Messezentrum Salzburg GmbH: Unterschied zwischen den Versionen

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[[1973]] gründeten die [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] und die [[Wirtschaftskammer Salzburg]] die „''Salzburger Ausstellungs Zentrum Ges.m.b.H.''“.  
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Am [[10. Jänner]] [[1973]] gründeten die [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] und die [[Handelskammer Salzburg]] die "[[Salzburger Ausstellungs Zentrum Ges.m.b.H.]]". Alle drei Körperschaften beteiligten sich mit je fünf Millionen [[Schilling]] (~ 363.000 Euro). Der erste Geschäftsführer war Gerhard Groß.<ref>{{Quelle Chronik Stadt Salzburg 1970–1979}}</ref>
  
Es wurden die ersten drei Messehallen im [[Salzburger Stadtteil]] [[Liefering]] unmittelbar an der [[Westautobahn]] mit einem eigenen [[Autobahnanschlussstelle Messe Salzburg|Autobahnanschluss]] errichtet. Bis 1984 entstanden zehn Hallen wurden bei laufendem Messebetrieb.  
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Es wurden die ersten drei Messehallen im [[Salzburger Stadtteil]] [[Liefering]] unmittelbar an der [[A&nbsp;1 West Autobahn]] mit einem eigenen [[Autobahnanschlussstelle Messe Salzburg|Autobahnanschluss]] errichtet. Bis 1984 entstanden zehn Hallen wurden bei laufendem Messebetrieb.  
  
[[2000]] erfolgte die Umbenennung der „''Salzburger Ausstellungs Zentrum Ges.m.b.H.''“ in „''Messezentrum Salzburg GmbH''“.   
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[[2000]] erfolgte die Umbenennung der "Salzburger Ausstellungs Zentrum Ges.m.b.H." in "Messezentrum Salzburg GmbH".   
  
[[2003]] wurde die [[SalzburgArena]] eröffnet. 2006 gab es weitere fünf Hallen.
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[[2003]] wurde die [[Salzburgarena]] eröffnet. 2006 gab es weitere fünf Hallen.
  
 
[[2011]] wurden die Hallen 10 bis 15. abgebrochen und in 6,5 Monaten mit einem Bauvolumen von 34 Millionen Euro die neue mehr als 15&nbsp;000 m² große Multifunktionshalle errichtet.  
 
[[2011]] wurden die Hallen 10 bis 15. abgebrochen und in 6,5 Monaten mit einem Bauvolumen von 34 Millionen Euro die neue mehr als 15&nbsp;000 m² große Multifunktionshalle errichtet.  
  
Am [[21. August]] [[2012]] gin der neue Kongress- und Tagungsbereich in der Halle 10 mit rund 2&nbsp;000 m² in Betrieb. Seither können auch Großkongresse und Kongresse mit begleitender Ausstellung mit bis zu 5&nbsp;000 Teilnehmern in Salzburg abgewickelt werden.
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Am [[21. August]] [[2012]] ging der neue Kongress- und Tagungsbereich in der Halle 10 mit rund 2&nbsp;000 m² in Betrieb. Seither können auch Großkongresse und Kongresse mit begleitender Ausstellung mit bis zu 5&nbsp;000 Teilnehmern in Salzburg abgewickelt werden.
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Mit Ende [[2019]] betrugen die Bankverbindlichkeiten der Gesellschaft 49,7 Millionen Euro. Die Schulden rühren aus Investitionen, insbesondere der Errichtung der Salzburgarena sowie dem Neubau einiger Hallen im Jahr 2011. Zwischen [[2006]] und [[2008]] wurden die Schulden in Schweizer-Franken-Kredite umgewandelt. Der Kurs der Schweizer Franken stieg in der Folge und der Schuldenstand explodierte. 2016 stieg das Land Salzburg aus dieser Finanzierung aus und konvertierte die Schweizer Franken in Euro. Dabei entstand ein Verlust von 26 Millionen Euro. Der Schuldenstand blieb dann 49,7 Millionen Euro. Seit [[2013]] gibt es einen Plan, die Messe zu entschulden. Im Dezember [[2019]] wurde eine Finanzspritze von zehn Millionen Euro vom Land bekannt, die Stadt soll noch fünf Millionen 2019 und weitere fünf Millionen 2021 zuschießen. Die Zinsbelastung beträgt jährlich 75.000 Euro (Stand 2019).
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Bereits in den vergangenen Jahren wurde ein hoher Zuschuss gewährt. Die Sanierung der Halle 1 kostete Stadt und Land zuletzt 12,5 Millionen Euro. Nun steht die Sanierung des Parkhauses an, die seit [[1988]] in Betrieb ist. Die Kosten dafür sind mit 4,2 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert werden soll die Sanierung laut Amtsbericht mit Eigenmittel der Messe unter Zuschuss von einer Million Euro der Wirtschaftskammer.
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Im Mai [[2024]] unterzeichnete die Messezentrum Salzburg GmbH den Vertrag zur Übernahme des bisherigen Messebetreibers [[RX Salzburg GmbH]].<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salzburger-messezentrum-uebernimmt-messebetreiber-rx-158392528 14. Mai 2024</ref>
  
