Park&Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee''' wurde im Herbst [[2017]] als erster Schritt des geplanten Ausbaus des [[Bahnknoten Bahnhof Neumarkt am Wallersee|Bahnknotens Bahnhof Neumarkt am Wallersee]] realisiert.
 
Die '''Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee''' wurde im Herbst [[2017]] als erster Schritt des geplanten Ausbaus des [[Bahnknoten Bahnhof Neumarkt am Wallersee|Bahnknotens Bahnhof Neumarkt am Wallersee]] realisiert.
  
== Einleitung ==
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== Geschichte ==
Die [[ÖBB]] planten die Verlängerung der [[Mattigtalbahn]] vom [[Bahnhof Steindorf bei Straßwalchen (Haltestelle)|Bahnhof Steindorf]] zum neu zu errichtenden [[Neumarkt am Wallersee Bahnhof (Haltestelle)|Bahnhof Neumarkt am Wallersee]] sowie den Umbau und Modernisierung des alten Bahnhofs Steindorf bei [[Straßwalchen]]. Zusätzlich kam es mit Winterfahrplanwechsel am [[10. Dezember]] [[2017]] zu einer erheblichen Erhöhungen der haltenden Züge. Waren es bis [[9. Dezember]] 79 Züge, die innerhalb von 24 Stunden am alten [[Neumarkt-Köstendorf Bahnhof (Haltestelle)|Bahnhof Neumarkt-Köstendorf]] hielten, so waren es ab 10. Dezember 132 Züge pro Stunde (+ 57 %).
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Die [[ÖBB]] planten die Verlängerung der [[Mattigtalbahn]] vom [[Bahnhof Steindorf bei Straßwalchen (Haltestelle)|Bahnhof Steindorf]] zum neu zu errichtenden [[Bahnhof Neumarkt am Wallersee]] sowie den Umbau und Modernisierung des alten Bahnhofs in [[Steindorf (Straßwalchen)|Steindorf]] in [[Straßwalchen]]. Zusätzlich kam es mit Fahrplanwechsel am [[10. Dezember]] 2017 zu einer erheblichen Erhöhungen der haltenden Züge. Bis [[9. Dezember]] waren es 79 Züge, die innerhalb von 24 Stunden am alten Bahnhof Neumarkt-Köstendorf hielten, ab 10. Dezember waren es dann 132 Züge pro Stunde (+ 57 %).
  
== Errichtung ==
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=== Errichtung ===
Gemeinsam mit dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] und der [[Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee]] errichtete die [[ÖBB]] Immobilienmanagement GmbH als ersten Schritt eine [[Park & Ride|Park & Ride Anlage]] mit 227 Pkw-Stellplätzen. Um die Fläche dafür zu gewinnen, wurden das leerstehende Gebäude der ehemaligen Firma Insond im Bereich des Bahnhofs abgetragen. Am [[8. August]] 2017 war der Spatenstich für die Errichtung der Park & Ride Anlage.
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Gemeinsam mit dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] und der [[Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee]] errichtete die [[ÖBB]] Immobilienmanagement GmbH 2017 als ersten Schritt eine [[Park & Ride]]-Anlage mit 227 Pkw-Stellplätzen. Um die Fläche dafür zu gewinnen, wurden das leerstehende Gebäude der ehemaligen Firma Insond gegenüber dew Bahnhofs abgetragen. Am [[8. August]] 2017 war der Spatenstich für die Errichtung der Park & Ride Anlage. Die neue P&R-Anlage wurde am [[5. Dezember]] 2017 vor dem Fahrplanwechsel  fertiggestellt. Die Gesamtkosten für dieses Projekt beliefen sich auf 1,4 Mio. Euro, wovon 50 % die ÖBB-Infrastruktur AG, 37,5 % das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] und 12,5 % die [[Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee]] übernahmen.
  
Die neue P&R-Anlage wurde am [[5. Dezember]] 2017 vor dem Fahrplanwechsel am [[9. Dezember]] fertiggestellt. Die Gesamtkosten für dieses Projekt beliefen sich auf 1,4  Mio. Euro, wovon 50 % die ÖBB-Infrastruktur AG, 37,5 % das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] und 12,5 % die [[Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee]] übernahmen.
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[[Datei:Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee 03.jpg|thumb|Die zusätzlich geschaffene P&R-Anlage einige Hundert Meter von der neuen Anlage entfernt.]]
  
