bevölkerung die Maßnahmen der Regierung aber nicht angenommen, meint er.[6]

Sonstige Ereignisse in Österreich

Autokino in Groß-Enzersdorf plant Neustart

21. April. Das Autokino Wien in Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) plant einen Neustart. Laut der Website www.autokino.at wird "auf Hochtouren auf eine möglichst baldige Eröffnung hingearbeitet". Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation sei die Idee entstanden, den Menschen wieder sicheren Freizeitspaß zu bieten. Hinter dem Vorhaben stehen zwei junge Männer. Die Idee zur Wiederbelebung des Anfang 2015 in die Insolvenz geschlitterten Autokinos sei vor wenigen Wochen entstanden, sagte Markus Cepuder am Dienstag im Gespräch mit der APA.

Schneekanone soll große Flächen desinfizieren

10. April. Das Tiroler Entsorgungsunternehmen DAKA will mit Hilfe einer adaptierten Schneekanone in Zukunft größere Flächen und Räume desinfizieren. Denkbar sei der Einsatz etwa in Produktionshallen, Stadien, Bahnhöfen, Flugplätzen oder Veranstaltungshallen. Am 31. März wurde durch einen Erlass des Gesundheitsministeriums die Grundlage für diese unorthodoxe Maßnahme geschaffen. Laut dieser sind ab dem 6. April beispielsweise Flächen und Vorrichtungen, die regelmäßig von Kunden berührt werden, regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren. Mit Wasserstoffperoxid beladene und schwenkbare Schneekanonen mit einer Wurfweite von bis zu fünfzig Meter sollen Erleichterung bringen.

Auto-Neuzulassungen massiv eingebrochen

9. April. Im März wurden in Österreich um zwei Drittel (66,7 Prozent) weniger Pkw verkauft als im März des Vorjahres, zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 54 680 Autos verkauft, das ist ein Rückgang um ein knappes Drittel (32,4 Prozent). Im Jänner sanken die Zulassungen in Österreich um 9,1 Prozent auf 22 959 Autos (25 257 im Vorjahr), im Februar gab es ein Minus von 10,9 Prozent auf 21 067 Fahrzeuge (23 640 im Vorjahr) und im März folgte eine Vollbremsung um 66,7 Prozent auf lediglich 10 654 Pkw (31 958 im Vorjahr).[7]

Fast 70 Prozent wollen Konsum weiterhin einschränken

8. April. Die Corona-Virus-Krise sorgt für gedrückte Stimmung in Österreich. Über ein Drittel (35 Prozent) rechnet damit, dass sich ihr Leben in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird, geht aus einer Online-Umfrage der P8 Marketing GmbH unter 1.200 Österreichern zwischen 3. und 7. April hervor. Die Hälfte denkt, es bleibt wie bisher. 69 Prozent wollen ihren Konsum jedenfalls stark einschränken.

Die Ausgaben gedrosselt werden sollen den Angaben zufolge vor allem in den Segmenten Reisen (73 Prozent), Bekleidung (57 Prozent), Restaurants & Ausgehen (61 Prozent) und Luxusgüter (68 Prozent). Die Reiselust ist getrübt: 38 Prozent wollen diesen Sommer keinen Urlaub machen. Von den Reisewilligen bevorzugt fast die Hälfte (47 Prozent) Österreich, 13 Prozent Italien, 8 Prozent Kroatien und 5 Prozent Griechenland. Zum Vergleich: 2019 wollten nur 25 Prozent der Österreicher auf einen Sommerurlaub verzichten, verweist P8 Marketing auf eine Erhebung des Wiener Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung mit 1 000 Befragten.

Mehr als 20 Prozent haben Angst um ihren Job. 64 Prozent der Befragten erwarten, dass Österreich die Krise bewältigen wird. Bei knapp 10 Prozent ist der Optimismus in den vergangenen zwei Wochen allerdings gesunken. Dennoch sind 81 Prozent weiterhin mittel bis gut gestimmt. Mittlerweile ist aber knapp jeder Fünfte schlecht gelaunt, vor zwei Wochen waren es erst 15 Prozent.

