Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Dieser Artikel|informiert über die evangelische Christuskirche in der Stadt Salzburg. Über die gleichnamige Christuskirche in [[Bischofshofen]] informiert der Artikel [[Evangelische Christuskirche Bischofshofen]].}}
Die '''evangelische Christuskirche''' befindet sich in der [[Neustadt]] der [[Stadt Salzburg]] zwischen der [[Schwarzstraße]] und dem [[Elisabethkai]].
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Die '''Christuskirche''' ist eine Kirche der [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Evangelischen Kirchengemeinschaft]] und befindet sich in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]] zwischen der [[Schwarzstraße]] und dem [[Elisabethkai]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.


==Geschichte==
== Geschichte ==
Sie wurde [[1863]] bis [[1867]] von [[Jacob Götz]] errichtet, dem gleichen Architekten, der (dort gemeinsam mit [[Otto Laschensky]]) die katholische Kirche von [[Leopoldskron-Moos]] gestaltete. Diese zwei Kirchen verschiedener Konfession ähneln sich folgerichtig sehr. 370 Gefangene des österreichisch-preußischen Krieges mussten beim Kirchenbau mitarbeiten. [[1867]] konnte die erste evangelische Kirche im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] feierlich eingeweiht werden.  
Sie wurde [[1863]] bis [[1867]] von [[Jakob Götz]] errichtet, dem gleichen Architekten, der (dort gemeinsam mit [[Otto Laschensky]]) die katholische [[Pfarrkirche Maria Hilf]] von [[Leopoldskroner Moos|Leopoldskron-Moos]] gestaltete. Die Grundsteinlegung erfolgte am [[4. August]] 1863.<ref>Quelle [[Salzburger Chronik]], Ausgabe 4. August 1875, Rubrik "Salzburger Chronik Kalender", Seite 1</ref>
 
Diese zwei Kirchen verschiedener Konfession ähneln sich folgerichtig sehr. 370 in Salzburg stationierte Gefangene des österreichisch-preußischen Krieges waren als Protestanten  bereit beim Kirchenbau mitzuarbeiten. [[1867]] konnte die erste evangelische Kirche im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] feierlich eingeweiht werden.  
 
[[Datei:Christuskirche, Ansicht von der Schwarzstraße aus.JPG|thumb|Christuskirche, Ansicht von der Schwarzstraße aus.]]


Der Kirchenbau am Elisabethkai ist ein historisierender Backsteinbau mit vorgesetztem Fassadenturm über dem Haupteingang und mit Rundbogenfenstern sowie einem Eingangsportal im Stil der [[Romanik]]. Das Langhaus besitzt einen offenen geschwungen-hölzernen Dachstuhl mit schmuckvollen Kassettenelementen und darunter einer an drei Kirchenseiten umlaufenden hölzernen Empore.  
Der Kirchenbau am Elisabethkai ist ein historisierender Backsteinbau mit vorgesetztem Fassadenturm über dem Haupteingang und mit Rundbogenfenstern sowie einem Eingangsportal im Stil der [[Romanik]]. Das Langhaus besitzt einen offenen geschwungen-hölzernen Dachstuhl mit schmuckvollen Kassettenelementen und darunter einer an drei Kirchenseiten umlaufenden hölzernen Empore.  
Zu den Glocken "Glaube", "Liebe" und "Hoffnung" gesellt sich nach [[1945]] eine "Flüchtlingsglocke".
[[Datei:Stadtansicht von Kulstrunk 1916 Altstadt linksufrig rechtsufrig.jpg|thumb|[[Stadtansicht von Kulstrunk]],  rechts im Bild am [[Salzach]]ufer, die Christuskirche.]]


Am [[2. März]] [[1952]] wurden anlässlich eines gemeinsamen amerikanisch-österreichischen Gottesdienstes die vom amerikanischen Oberst Robert Lutz – im Gedenken an seine in Salzburg verstorbene Gattin – gestifteten und von Professor [[Albert Birkle]] geschaffenen neuen Glasfenster enthüllt.
Am [[2. März]] [[1952]] wurden anlässlich eines gemeinsamen amerikanisch-österreichischen Gottesdienstes die vom amerikanischen Oberst Robert Lutz – im Gedenken an seine in Salzburg verstorbene Gattin – gestifteten und von Professor [[Albert Birkle]] geschaffenen neuen Glasfenster enthüllt.


