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Version vom 31. März 2008, 11:32 Uhr
Der Mönchsbergaufzug ist ein Innenlift von der Stadtbus Haltestelle Mönchsbergaufzug auf den Mönchsberg in der Altstadt von Salzburg. Seine Bergstation ist im Museum der Moderne.
Geschichte
Um den herrlichen Blick vom Mönchsbergplateau auf die Stadt, die Festung Hohensalzburg und die Umgebung zu erleichtern, wurde 1890 von der Gstättengasse aus ein Panoramaaufzug errichtet.
Der Salzburger Mönchsberglift erwies sich als außerordentlich beliebtes Verkehrsmittel. Allein von der Eröffnung am 9. August bis zum Jahresende 1890 wurden nicht weniger als 70.000 Personen befördert.
Im Zuge des Umbaues des Terassenrestaurants bei der Bergstation zum Grand Café Winkler wurde der Lift 1947 ins Innere des Berges verlegt. Nun standen drei Liftkabinen für je acht Fahrgäste bereit. Am 27. Juli geht der neue Mönchsbergaufzug dann offiziell in Betrieb.
Die Bedeutung des Liftes nahm 1977 massiv zu, als im Café Winkler das Spielcasino untergebracht wurde.
1987 wurde der Lift neuerlich modernisiert, nach der Absiedelung des Spielcasinos 1993 und der Schließung des Café Winklers im Winter 2001 fielen die Beförderungszahlen auf 300.000 Fahrgäste pro Jahr.
Mit der Eröffnung des Museums der Moderne hat der Lift wieder an Bedeutung gewonnen.
Technik
Die Höhendifferenz von 60 Metern überwand ein von Siemens & Halske errichteter Aufzug, dessen mechanische Komponenten von Wiener Metallbaufirmen zugeliefert wurden. Ein schlankes Metallgerüst mit Gleitbahnen, außen an der Wand montiert, trug zwei Kabinen welche durch sechs Drahtseile über Seilscheiben miteinander verbunden waren. Beide Kabinen fassten 12 Personen (acht Sitz- und vier Stehplätze) und fuhren gegenläufig mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m in der Sekunde. Der Antrieb der Seilscheiben war im Maschinenraum im oberen Teil des Turmes untergebracht. Ein 15 PS-Gleichstrommotor trieb mittels Übersetzung durch Riemen, Schnecken- und Zahnräder das System an. Der Aufzug verfügte über eine 30-fache Sicherheit und kräftige Fangvorrichtungen. Hinter der unteren Station war in einer künstlichen Felskammer ein Batterieraum mit 126 Akkumulatoren, die tagsüber - wenn in der Stadt kein Lichtstrom verbraucht wurde – über eine Kabelverbindung vom städtischen Elektrizitätswerk am Makartplatz aufgeladen werden und ihrerseits dann die elektrische Energie für die Aufzüge lieferten.
Erreichbarkeit
Die Talstation des Mönchsbergliftes wird von den Stadtbussen 1 4 7 8 20 22 24 und 27 angefahren.
Betriebszeiten
- täglich außer Mittwoch
- 08:00 bis 19:00 Uhr
- Mittwoch
- 08:00 bis 22:00 Uhr
- Juli, August
- 08:00 bis 01:00 Uhr
Bei Restaurantbetrieb und Bedarf Verlängerung der Betriebszeiten.
Fahrpreis
Am günstigsten ist die einfache Berg- oder Talfahrt um € 1,80 (Kinder € 0,90) oder die Familienkarte um € 3,60. Es gibt aber auch die Kombinationsmöglichkeit Berg- und Talfahrt inklusive Eintritt in das Museum der Moderne um € 9,70 (Erwachsene). Stand Jänner 2008.
Technische Daten
- Fassungsvermögen je Lift: 17 Personen
- Fahrtstrecke: 60 m
- Fahrtdauer: 30 sec
- Gesamtbeförderungskapazität: 1260 Personen je Stunde und Richtung
- ca 1,3 Mio Fahrgäste/Jahr
Quelle
- Stadtbus Salzburg
- Salzburger Nachrichten
- Illustrierte Erinnerungsdaten 1890, Siemens-Museum, München (1990)