Gedenkbrunnen Kaigasse: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 25. Juli 2018, 14:13 Uhr
Der Gedenkbrunnen Kaigasse ist einer der Trinkwasserbrunnen in der Stadt Salzburg.
Lage
Er befindet sich in der Salzburger Altstadt am Anfang der Kaigasse, an der Ostseite der Neuen Residenz stehend.
Name
Der Grund seiner Stiftung, wie auch sein Schöpfer sind unbekannt. Im Laufe der Jahre erhielt der Brunnen auf Grund der angebrachten Inschrift den Namen: Gedenkbrunnen. Die lateinische Inschrift lautet: "Memorabili anno MDCCCVI" oder "Im Gedenken an das Jahr 1806"
Geschichte
1806 endete das Salzburger Kurfürstentum und Salzburg kam zum ersten Mal kurzzeitig zu Österreich. Der Jubiläumsbrunnen wurde im Jahr 1806 in der Pfeifergasse, am heutigen Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz, errichtet und von dort im Jahr 1873 in die Kaigasse verlegt [1].
Kunsthistorische Beschreibung
Auf einem quadratischen, in drei Stufen aufsteigenden steinernen Podest steht mittig senkrecht aufragend, der Brunnen, aufgebaut aus vier Ebenen:
Unten, ein rechteckiger Sockel mit einer halbrunden Brunnenschale; darüber ein konisch geknickter Aufsatz, gestuft und leicht breiter werdend, mit dem Halbrelief eines Mannes, einen Vollbart und Lorbeerkranz tragend und das Wasser aus seinem Munde speiend; darüber ein rechteckiger Aufsatz mit dem Wappen der Stadt Salzburg in der Mitte, seitlich flankiert von zwei Delphinen; ganz oben, eine Vase mit Deckel und umlaufenden Mäandermuster.
In seiner schlichteren, gradlinigen Formgebung markiert dieser Brunnen leicht erkennbar auch kunsthistorisch die eintretende Zeitenwende und weist sich dem Stil des Empire zugehörig aus.
Bildergalerie
Gedenkbrunnen, Wappen der Stadt Salzburg
- Gedenkbrunnen Kaigasse 03.jpg
Gedenkbrunnen, Inschrift
Quellen
- mein.Salzburg.com User Roman
- Eltz-Hoffmann, Lieselotte: Salzburger Brunnen, Schriftenreihe des Stadtvereins Salzburg, 1979, Seite 135
- Mag. Thomas Schmiedbauer, Kunsthistorische Beschreibung
- pdf eine kunsthistorische Beschreibung von Hans Tietze in Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg, 1914