Zu den Glocken "Glaube", "Liebe" und "Hoffnung" gesellt sich nach [[1945]] eine "Flüchtlingsglocke".
Am [[26. Juni]] [[1988]] feierte Papst Johannes Paul II. während seines [[Papstbesuch|Besuches]] in Salzburg mit dem damaligen Bischof der österreichischen Evangelischen Kirche A. B. Dieter Knall in der Christuskirche einen ökumenischen Gottesdienst.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/papst-johannes-paul-ii-vor-25-jahren-in-salzburg-4793626 SN online, 17. Juni 2013: ''Papst Johannes Paul II. vor 25 Jahren in Salzburg''.]</ref>
 
Im Herbst [[2025]] wurde eine neue mechanische Kegelladenorgel mit 1&nbsp;400 Pfeifen aus Holz und Metall errichtet, die längste Pfeife misst 4,80 Meter. Anfang September hatten Manuel Keller und Philipp Friedrich von der deutschen Orgelbaufirma Lenter  i Großsachsenheim in Baden-[[Württemberg]] mit dem technischen Aufbau begonnen. Fast ein Jahr lang wurde das Instrument in Ludwigshafen gefertigt. Das Gehäuse der ursprünglichen G. F. Steinmeyer-Orgel aus dem Jahr [[1867]] ist [[Denkmalgeschützte Objekte in der Salzburger Altstadt|denkmalgeschützt]] und bleibt erhalten. Nun bekommt die Christuskirche jene romantische Orgel, die 1867 geplant, aber nicht leistbar war. Damals wurde die Steinmeyer-Orgel aus Geldnot mit 15 statt mit 21 Registern gebaut. Rund 500 originale Pfeifen werden in der neuen Orgel mit 26 Registern wieder verwendet.
 
Am [[7. Dezember|zweiten Wochenende]] im [[Advent]] wird die Orgel feierlich gesegnet, zugleich wird Pfarrerin Margit Geley offiziell in ihr Amt eingeführt. Sie hatte nach dem unerwarteten Tod des langjährigen Pfarrers Tilmann Knopf im Februar [[2024]] die Aufgabe der amtsführenden Pfarrerin übernommen. Mitte September fehlten noch 50.000 der 600.000 Euro für die neue Orgel, die mit Benefizkonzerten erwirtschaftet werden sollten. Zwei Drittel finanziert die öffentliche Hand.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/gleich-salzburger-kirchen-orgel-184348768 www.sn.at], 13. September 2025: Gleich drei Salzburger Kirchen bekommen eine neue Orgel</ref>
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==Bilder==
==Bildergalerie==
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Bild:Evangelische Christuskirche 22.07.2007.JPG|Evangelische Christuskirche
Datei:DSC08813.JPG|Skulptur beim Eingang zur Christuskirche
Bild:Christuskirche 1.jpg
Bild:Christuskirche 1.jpg
Bild:Christuskirche tafel trakl.jpg
Bild:Christuskirche tafel reccagni.jpg
Datei:Mülln. Maria Plain 016.jpg|Christuskirche, Ansicht vom Mönchsberg aus
Datei:Salzburg Pano v. Mülln 4.5.08.jpg|Panoramabild vom Mönchsberg; die Lage der Christuskirche fast im Mittelpunkt
Datei:Christuskirche in Salzburg A.jpg| Christuskirche, Turmansicht von der Salzachseite  
Datei:Christuskirche in Salzburg A.jpg| Christuskirche, Turmansicht von der Salzachseite  
Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg Altstadt Herbst 2004.jpg|Die Evangelische Christuskirche hier im Herbst von der Seite des [[Elisabethkai]]s gesehen.
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=== weitere Bilder ===
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== Quellen ==
* [[SALZBURGWIKI]]-Beiträge
{{Homepage|https://christuskirche.at/}}
* stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/...<!--- altstadt_und_tourismus/kirchen_kloester_fri_440978/historische_kirchen/evangelische_christuskirche_223991.htm -->, Link war bei einer Überprüfung am 13. September 2025 nicht mehr abrufbar


==Weblink==
== Einzelnachweise ==
* [http://christuskirche-blog.blogspot.com/ Inoffizielles Blog der Christuskirche Salzburg]
<references/>
{{Homepage|http://www.christuskirche.at}}


==Quelle==
{{SORTIERUNG: Christuskirche Stadt Salzburg}}
* Artikel [[Neustadt]]
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]


[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Neustadt]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Salzburg]]
[[Kategorie:Evangelische Kirche]]
[[Kategorie:Evangelische Kirche]]
[[Kategorie:Evangelische Kirche (Bauwerk)]]

Aktuelle Version vom 25. Juli 2026, 20:14 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel informiert über die evangelische Christuskirche in der Stadt Salzburg. Über die gleichnamige Christuskirche in Bischofshofen informiert der Artikel Evangelische Christuskirche Bischofshofen.
Neubau der evangelischen Kirche in Salzburg im Jahr 1867.
Karte

Die Christuskirche ist eine Kirche der Evangelischen Kirchengemeinschaft und befindet sich in der rechtsufrigen Altstadt der Stadt Salzburg zwischen der Schwarzstraße und dem Elisabethkai. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.