Der Großteil der Befragten (86 Prozent) rechnet aber mit einer "sehr negativen" (43 Prozent) bzw. "negativen" (43 Prozent) aktuellen Wirtschaftsentwicklung. Mittelfristig wird die Entwicklung von 28 Prozent sehr negativ und von 41 Prozent negativ gesehen. Etwa 44 Prozent glauben, dass die Krise in Österreich nach drei Monaten vorbei ist; 26 Prozent sind auf sechs Monate eingestellt und rund 13 Prozent auf zwölf Monate oder länger.

Ein Drittel der Befragten ist mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung sehr zufrieden - insgesamt wurden dafür 3,5 von 5 möglichen Punkten vergeben, vor zwei Wochen waren es den Angaben zufolge aber noch 4 Punkte. "Die Diskussionen über den Oster-Erlass haben die positive Stimmung zur Bundesregierung aktuell getrübt", meinte Hofherr.

Corona-Krise für einige in Österreich schon negativ am Konto spürbar

8. April. Die Corona-Virus-Krise ist für einige schon negativ auf dem Konto zu spüren. In einer Umfrage von MarketAgent im Auftrag der ING Bank, bei der 1.000 Personen in Österreich ab 18 Jahren befragt wurden, gaben 40 Prozent an, dass sich die aktuelle Situation negativ auf ihre Finanzen auswirke. Rund ein Viertel (23 Prozent) werde daher auf Erspartes zurückgreifen.

Grundsätzlich solle man das Zwei- bis Dreifache des Monatseinkommens als Notgroschen auf die Seite legen, so der CEO der ING Österreich, Barbaros Uygun, aus Aussendung vom Mittwoch. In Anbetracht der aktuellen Krise müsse man diese Formel aber eventuell neu definieren. "Wem es möglich ist, dem würde ich raten, das Drei-bis Fünffache anzusetzen", sagte Uygun.

Laut der Umfrage haben die meisten (30 Prozent) zwischen ein bis drei Monatsgehälter angespart, rund jeder zehnte Befragte (11 Prozent) hat weniger als ein Monatsgehalt an Ersparnissen. 16 Prozent haben vier bis sechs Nettomonatsgehälter auf der hohen Kante und rund ein weiteres Viertel der Befragten mehr als das.

"Verlängerte" Zivildiener bereiten VfGH-Beschwerde vor

7. April. Etliche Zivildiener, deren Dienst Ende März ausgelaufen wäre und die aufgrund der Corona-Krise bis zum Juni verlängert worden sind, fühlen sich unfair behandelt. Mehr als 100 von ihnen wollen eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) einbringen, weil sie deutlich weniger verdienen als jene rund 3.500 außerordentlichen Zivildiener, die einem Aufruf der Bundesregierung gefolgt sind.

Die außerordentlichen Zivis, die sich freiwillig wieder in den Dienst gestellt haben, um Engpässe im Gesundheits- und Pflegebereich auszugleichen, dürfen mit einer monatlichen Abgeltung von zumindest 1.300 Euro rechnen. Jene, die ungefragt um drei Monate verlängert wurden, kommen dagegen im Schnitt auf rund 550 Euro. "Das ist gleichheitswidrig", meint dazu der Wiener Anwalt Nikolaus Rast, der gemeinsam mit seinem Partner Mirsad Musliu das Mandat für fast ein Zehntel von insgesamt 1 500 Betroffenen übernommen hat.

AUA-Maschine brachte 184 Passagiere aus Nigeria zurück nach Europa

4. April: Eine AUA-Maschine hat in der Nacht auf Samstag 184 Passagiere aus Nigeria zurück nach Europa gebracht. Neben Österreichern befanden sich Reisende aus 24 weiteren Ländern an Bord. "Passenderweise lautete der Name der AUA-Maschine 'Sibanye', das ist Zulu und bedeutet auf Deutsch so viel wie 'Wir sind eins' ", verriet Claudia Türtscher, Sprecherin von Außenminister Alexander Schallenberg, der APA.

Erste FFP2-Masken aus heimischer Produktion

4. April: Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) hat am Samstag die ersten FFP2-Schutzmasken aus heimischer Herstellung präsentiert, die im Kampf gegen SARS-CoV-2 von Ärzten, Pflegepersonal und in Krankenhäusern eingesetzt werden können. Produziert werden die Masken für den medizinischen Bereich von einem Vorarlberger Konsortium um die Grabher-Group. Derzeit werden 15 000 Stück täglich erzeugt.