 
== Geschäftsführer ==
 
== Geschäftsführer ==
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* Von ? bis August 2015: Der damalige Geschäftsführer wurde fristlos entlassen. Die Vorwürfe wurden nie im Detail bekannt. Es soll sich um Malversationen bei Kreditkartenabrechnungen gehandelt haben. Der Manager zog damals vor das Arbeitsgericht und wollte 120.000 Euro einklagen. Kurz vor dem ersten Prozesstag gab es einen außergerichtlichen Vergleich. Die Messegesellschaft musste die Vorwürfe gegen den Mann zurückziehen und die Entlassung aufheben.
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* Von [[1. September]] [[2015]] bis März 2019: Mit [[20. März]] [[2019]] wurde der Vertrag mit dem Geschäftsführer einvernehmlich aufgelöst. Sein Vertrag lief ursprünglich noch bis 2020. Zunächst stand bereits die fristlose Entlassung des Managers im Raum. Aufsichtsratsvorsitzender [[Harald Preuner]] hatte am 15. März 2019 "von der Belegschaft von gewissen Vorwürfen" erfahren. Welche das seien, "kann und darf ich im Detail nicht sagen", so Preuner. Die Gesellschafter der Messe hatten eine rechtliche Prüfung veranlasst und waren zum Schluss gekommen, sich vom Geschäftsführer zu trennen. Der Mann verzichte dabei auch auf alle weiteren Ansprüche wie eine Abfertigung.
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* Ab Herbst 2019: [[Alexander Kribus]]<ref>"[[Salzburger Nachrichten]]" vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/44-jaehriger-salzburger-uebernimmt-das-ruder-im-messezentrum-73198216 9. Juli 2019]</ref>
  
 
== Datenstand 2019  ==
 
== Datenstand 2019  ==
Stadt und Land halten je 39,3 Prozent an der Messezentrum Salzburg GmbH. Die Wirtschaftskammer ist mit 21,4 Prozent beteiligt. Der Umsatz kletterte 2017 erstmals auf über elf Millionen Euro. In die Sanierung der Halle 1 steckten Stadt und Land Salzburg gemeinsam 12,5 Mill. Euro. Laut Beteiligungsbericht lag der Bilanzverlust 2017 bei 27,3 Mill. Euro. Durch den Bau der SalzburgArena (2003) stieg der Schuldenstand an. Ein Schweizer Frankenkredit ließ diesen 2015 explodieren. 2016 stieg das Land aus diesem Kredit aus - mit einem Verlust von 26,2 Mill. Euro,
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Stadt und Land halten je 39,3 Prozent an der Messezentrum Salzburg GmbH. Die Wirtschaftskammer ist mit 21,4 Prozent beteiligt. Der Umsatz kletterte 2017 erstmals auf über elf Millionen Euro. In die Sanierung der Halle 1 steckten Stadt und Land Salzburg gemeinsam 12,5 Mill. Euro. Laut Beteiligungsbericht lag der Bilanzverlust 2017 bei 27,3 Mill. Euro. Durch den Bau der Salzburgarena (2003) stieg der Schuldenstand an. Ein Schweizer Frankenkredit ließ diesen 2015 explodieren. 2016 stieg das Land aus diesem Kredit aus - mit einem Verlust von 26,2 Mill. Euro.
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== Datenstand 2024  ==
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Der Schuldenstand betrug Anfang März [[2024]] rund 33 Millionen Euro. Die Messezentrum Salzburg GmbH beschäftigte 40 Mitarbeiter.
  
 
== Anschrift ==
 
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:''5020 Salzburg
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== Quellen ==
== Quelle ==
 
 
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* {{Quelle SN|20. März 2019, Geschäftsführung und Datenstand}}
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* {{Quelle SN|7. Dezember 2019, Finanzstand}}
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* [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/gast-hohe-jagd-autozum-messe-salzburger-rx-geschaeft-154707952 www.sn.at], 8. März 2024
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Aktuelle Version vom 28. Dezember 2025, 21:44 Uhr

Die Messezentrum Salzburg GmbH ist die Betreibergesellschaft des Messezentrums Salzburg.

Geschichte

Am 10. Jänner 1973 gründeten die Stadt Salzburg, das Land Salzburg und die Handelskammer Salzburg die "Salzburger Ausstellungs Zentrum Ges.m.b.H.". Alle drei Körperschaften beteiligten sich mit je fünf Millionen Schilling (~ 363.000 Euro). Der erste Geschäftsführer war Gerhard Groß.[1]

Es wurden die ersten drei Messehallen im Salzburger Stadtteil Liefering unmittelbar an der A 1 West Autobahn mit einem eigenen Autobahnanschluss errichtet. Bis 1984 entstanden zehn Hallen wurden bei laufendem Messebetrieb.

2000 erfolgte die Umbenennung der "Salzburger Ausstellungs Zentrum Ges.m.b.H." in "Messezentrum Salzburg GmbH".

2003 wurde die Salzburgarena eröffnet. 2006 gab es weitere fünf Hallen.

