Schloss Röcklbrunn: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Das als Sommersitz des [[Dompropst]]es | + | Das Gut Röcklbrunn (Reckenprunnergut, benannt nach dem Bächlein "Reckenprun") wird bereits um 1150 erwähnt. Dieses Gut wurde [[1636]] von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] erworben. [[1644]] ein Schlösschen mit Park als Sommerresidenz und Familiensitz für seinen Bruder errichtet. Nur wenige Jahre später ([[1648]]) wurde das Schloss dem [[Domkapitel]] als Sommersitz des [[Dompropst]]es übergeben. In dieser Zeit wurde es nach dem Geschmack des [[Barock]]s umgestaltet. [[1698]] wurde ein Maierhaus gebaut und [[1791]] ein eigenes Gärtnerhaus. |
| − | Nach der [[Bomben auf Salzburg|Bombardierung]] im Jahr [[1944]] durch Fliegerbomben wurde es später ganz abgerissen. | + | Die hohen Reparaturkosten veranlassten den Dompropst und das Domkapitel, das Schlösschen am [[18. Oktober]] [[1803]] versteigern zu lassen. Es wurde vom Kaufmann [[Johann Baptist Rauchenbichler]] (* 1765; † 1829) ersteigert. Dieser ließ hier eine Branntweinbrennerei und Likörfabrik errichten. |
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| + | Nach der [[Bomben auf Salzburg|Bombardierung]] im Jahr [[1944]] durch Fliegerbomben wurde es später ganz abgerissen. Auf dem Areal des früheren Parkes wurde in den 1960er Jahren eine gesichtslose Wohnsiedlung errichtet. | ||
== Lage == | == Lage == | ||
| − | Es befand sich unweit von der heutigen [[Linzer Bundesstraße]] | + | Es befand sich unweit von der heutigen [[Linzer Bundesstraße]] westlich des [[Bahnhof Gnigl|Bahnhofs Gnigl]] und südwestlich des [[Robinighof]]s, vis-à-vis des [[Gasthaus zu den sieben Schwaben|Gasthauses "zu den sieben Schwaben"]]. Die alte Adresse war "Linzer Hauptstraße 87",<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19020917&query=%22R%c3%b6cklbrunn%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 17. September 1902, Seite 7</ref> heute [[Röcklbrunnstraße]] 6. Der aktuelle [[Digitaler Stadtplan von Salzburg|digitale Stadtplan von Salzburg]] bezeichnet das Gebiet des ehemaligen Standortes dieses Schlössls heute als Schallmoos-Ost und nicht wie in einigen Internet-Quellen in [[Gnigl]]. |
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| − | + | Maria Josefa Pankratz (* [[21. Oktober]] [[1783]]; † [[16. März]] [[1862]] in der Stadt Salzburg); verheiratet seit [[1805]] mit Josef Schaupp († [[7. Februar]] [[1823]] in [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]]), hochfürstlichem Rat, Landrichter in [[Gastein]]; | |
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| − | Maria Josefa Pankratz (* 21. Oktober 1783; † 16. März 1862 in Salzburg); verheiratet | ||
Feldmarschall-Leutnant Anton Ritter von Schmerling (* 23. August 1805 in Wien; † 23. Mai 1893 ebenda)<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18631019&query=%22R%c3%b6cklbrunn%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 19. Oktober 1863, Seite 3</ref> | Feldmarschall-Leutnant Anton Ritter von Schmerling (* 23. August 1805 in Wien; † 23. Mai 1893 ebenda)<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18631019&query=%22R%c3%b6cklbrunn%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 19. Oktober 1863, Seite 3</ref> | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
| − | * | + | * SALZBURGWIKI |
| − | * [ | + | * Gnigl Wiki, war bei einer Überprüfung am 19. November 2022 nicht mehr abrufbar |
| + | * [[Digitaler Stadtplan von Salzburg]] | ||
| + | * [https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Schloss_R%C3%B6cklbrunn austria-forum.org], Schloss Röcklbrunn | ||
| + | * [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=4&lat=47.81115&lon=13.06451&layers=0&marker=1 maps.stadt-salzburg.at] | ||
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Aktuelle Version vom 28. August 2024, 18:31 Uhr
Das Schloss Röcklbrunn ist ein nicht mehr bestehender Adelssitz in Schallmoos Ost im Salzburger Stadtteil Schallmoos.
Geschichte
Das Gut Röcklbrunn (Reckenprunnergut, benannt nach dem Bächlein "Reckenprun") wird bereits um 1150 erwähnt. Dieses Gut wurde 1636 von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron erworben. 1644 ein Schlösschen mit Park als Sommerresidenz und Familiensitz für seinen Bruder errichtet. Nur wenige Jahre später (1648) wurde das Schloss dem Domkapitel als Sommersitz des Dompropstes übergeben. In dieser Zeit wurde es nach dem Geschmack des Barocks umgestaltet. 1698 wurde ein Maierhaus gebaut und 1791 ein eigenes Gärtnerhaus.
Die hohen Reparaturkosten veranlassten den Dompropst und das Domkapitel, das Schlösschen am 18. Oktober 1803 versteigern zu lassen. Es wurde vom Kaufmann Johann Baptist Rauchenbichler (* 1765; † 1829) ersteigert. Dieser ließ hier eine Branntweinbrennerei und Likörfabrik errichten.
Nach der Bombardierung im Jahr 1944 durch Fliegerbomben wurde es später ganz abgerissen. Auf dem Areal des früheren Parkes wurde in den 1960er Jahren eine gesichtslose Wohnsiedlung errichtet.
Lage
Es befand sich unweit von der heutigen Linzer Bundesstraße westlich des Bahnhofs Gnigl und südwestlich des Robinighofs, vis-à-vis des Gasthauses "zu den sieben Schwaben". Die alte Adresse war "Linzer Hauptstraße 87",[1] heute Röcklbrunnstraße 6. Der aktuelle digitale Stadtplan von Salzburg bezeichnet das Gebiet des ehemaligen Standortes dieses Schlössls heute als Schallmoos-Ost und nicht wie in einigen Internet-Quellen in Gnigl.
Weitere bekannte Besitzer
Maria Josefa Pankratz (* 21. Oktober 1783; † 16. März 1862 in der Stadt Salzburg); verheiratet seit 1805 mit Josef Schaupp († 7. Februar 1823 in Gnigl), hochfürstlichem Rat, Landrichter in Gastein;
Feldmarschall-Leutnant Anton Ritter von Schmerling (* 23. August 1805 in Wien; † 23. Mai 1893 ebenda)[2]
Quellen
- SALZBURGWIKI
- Gnigl Wiki, war bei einer Überprüfung am 19. November 2022 nicht mehr abrufbar
- Digitaler Stadtplan von Salzburg
- austria-forum.org, Schloss Röcklbrunn
- maps.stadt-salzburg.at
Einzelnachweise
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. September 1902, Seite 7
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 19. Oktober 1863, Seite 3