Die Produktion der Schutzmasken, die zu 95 Prozent Viren filtern, soll in unmittelbarer Zukunft auf 100 000 pro Tag hochgefahren werden. Die Herstellung einer halben Million am Tag wäre möglich, wenn ausreichend Näherinnen gefunden werden. Zumindest 100 zusätzliche Facharbeiterinnen würden dafür benötigt, erklärte Schramböck in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.

Erster Fall in Ischgl bereits am 8. Februar

3. April. Der "erste gesicherte Corona-Fall" in Tirol betrifft eine einheimische Kellnerin. Das sagte Ingrid Kiefer, Leiterin der Krisenkommunikation der AGES, der APA. Das kam bei der epidemiologischen Abklärung heraus. Bestätigt wurde die Infektion erst im März. Zuvor war irrtümlich angegeben worden, dass eine Kellnerin aus der Schweiz bereits am 5. Februar die sogenannte Patientin Null gewesen sei. Der bisher viel genannte Barkeeper, dem in Medien unterstellt wurde, Dutzende in einem Apres-Ski-Lokal angesteckt zu haben, war demnach nicht der "Spreader". Vielmehr war er laut Allerberger der Erste von den in Ischgl Erkrankten, der zum Arzt ging und Anfang März positiv getestet wurde. Er habe fälschlicherweise die Rolle des angeblichen Weiterverbreiters "umgehängt bekommen", betonte Allerberger.

9. April. Die Zeitschrift Profil berichtet, dass sich 57 Prozent der geprüften Coronafälle nach Ischgl zurückverfolgen. Die Gesundheitsagentur (AGES) konnte dies in sogenannten Cluster-Analysen nachweisen.[8]

AMS wies Massenkündigung von Laudamotion ab

3. April. Das Arbeitsmarktservice (AMS) hat der Massenkündigung der Ryanair-Tochter Laudamotion eine Absage erteilt. Das gaben der Betriebsrat sowie die Gewerkschaft vida am Donnerstagabend unter Berufung auf den entsprechenden AMS-Bescheid bekannt. Demnach hat das AMS sämtliche Kündigungen der rund 550 Mitarbeiter, die beim Frühwarnsystem angemeldet wurden, zurückgewiesen. Das heißt, die Airline darf die Mitarbeiter auch nach Ablauf der Frühwarnfrist von 30 Tagen nicht kündigen.

Robert Koch-Institut änderte Einschätzung zu Mundschutz

3. April. Auch das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) hat in der Corona-Krise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte dies das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen. Nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, bemerke das auch, hieß es.

Kindergarten-Pädagoginnen klagen über Arbeitsbedingungen

3. April. Der Österreichische Berufsverband der Kindergarten-und HortpädagogInnen (ÖDKH) hat am Freitag die Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen während der Corona-Pandemie beklagt. Diese würden derzeit unter erschwerten und gefährlichen Bedingungen arbeiten, bei den Rahmenbedingungen seien sie aber ausschließlich von der Gunst der Länder, Bürgermeister und Träger abhängig.

Der empfohlene Sicherheitsabstand sei bei der Arbeit mit jüngeren Kindern - von Wickeln über Trösten bis zum Anziehen für den Garten - nicht einzuhalten, so die ÖDKH-Vorsitzende Raphaela Keller. Die Möglichkeiten der Pädagoginnen - weniger als fünf Prozent des Kindergartenpersonals sind Männer - sich zu schützen seien allerdings verbesserungswürdig: Desinfektionsmittel sei "nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit", Schutzmasken für Eltern nicht vorgeschrieben.

Dazu komme, dass derzeit wegen der Krise Kindergartenpädagoginnen in der Probezeit gekündigt werden oder für andere Aufgaben eingesetzt.