2011 wurden die Hallen 10 bis 15. abgebrochen und in 6,5 Monaten mit einem Bauvolumen von 34 Millionen Euro die neue mehr als 15 000 m² große Multifunktionshalle errichtet.

Am 21. August 2012 ging der neue Kongress- und Tagungsbereich in der Halle 10 mit rund 2 000 m² in Betrieb. Seither können auch Großkongresse und Kongresse mit begleitender Ausstellung mit bis zu 5 000 Teilnehmern in Salzburg abgewickelt werden.

Mit Ende 2019 betrugen die Bankverbindlichkeiten der Gesellschaft 49,7 Millionen Euro. Die Schulden rühren aus Investitionen, insbesondere der Errichtung der Salzburgarena sowie dem Neubau einiger Hallen im Jahr 2011. Zwischen 2006 und 2008 wurden die Schulden in Schweizer-Franken-Kredite umgewandelt. Der Kurs der Schweizer Franken stieg in der Folge und der Schuldenstand explodierte. 2016 stieg das Land Salzburg aus dieser Finanzierung aus und konvertierte die Schweizer Franken in Euro. Dabei entstand ein Verlust von 26 Millionen Euro. Der Schuldenstand blieb dann 49,7 Millionen Euro. Seit 2013 gibt es einen Plan, die Messe zu entschulden. Im Dezember 2019 wurde eine Finanzspritze von zehn Millionen Euro vom Land bekannt, die Stadt soll noch fünf Millionen 2019 und weitere fünf Millionen 2021 zuschießen. Die Zinsbelastung beträgt jährlich 75.000 Euro (Stand 2019).

Bereits in den vergangenen Jahren wurde ein hoher Zuschuss gewährt. Die Sanierung der Halle 1 kostete Stadt und Land zuletzt 12,5 Millionen Euro. Nun steht die Sanierung des Parkhauses an, die seit 1988 in Betrieb ist. Die Kosten dafür sind mit 4,2 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert werden soll die Sanierung laut Amtsbericht mit Eigenmittel der Messe unter Zuschuss von einer Million Euro der Wirtschaftskammer.

Im Mai 2024 unterzeichnete die Messezentrum Salzburg GmbH den Vertrag zur Übernahme des bisherigen Messebetreibers RX Salzburg GmbH.[2]

Geschäftsführer

  • Von ? bis August 2015: Der damalige Geschäftsführer wurde fristlos entlassen. Die Vorwürfe wurden nie im Detail bekannt. Es soll sich um Malversationen bei Kreditkartenabrechnungen gehandelt haben. Der Manager zog damals vor das Arbeitsgericht und wollte 120.000 Euro einklagen. Kurz vor dem ersten Prozesstag gab es einen außergerichtlichen Vergleich. Die Messegesellschaft musste die Vorwürfe gegen den Mann zurückziehen und die Entlassung aufheben.
  • Von 1. September 2015 bis März 2019: Mit 20. März 2019 wurde der Vertrag mit dem Geschäftsführer einvernehmlich aufgelöst. Sein Vertrag lief ursprünglich noch bis 2020. Zunächst stand bereits die fristlose Entlassung des Managers im Raum. Aufsichtsratsvorsitzender Harald Preuner hatte am 15. März 2019 "von der Belegschaft von gewissen Vorwürfen" erfahren. Welche das seien, "kann und darf ich im Detail nicht sagen", so Preuner. Die Gesellschafter der Messe hatten eine rechtliche Prüfung veranlasst und waren zum Schluss gekommen, sich vom Geschäftsführer zu trennen. Der Mann verzichte dabei auch auf alle weiteren Ansprüche wie eine Abfertigung.
  • Ab Herbst 2019: Alexander Kribus[3]

Datenstand 2019

Stadt und Land halten je 39,3 Prozent an der Messezentrum Salzburg GmbH. Die Wirtschaftskammer ist mit 21,4 Prozent beteiligt. Der Umsatz kletterte 2017 erstmals auf über elf Millionen Euro. In die Sanierung der Halle 1 steckten Stadt und Land Salzburg gemeinsam 12,5 Mill. Euro. Laut Beteiligungsbericht lag der Bilanzverlust 2017 bei 27,3 Mill. Euro. Durch den Bau der Salzburgarena (2003) stieg der Schuldenstand an. Ein Schweizer Frankenkredit ließ diesen 2015 explodieren. 2016 stieg das Land aus diesem Kredit aus - mit einem Verlust von 26,2 Mill. Euro.

Datenstand 2024

Der Schuldenstand betrug Anfang März 2024 rund 33 Millionen Euro. Die Messezentrum Salzburg GmbH beschäftigte 40 Mitarbeiter.

Anschrift

Messezentrum Salzburg GmbH
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Telefon: (06 62) 24 04-0
Telefax: (06 62) 24 04-20
E-Mail: office@messezentrum-salzburg.at

Quellen

Einzelverweise

Zeitfolge
Vorgänger

Salzburger Ausstellungs Zentrum Ges.m.b.H.

Betreibergesellschaften des Messezentrum Salzburg
seit 2000
Nachfolger