Geschichte

Sie wurde 1863 bis 1867 von Jakob Götz errichtet, dem gleichen Architekten, der (dort gemeinsam mit Otto Laschensky) die katholische Pfarrkirche Maria Hilf von Leopoldskron-Moos gestaltete. Die Grundsteinlegung erfolgte am 4. August 1863.[1]

Diese zwei Kirchen verschiedener Konfession ähneln sich folgerichtig sehr. 370 in Salzburg stationierte Gefangene des österreichisch-preußischen Krieges waren als Protestanten bereit beim Kirchenbau mitzuarbeiten. 1867 konnte die erste evangelische Kirche im Bundesland Salzburg feierlich eingeweiht werden.

Christuskirche, Ansicht von der Schwarzstraße aus.

Der Kirchenbau am Elisabethkai ist ein historisierender Backsteinbau mit vorgesetztem Fassadenturm über dem Haupteingang und mit Rundbogenfenstern sowie einem Eingangsportal im Stil der Romanik. Das Langhaus besitzt einen offenen geschwungen-hölzernen Dachstuhl mit schmuckvollen Kassettenelementen und darunter einer an drei Kirchenseiten umlaufenden hölzernen Empore.

Zu den Glocken "Glaube", "Liebe" und "Hoffnung" gesellt sich nach 1945 eine "Flüchtlingsglocke".

Stadtansicht von Kulstrunk, rechts im Bild am Salzachufer, die Christuskirche.

Am 2. März 1952 wurden anlässlich eines gemeinsamen amerikanisch-österreichischen Gottesdienstes die vom amerikanischen Oberst Robert Lutz – im Gedenken an seine in Salzburg verstorbene Gattin – gestifteten und von Professor Albert Birkle geschaffenen neuen Glasfenster enthüllt.

Am 26. Juni 1988 feierte Papst Johannes Paul II. während seines Besuches in Salzburg mit dem damaligen Bischof der österreichischen Evangelischen Kirche A. B. Dieter Knall in der Christuskirche einen ökumenischen Gottesdienst.[2]

Im Herbst 2025 wurde eine neue mechanische Kegelladenorgel mit 1 400 Pfeifen aus Holz und Metall errichtet, die längste Pfeife misst 4,80 Meter. Anfang September hatten Manuel Keller und Philipp Friedrich von der deutschen Orgelbaufirma Lenter i Großsachsenheim in Baden-Württemberg mit dem technischen Aufbau begonnen. Fast ein Jahr lang wurde das Instrument in Ludwigshafen gefertigt. Das Gehäuse der ursprünglichen G. F. Steinmeyer-Orgel aus dem Jahr 1867 ist denkmalgeschützt und bleibt erhalten. Nun bekommt die Christuskirche jene romantische Orgel, die 1867 geplant, aber nicht leistbar war. Damals wurde die Steinmeyer-Orgel aus Geldnot mit 15 statt mit 21 Registern gebaut. Rund 500 originale Pfeifen werden in der neuen Orgel mit 26 Registern wieder verwendet.

Am zweiten Wochenende im Advent wird die Orgel feierlich gesegnet, zugleich wird Pfarrerin Margit Geley offiziell in ihr Amt eingeführt. Sie hatte nach dem unerwarteten Tod des langjährigen Pfarrers Tilmann Knopf im Februar 2024 die Aufgabe der amtsführenden Pfarrerin übernommen. Mitte September fehlten noch 50.000 der 600.000 Euro für die neue Orgel, die mit Benefizkonzerten erwirtschaftet werden sollten. Zwei Drittel finanziert die öffentliche Hand.[3]

Bildergalerie

weitere Bilder

 Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

  • stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/..., Link war bei einer Überprüfung am 13. September 2025 nicht mehr abrufbar

Einzelnachweise

  1. ↑ Quelle Salzburger Chronik, Ausgabe 4. August 1875, Rubrik "Salzburger Chronik Kalender", Seite 1
  2. ↑ SN online, 17. Juni 2013: Papst Johannes Paul II. vor 25 Jahren in Salzburg.
  3. ↑ www.sn.at, 13. September 2025: Gleich drei Salzburger Kirchen bekommen eine neue Orgel