Monopis crocicapitella: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Monopis crocicapitella''' (''Tinea crocicapitella'' Clemens, 1860: 258) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (echte Motten).
'''Monopis crocicapitella''' (''Tinea crocicapitella'' Clemens, 1860: 258) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), , [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (echte Motten).


==Diagnose==
==Diagnose==
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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''M. crocicapitella'' ist erst in einem einzigen Exemplar aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bekannt. Das Tier wurde am 16.6.1965 von [[Friedrich Mairhuber|Fritz Mairhuber]] im [[Samer Mösl|Sam-Moos]] gefangen (Zone Ia nach Embacher et al. 2024) und steckte unerkannt in der Salzburger Landessammlung im [[Haus der Natur]]. Erst bei der systematischen Bearbeitung dieser Sammlung durch Kurz et al. (2010b) wurde die Identität des Tierchens erkannt. Der Fundort liegt in rund 435 m Höhe ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Über den Lebensraum der Art in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] ist nichts bekannt, ebensowenig über die Generationsfolge. Hannemann (1977) gibt sie aus Deutschland von August bis November an, wo sie im Freien und in Häusern vorkommen soll.
''M. crocicapitella'' wurde in einem einzigen Exemplar von Kurz et al. (2010a) aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] gemeldet. Das Tier wurde am [[16. Juni]] [[1965]] von [[Friedrich Mairhuber|Fritz Mairhuber]] im [[Samer Mösl|Sam-Moos]] gefangen (Zone Ia nach Embacher et al. 2024) und steckte unerkannt in der Salzburger Landessammlung im [[Haus der Natur]]. Selbst die Genitaluntersuchung ließ zunächst nicht erkennen, dass es sich dabei in Wirklichkeit um ein abgeflogenes Weibchen von ''M. burmanni'' handelt, sodass der Fund nach dem damaligen Kenntnisstand als ''M. crocicapitella'' aufgefasst wurde. Auf diese Weise fand die Art auch Eingang in die Listen von Embacher et al. (2011), Huemer (2013) und Embacher et al (2024). ''M. crocicapitella'' ist aber aus der Liste der Schmetterlinge Salzburgs zu streichen, obwohl ihr Vorkommen im Land durchaus möglich ist.


==Nachbarfaunen==
==Nachbarfaunen==
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==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==
''M. crocicapitella'' ist in Europa und somit auch in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] ein so genanntes [[Glossar Biologie#N|Neozoon]]. Die Art kam ursprünglich nur in Nordamerika vor und wurde bei uns eingeschleppt. Die Raupe lebt nach Hannemann (1977) in einem sackartigen Gehäuse und kommt primär in Vogelnestern, Taubenschlägen, sowie an Kotresten von Fledermäusen vor, sekundär kann sie aber auch in Häusern auftreten, wo sie an Filz, Teppichen, Kleidung, Hafer und Sämereien angetroffen worden sein soll. Über eine Gefährdung im Land ist mangels Daten keine Aussage möglich, doch ist die Art seit dem Erstfund im Jahr 1965 verschollen (Einstufung RE nach Embacher et al. 2024).
''M. crocicapitella'' ist in Europa ein sogenanntes [[Glossar Biologie#N|Neozoon]]. Die Art kam ursprünglich nur in Nordamerika vor und wurde bei uns eingeschleppt. Die Raupe lebt nach Hannemann (1977) in einem sackartigen Gehäuse und kommt primär in Vogelnestern, Taubenschlägen, sowie an Kotresten von Fledermäusen vor, sekundär kann sie aber auch in Häusern auftreten, wo sie an Filz, Teppichen, Kleidung, Hafer und Sämereien angetroffen worden sein soll (siehe auch Gaedike 2019). Über eine Gefährdung im Land ist mangels Daten keine Aussage möglich.


==Weiterführende Informationen==
==Weiterführende Informationen==
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==Quellen==
==Quellen==
*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*{{Quelle Embacher et al.}}{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*Gaedike, R. 2019. Tineidae II (Myrmecozelinae, Perissomasticinae, Tineinae, Hieroxestinae, Teichobiinae and Stathmopolitinae). In: Karsholt, O., Mutanen, M. & M. Nuss (2019): Microlepidoptera of Europe 9, Leiden, Boston (Brill): I-XXIII, 1-248.
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum [[Linz]]: 1–332.
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum [[Linz]]: 1–332.
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8.
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010a. Erstnachweis von <i>Niditinea truncicolella</i> (Tengström, 1848) für Österreich (Lepidoptera: Tineidae). Newsletter (Salzburger Entomologische Arbeitsgemeinschaft) <b>2/2010</b>: 11-12.
*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.12].
*Kurz, M. A. &amp; M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.12].
 
== Einzelnachweis ==
== Einzelnachweis ==
<references />
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