Neue Berechnung der Dunkelziffer anhand von Island-Daten

3. April. Eine neue Berechnung über das tatsächliche Ausmaß der Covid-19-Infektionen in Österreich haben nun Forscher der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien vorgelegt. Sie haben dazu Daten aus Island auf Österreich übertragen. Im Schnitt aller Szenarien ist die Zahl an Infektionen mit Stand 1. April neun Mal so hoch als jene der bestätigten Fälle. Allerdings sei die Unsicherheit der Berechnung "beträchtlich". Mit Stand 1. April würde dieser Multiplikator von neun knapp 100 000 Infizierte in Österreich bedeuten. Die Wissenschafter räumen allerdings ein, dass die Unsicherheit der statistischen Methode relativ hoch ist, "und auch über die Unsicherheit besteht eine relativ große Unsicherheit", so Kastner. Der Multiplikator könnte demnach auch bei vier bzw. 14 liegen, was beim Stand vom 1. April eine Schwankungsbreite von 40 000 bis 140 000 Infizierten bedeuten würde.[9]

Bisher 92 190 Testungen in Österreich

2. April. Bisher hat es in Österreich 92 190 Testungen auf SARS-CoV-2 und damit deutlich mehr, als zuletzt vom Gesundheitsministerium verlautbart wurde, gegeben. Das gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am 2. April bekannt. Mit 1. April waren bundesweit knapp 56 000 Testungen ausgewiesen worden. "Es gibt deutlich mehr Testungen, als in den Tagesmeldungen ersichtlich", sagte Anschober. Als Grund für die Differenz nannte Anschober, dass viele kleine Labors - österreichweit führen mittlerweile über 40 diese Tests auf das Coronavirus durch - noch nicht mit der Schnittstelle verbunden sind, die direkt Daten ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) einspeist.

Oberösterreich schränkt Parkmöglichkeit an Ausflugszielen ein

Das Land Oberösterreich schränkte ab Donnerstag, den 2. April, die Parkmöglichkeiten an beliebten Ausflugszielen im Salzkammergut und in der Pyhrn-Eisenwurzen-Region ein. Ansonsten befürchtete man, dass am kommenden frühlingshaften Wochenende zu viele Leute auf einmal dort herumflanieren. Einschränkungen galten für Parkplätze am Attersee, am Traunsee, am Mondsee und am Irrsee. Darüber hinaus gab es Einschränkungen am Langbathsee und am Offensee (beide Ebensee), am Almsee in Grünau, am Gosausee und rund um Gosau. Auch die Stellflächen bei der Feuerkogel-Seilbahn in Ebensee, bei der Krippenstein-Bahn in Obertraun, der Gosau-Hornspitzbahn sowie in Hinterstoder bei der Wurzeralm und am Kasberg waren betroffen.

Experten skeptisch bei Maskenpflicht für Gesunde

1. April

  • So weist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem Video darauf hin, dass das alleinige Tragen von "medizinischen Masken" nicht vor dem Coronavirus schützt. Das Tragen müsse mit zusätzlichen Maßnahmen wie Händewaschen kombiniert werden. Daher empfiehlt die WHO das Tragen von Masken "nur in speziellen Fällen": "Wenn Sie Husten, Fieber und Atemschwierigkeiten haben, tragen Sie eine Maske und suchen Sie medizinische Versorgung auf. Wenn Sie diese Symptome nicht haben, brauchen Sie auch keine Maske tragen, da es keine Beweise gibt, dass sie Menschen schützt, die nicht krank sind."
  • Das Zentrum für Krankheitskontrolle (CDC) schreibt auf seiner Website: "Das CDC empfiehlt nicht, dass Menschen, denen es gut geht, eine Gesichtsmaske tragen, um sich vor Atemwegserkrankungen, einschließlich Covid-19, zu schützen." Eine Gesichtsmaske solle von Menschen, die das Coronavirus haben und Symptome zeigen, getragen werden.
  • Die Berliner Charité schreibt auf ihrer Website, dass es nicht bewiesen sei, dass "sich das Ansteckungsrisiko für eine gesunde Privatperson signifikant verringert, wenn sie einen Mund-Nasen-Schutz trägt".
  • Das deutsche Robert-Koch-Institut vertritt wie schon das CDC und die WHO die Ansicht, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) sinnvoll ist, "sich eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss".
  • So sieht das auch das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECD),
  • Univ. Prof. Dr. Franz Allerberger sagt in einem Video auf der Website der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES), dass es anhand von vorhandenen Studien nicht belegbar sei, dass das Tragen einer Maske bei "durch die Luft übertragenen Krankheitserregern" einen wirklichen Effekt habe. "Man sieht ja bei diesen Einmal-Mundschutzmasken links, rechts, oben, unten wie die Luft hineinkommt", so Allerberger.

