Karl Ritter von Ernst: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben ==
== Leben ==
=== Beruf ===
=== Ausbildung und Beruf ===
Im September 1909 wurde Karl von Ernst, damals Staatsanwaltstellvertreter an der Staatsanwaltschaft Wien, zum Staatsanwalt ernannt.<ref> Illustrirtes Wiener Extrablatt, 21. September 1909, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=iwe&datum=19090921&query=%22Avauoeumits%22+%22Staatsanwalistellvertreter%22+%22Dr+Karl+v.+ernst%22&ref=anno-search&seite=10 S. 10]</ref> Im Februar oder März [[1911]] erfolgte die Ernennung zum Ersten Staatsanwalt an der Staatsanwaltschaft Salzburg.<ref>Juristische Blätter 1911, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=jbl&datum=19110004&query=(text:%22Dr.+Kart+Ritter+von+Ernst+in+Wien+zum+Ersten+Staatsanmalte+in+Salzburg%22)&ref=anno-search&seite=150 S. 150]</ref>  
Karl von Ernst besuchte in Prag die Volksschule und das humanistische Gymnasium (Matura 1885). Von seinem Universitätstudium entfielen zwei Jahre auf Prag und zwei auf Wien, wo er zum Dr. juris 1890 promoviert wurde. Die Gerichtspraxis absolvierte er in Wien. 1896 war er Gerichtsadjunkt in Tulln, 1898 Staatsanwaltsubstitut in Wien.
 
Im September 1909 wurde Karl von Ernst, damals noch immer Staatsanwaltstellvertreter an der Staatsanwaltschaft Wien, zum Staatsanwalt ernannt.<ref> Illustrirtes Wiener Extrablatt, 21. September 1909, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=iwe&datum=19090921&query=%22Avauoeumits%22+%22Staatsanwalistellvertreter%22+%22Dr+Karl+v.+ernst%22&ref=anno-search&seite=10 S. 10]</ref> Im Februar oder März [[1911]] erfolgte die Ernennung zum Ersten Staatsanwalt an der Staatsanwaltschaft Salzburg.<ref>Juristische Blätter 1911, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=jbl&datum=19110004&query=(text:%22Dr.+Kart+Ritter+von+Ernst+in+Wien+zum+Ersten+Staatsanmalte+in+Salzburg%22)&ref=anno-search&seite=150 S. 150]</ref>  


Ritter von Ernst wird in Zeitungsberichten der Jahre [[1911]] und [[1912]] (und danach nicht mehr) über vor dem [[Landesgericht Salzburg]] geführte Strafprozesse als der die Anklage vertretende (erste) Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Salzburg genannt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/anno-suche/simple?query=%22erste%20Staatsanwalt%22%20%22v.%20ernst%22&from=1&sort=date%20asc&selectedFilters=place:Salzburg&selectedFilters=date:%5B1910%20TO%201912%5D ANNO-Suche nach v. Ernst, erster Staatsanwalt, 1910–1912, Salzburg]</ref>
Ritter von Ernst wird in Zeitungsberichten der Jahre [[1911]] und [[1912]] (und danach nicht mehr) über vor dem [[Landesgericht Salzburg]] geführte Strafprozesse als der die Anklage vertretende (erste) Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Salzburg genannt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/anno-suche/simple?query=%22erste%20Staatsanwalt%22%20%22v.%20ernst%22&from=1&sort=date%20asc&selectedFilters=place:Salzburg&selectedFilters=date:%5B1910%20TO%201912%5D ANNO-Suche nach v. Ernst, erster Staatsanwalt, 1910–1912, Salzburg]</ref>
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Karl Ritter von Ernst war Sohn des Maxentius Ritter von Ernst, Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs (* [[1829]], † [[1903]]).
Karl Ritter von Ernst war Sohn des Maxentius Ritter von Ernst, Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs (* [[1829]], † [[1903]]).


Er heiratete am 15. Oktober 1910 in der Wiener Karlskirche die um zwanzig Jahre jüngere Monika [[Poschacher]] (* [[1887]], † [[1974]]), Tochter des Granitwerksbesitzers Anton (III.) Poschacher und der Luise geb. Ried. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Monika Aloisia ("Monilies", * [[1914]], verh. Stelzel), Annemarie (* [[1916]], verh. Zechner) und Rüdiger (* [[1924]]), alle geboren in Wien.
Er heiratete am [[15. Oktober]] [[1910]] in der Wiener Karlskirche die um zwanzig Jahre jüngere Monika [[Poschacher]] (* [[1887]], † [[1974]]), Tochter des Granitwerksbesitzers Anton (III.) Poschacher und der Luise geb. Ried. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Monika Aloisia ("Monilies", * [[1914]], verh. Stelzel), Annemarie (* [[1916]], verh. Zechner) und Rüdiger (* [[1924]]), alle geboren in Wien.


Als der Jungvater in den Ruhestand gegangen war und nach einer Verschärfung des Beamtenpensionsrechts zu den sogenannten Altpensionisten gezählt wurde, ging es der Familie nicht nur deshalb durch sechs Jahre finanziell sehr schlecht, sondern auch weil das gesamte Vermögen, großteils von Monika in die Ehe eingebracht, der damals grassierenden Inflation zum Opfer gefallen war.
Als der Jungvater in den Ruhestand gegangen war und nach einer Verschärfung des Beamtenpensionsrechts zu den sogenannten Altpensionisten gezählt wurde, ging es der Familie nicht nur deshalb durch sechs Jahre finanziell sehr schlecht, sondern auch weil das gesamte Vermögen, großteils von Monika in die Ehe eingebracht, der damals grassierenden Inflation zum Opfer gefallen war. Doch konnte Karl Ernst von 1925 bis 1938 dank seiner Sprachkenntnisse (Tschechisch, Italienisch, Französisch und Englisch) im Abrechnungsamt (einer Stelle, die für die Mitwirkung an der Abwicklung von Vorkriegsschulden von Angehörigen der Vertragsstaaten gemäß Art.&nbsp;248 des Staatsvertrages von St.&nbsp;Germain zuständig war) arbeiten, hauptsächlich in der tschechischen und italienischen Abteilung.


== Quelle ==
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*Familienüberlieferung, überkommen auf den [[Benutzer:Karl Irresberger|Benutzer Karl Irresberger]]
*Familienüberlieferung, überkommen auf den [[Benutzer:Karl Irresberger|Benutzer Karl Irresberger]]
==Einzelnachweise, Anmerkungen ==
==Einzelnachweise, Anmerkungen ==
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