Günther Freiherr von Saar: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Er war der Sohn eines Offiziers und Großneffe des Malers Karl von Saar (* 1797 | + | Er war der Sohn eines Offiziers und Großneffe des Malers Karl von Saar (* 1797; † 1853), Cousin 2. Grades des Wiener Schriftstellers Ferdinand Freiherr von Saar (* 1833; † 1906). Von Saar studierte an der Grazer Universität ab 1897 Medizin, wo er 1902 zum Dr. med. promovierte. Es folgte eine Stelle Assistent an der Universität Graz und an der Deutschen Universität Prag, dann in Wien bei Eiselsberg und schließlich wieder eine Anstellung in Graz. 1911 wurde er Privatdozent für Chirurgie an der Uni Graz, 1912 an der Uni Innsbruck. Zu Kriegsbeginn rückte er 1914 als Hauptmann Regimentsarzt der Reserve ein, kam bald in russische Kriegsgefangenschaft (bis 1916). In der Zeit der Gefangenschaft erwarb er sich um die ärztliche Betreuung seiner Mitgefangenen große Verdienste. Zurück aus der Gefangenschaft wurde er Korpskonsiliarchirurg beim XVII. Korps an der Isonzofront und 1917 ao. Prof. der Chirurgie an der Uni Innsbruck. |
| − | Von 1902 bis 1913 gehörte er zu den besten österreichischen | + | Von 1902 bis 1913 gehörte er zu den besten österreichischen Bergsteigern. Seit 1899 war er Mitglied des [[Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklubs]] und der Turner-Bergsteiger in Graz. Über 500 Hochgipfel bestieg er in den [[Ostalpen|Ost]]- und Westalpen; mehr als 90 neue Bergfahrten führte er durch, darunter 30 Erstbesteigungen. |
| − | Im Dezember [[1898]] unternahm er eine Skitour vom [[Mooserboden]] über das [[Riffeltor]] und den [[Pasterze]]ngletscher zum [[Glocknerhaus]]. [[ | + | Im Dezember [[1898]] unternahm er eine Skitour vom [[Mooserboden]] über das [[Riffeltor]] und den [[Pasterze]]ngletscher zum [[Glocknerhaus]]. Im Dezember [[1900]], zu [[Weihnachten]], gelang ihm zusammen mit den Alpinisten [[Karl Doménigg]], Sehrig und v. Graff die erste Skibesteigung des Großvenedigers, eine Pioniertat ostalpinen Skilaufs.<ref>[http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=22677 www.alpinwiki.at]</ref> |
| − | Zu seinen Begleitern zählten u. a. F. J. Gassner, E. v. Graff, Ä. Hacker (s. d.), R. Kaltenbrunner, [[enns:Paul Preuss]], F., H. und M. Reutter, H. Sattler, G. Stopper, V. Wolf-Glanvell u. a. | + | Zu seinen Begleitern zählten u. a. F. J. Gassner, E. v. Graff, Ä. Hacker (s. d.), R. Kaltenbrunner, <span style="color:green">Paul Preuss</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Paul Preuss]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>, F., H. und M. Reutter, H. Sattler, G. Stopper, V. Wolf-Glanvell u. a. |
== Quellen == | == Quellen == | ||
* [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_S/Saar_Guenther_1878_1918.xml www.biographien.ac.at] | * [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_S/Saar_Guenther_1878_1918.xml www.biographien.ac.at] | ||
: → ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 44, 1987), S. 359 | : → ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 44, 1987), S. 359 | ||
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Aktuelle Version vom 29. Dezember 2025, 13:36 Uhr
Dr. Günther Freiherr von Saar (* 27. Februar 1878 in Wiener Neustadt, NÖ; † 7. Dezember 1918 in Innsbruck, Tirol) war ein österreichischer Bergsteiger und Mediziner.
Leben
Er war der Sohn eines Offiziers und Großneffe des Malers Karl von Saar (* 1797; † 1853), Cousin 2. Grades des Wiener Schriftstellers Ferdinand Freiherr von Saar (* 1833; † 1906). Von Saar studierte an der Grazer Universität ab 1897 Medizin, wo er 1902 zum Dr. med. promovierte. Es folgte eine Stelle Assistent an der Universität Graz und an der Deutschen Universität Prag, dann in Wien bei Eiselsberg und schließlich wieder eine Anstellung in Graz. 1911 wurde er Privatdozent für Chirurgie an der Uni Graz, 1912 an der Uni Innsbruck. Zu Kriegsbeginn rückte er 1914 als Hauptmann Regimentsarzt der Reserve ein, kam bald in russische Kriegsgefangenschaft (bis 1916). In der Zeit der Gefangenschaft erwarb er sich um die ärztliche Betreuung seiner Mitgefangenen große Verdienste. Zurück aus der Gefangenschaft wurde er Korpskonsiliarchirurg beim XVII. Korps an der Isonzofront und 1917 ao. Prof. der Chirurgie an der Uni Innsbruck.
Von 1902 bis 1913 gehörte er zu den besten österreichischen Bergsteigern. Seit 1899 war er Mitglied des Österreichischen Alpenklubs und der Turner-Bergsteiger in Graz. Über 500 Hochgipfel bestieg er in den Ost- und Westalpen; mehr als 90 neue Bergfahrten führte er durch, darunter 30 Erstbesteigungen.
Im Dezember 1898 unternahm er eine Skitour vom Mooserboden über das Riffeltor und den Pasterzengletscher zum Glocknerhaus. Im Dezember 1900, zu Weihnachten, gelang ihm zusammen mit den Alpinisten Karl Doménigg, Sehrig und v. Graff die erste Skibesteigung des Großvenedigers, eine Pioniertat ostalpinen Skilaufs.[1]
Zu seinen Begleitern zählten u. a. F. J. Gassner, E. v. Graff, Ä. Hacker (s. d.), R. Kaltenbrunner, Paul Preuss[2][3], F., H. und M. Reutter, H. Sattler, G. Stopper, V. Wolf-Glanvell u. a.
Quellen
- → ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 44, 1987), S. 359
Fußnoten
- ↑ www.alpinwiki.at
- ↑ siehe EnnstalWiki → enns:Paul Preuss
- ↑ Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs