Historische Skisprunganlagen: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 4. Februar 2019, 20:47 Uhr
Im Bundesland Salzburg existierten im 20. Jahrhundert mehrere historische Skisprunganlagen, die es in der Zwischenzeit nicht mehr gibt.
Allgemeines
Die unten aufgelisteten historischen Skisprunganlagen sind wohl nur ein Teil jener Schanzen, auf denen im Bundesland Salzburg einst das Skispringen geübt wurde und teils auch regionale, nationale und internationale Bewerbe ausgetragen wurden. Es waren größtenteils Naturschanzen. Sie wurden zwischenzeitlich abgetragen und sind aus dem Gedächtnis der meisten Menschen verschwunden. Auf ihnen wurde jedoch zumindest nationale Skisprunggeschichte geschrieben.
Eine Liste aktuell noch genutzter Schanzen findest du im Artikel Skisprunganlagen im Land Salzburg.
Ehemaligen Skisprunganlagen
Gaisberg
Zwei Naturschanzen am Gaisberg, die Gersbergschanze (Zistelalm) und die Mittereggschanze (Mitteregg). Auf den Schanzen am Gaisberg sprang neben Buwi Bradl und Paul Ausserleitner unter anderen auch Hans Hauser.
Gasteinertal
- Bad Hofgastein: Bilgeri-Schanze
- Bad Gastein: Palfnerschanze in Hinterschneeberg, Tauernschanze in Böckstein, Jugendschanze, Zottlau-Sprungschanze
- Dorfgastein:Bärentalschanze
Gnigl
Die Gnigler Skisprungschanze wurde in den 1920er-Jahren erbaut.
Mühlbach am Hochkönig
Drei Naturschanzen im Riedingtal bei Mühlbach am Hochkönig im Pongau, Nordisches Trainingszentrum Riedingtal: hier standen einst eine 50-m-Schanze, eine 70-m-Schanze und eine 90-m-Schanze. Hier hat Josef Buwi Bradl Bewerbe als Teilnehmer bestritten und er betätigte sich hier auch als Trainer.
Rauris
- Neben der heutigen Talstation der Kreuzboden Bahn.[1]
Saalfelden am Steinernen Meer
- Am Kuhbühel[1]
Zell am See
Die Köhlergrabenschanze, eine Naturschanze im Köhlergraben im Bereich des Schmittentales in Zell am See im Pinzgau. Weiters gab es die Baderfeld-, Wimm- und Todesschanze.
Schanze in der Rackenroith, Wolfgangsee
Schon 1922 wurde der erste Skisprung-Wettbewerb auf der neu erbauten Schanze in der Rackenroith abgehalten, welches Sprünge bis 30 m erlaubte. Franz Ramsauer sprang zur Begeisterung aller 37 m auf seiner Heimschanze und schrieb damit Skisportgeschichte. Er galt schon damals als ein Weltklassesportler der Zukunft. Mit seinen Doppelsprüngen (siehe Bild) wurde er gefeiert. Auf Grund seines Talentes und seiner konditionellen Stärke hatte er große Erfolge auch im Ausland und wurde "Dreifacher Österreichmeister im Skisprung".
Schanzenrekorde
1936 stellte Josef Bradl beim Eröffnungsspringen auf der Köhlergrabenschanze in Zell am See mit 81,5 m den Schanzenrekord auf.
Am 20. März 1949 gewann Paul Ausserleitner vor 10 000 Zuschauern das Zistelspringen am Gaisberg mit dem damaligen Schanzenrekord von 55 Metern.
Quellen
- Diverse Salzburgwiki-Artikel
- Joachim Glaser: Als man auf der Zistel vom Tourneefinale träumte, Sport am Montag, 24. März 2014, S.11