Diesen sechs Quellen gegenüber steht die MedUni Wien, die die Maßnahmen der österreichischen Regierung gegenüber der APA am Dienstag, 31. März, als "hervorragende Maßnahme" bezeichnete. Vizerektor Oswald Wagner plädierte sogar für eine Ausweitung der Regelung. Auch das Zentrum für Public Health an der MedUni Wien sprach sich in einem Brief für eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum aus. "Diese Maßnahme hat nachweislich zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie u.a. in Japan beigetragen. Dabei dienen die Masken nicht dem Schutz vor Ansteckung, sondern dem Schutz der Kontaktpersonen vor einer Ansteckung durch einen latent oder asymptomatisch Infizierten", heißt es in dem der APA vorliegenden Schreiben.

Anzeigenflut

30. März. Exakt 10 426 Anzeigen wurden in den vergangenen zwei Wochen laut Innenministerium gegen Personen registriert, die gegen die von der Regierung gesetzten Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 – etwa das Bilden von Personengruppen im öffentlichen Raum oder das Nichteinhalten eines Mindestabstands von einem Meter – verstoßen hatten. 2 046 waren es an den beiden vergangenen Tagen, davon 699 in Wien, 410 in Tirol, 222 in Oberösterreich und 186 in Niederösterreich. Am Diszipliniertesten waren – in absoluten Zahlen – die Burgenländer und die Vorarlberger, wo am Samstag 14 bzw. 52 Anzeigen ausgesprochen wurden. Am Sonntag kam es in diesen beiden Bundesländern zu gar keinen Beanstandungen.

Die Pestsäule am Wiener Graben

Die Pestsäule am Wiener Graben scheint derzeit (25. März) Anlaufstelle für manch besorgten Städter zu sein: Am Sockel finden sich zahlreiche Kerzen, Kinderzeichnungen mit Gebeten hängen an der Balustrade. "Schütze uns vor dem Coronavirus" steht auf einer Zeichnung zu lesen, auf einer anderen "Bitte lieber Gott hilf".

Die Pestsäule bzw. Dreifaltigkeitssäule, wie sie offiziell heißt, ist nach der großen Pestepidemie im Jahr 1679 errichtet worden. Damals sind in der Donaumetropole – samt Vororten – rund 80.000 Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer gefallen. Kaiser Leopold I. versprach, der Stadt eine Säule zu stiften, sollte die Pest aus Wien weichen, was im Herbst 1679 schließlich geschah. Noch im selben Jahr wurde ein Holzprovisorium errichtet, das aber dennoch fast acht Jahre hielt. Dann, am 30. Juni 1687, wurde der Grundstein zur heutigen Skulptur gelegt, die am Dreifaltigkeitstag 1693 eingeweiht wurde.

Datenstand der Johns Hopkins University zum Stand der Infektionskrankheit Covid-19 am 2. April 2020.

International

Unter diesem Link werden die weltweit dauernd aktualisiert zusammengefassten Daten zu offiziell registrierten CoV-Infektionen von der Johns Hopkins University veröffentlicht.


Da sich das Salzburgwiki nur mit Themen beschäftigt, die einen Salzburgbezug haben müssen, wird dieser Artikel nicht in der offiziellen Artikelliste des Salzburgwikis geführt. Aber aufgrund der Bedeutung der Infektionskrankheit Covid-19 möchte Administrator Peter einige Eckdaten und besondere internationale Ereignisse hier festhalten. Diese können im Artikel Benutzer:Archiv/Internationale Notizen rund um den Corona-Virus nachgelesen werden.

Weblinks

Quellen

aufgrund der Vielzahl von Daten werden nicht alle Detail-Quelllinks angeführt, als Quellen dien(t)en – sofern nicht anders angeführt – die Salzburger Nachrichten online

Einzelnachweis

Vorlage:Corona-Virus