Im Zuge der 2019 begonnenen Umbauarbeiten auf dem gesamten Bahnhofsgelände verschwanden jedoch diese Parkplätze und es wurde zusätzlich zur 2017 eröffneten P&R-Anlage eine weitere provisorische P&R-Anlage etwa 300 m entfernt eingerichtet. Zusammen stehen nun rund 400 Pkw-Stellplätze am Bahnhof Neumarkt-Wallersee zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es 125 Abstellplätze für Fahrräder und zehn Abstellplätze für einspurige Kraftfahrzeuge.  
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Im Zuge der [[2019]] begonnenen Umbauarbeiten des gesamten Bahnhofsgelände verschwanden die letzten Parkplätze, die sich bis dahin unmittelbar neben den Gleisen befunden hatten. Dafür wurde zusätzlich zur 2017 eröffneten P&R-Anlage eine weitere provisorische P&R-Anlage etwa 500 m südlich des Bahnhofs eingerichtet. Zusammen standen dann rund 400 Pkw-Stellplätze am Bahnhof Neumarkt-Wallersee zur Verfügung. Nach der Fertigstellung der Umbauarbeiten im Dezember 2021 kamen noch etwa 30 weitere Parkplätze südlich neben dem alten [[Aufnahmegebäude Bahnhof Neumarkt am Wallersee|Aufnahmegebäude]] (Bahnhofsgebäude) dazu. Darüber hinaus gibt es seit der Fertigstellung 125 Abstellplätze für Fahrräder und zehn Abstellplätze für einspurige Kraftfahrzeuge.  
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[[Datei:Bahnhof Neumarkt am Wallersee Juli 2021 03.jpg|thumb|Sommer 2021: Hier die dritte und neueste Park+Ride-Anlage im Bereich des neuen Bahnhofs.]]
  
 
=== Eröffnung im Dezember 2017 ===
 
=== Eröffnung im Dezember 2017 ===
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== Kapazitätsprobleme ==
 
== Kapazitätsprobleme ==
[[Datei:Bahnhof_Neumarkt_Park_and_Ride.jpg|thumb|Parkplatzprobleme in den 2020er-Jahren.]]
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Der ausgebaute Bahnhof in Neumarkt hatte sich bis [[2024]] zu einem großen Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Er wird - für Fahrten sowohl Richtung Salzburg als auch Richtung [[Linz]] - sehr gut angenommen. Die Kehrseite ist ein beinahe tägliches Verkehrschaos. Pkw parken auf den Gehwegen, Einfahrts- und Gründflächen sowie auf den wenigen Kurzparkpflächen für Abholer.<ref>[[Neumarkter Stadtschreiber]]</ref> Es gibt zu wenige Parkplätze. Ein konkretes großes Projekt wie ein Parkhaus ist noch immer nicht in Sicht. Kurzfristig soll im Frühjahr 2024 ein Kontrollsystem eingeführt werden, damit Dauer- und Fremdparker nicht den Bahnkunden den Platz wegnehmen. Wer bei Ausfahrt kein Ticket für den öffentlichen Verkehr hat, werde fotografiert und angezeigt. Diese angekündigte Neuerung soll nun allerdings erst bis Herbst verwirklicht werden.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/pendler-neumarkter-bahnhof-parkplaetze-152710192 www.sn.at], 2. Februar 2024 sowie vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/neumarkt-pendler-parkplaetze-153541126 16. Februar 2024]</ref>
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Der ausgebaute Bahnhof in Neumarkt hatte sich bis [[2024]] zu einem großen Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Er wird - für Zugfahrten sowohl Richtung [[Stadt Salzburg]] als auch Richtung [[Linz]] - sehr gut angenommen. Die Kehrseite ist ein beinahe tägliches Parkchaos. Pkw parken auf den Gehwegen, auf Einfahrts- und Gründflächen sowie manchmal sogar auf den wenigen Kurzparkpflächen für Abholer.<ref>[[Neumarkter Stadtschreiber]]</ref> Es gibt zu wenige Parkplätze. Ein konkretes großes Projekt wie ein Parkhaus war 2024 noch immer nicht in Sicht. Kurzfristig sollt im Frühjahr 2024 ein Kontrollsystem eingeführt werden, damit Dauer- und Fremdparker nicht den Bahnkunden den Platz wegnehmen. Wer bei Ausfahrt kein Ticket für den öffentlichen Verkehr hat, werde fotografiert und angezeigt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/pendler-neumarkter-bahnhof-parkplaetze-152710192 www.sn.at], 2. Februar 2024 sowie vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/neumarkt-pendler-parkplaetze-153541126 16. Februar 2024]</ref>  
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=== Schrankenlose Parkgebührenpflicht und Ausnahmen ===
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Diese angekündigte Neuerung wurde dann Ende 2024 verwirklicht. Im November 2024 wurde eine schrankenlose Anlage errichtet, die noch im Dezember 2024 in Betrieb gegen soll. Bei Einfahrt erfasst das Kennzeichen und verknüpft es bei der Ausfahrt mit dem gültigen ÖBB-Ticket. Eine grüne Ampel zeigt dem Autofahrer an, dass der Scanvorgang erfolgreich war und die Ausfahrt frei ist. Ein ÖBB-Ticket ist automatisch mit diesem Code versehen. Gedruckte Fahrscheine können genauso gescannt werden wie digitale Fahrscheine ("Handy-Ticket").
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[[Datei:2024_11_30_Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee schrankenlose Zufahrtskontrolle mit automatischer Kennzeichenerfassung.jpg|thumb|Die Einrichtungen der schrankenlose Zufahrtskontrolle mit automatischer Kennzeichenerfassung.]]
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Mit gültigem Fahrschein ist die tägliche Nutzung (morgens einfahren, abends ausfahren) und die durchgehende Nutzung für Wochenpendler kostenfrei. Wenn man sein Auto für einen längeren Zeitraum abstellen möchten, fallen ab dem sechsten Tag der ununterbrochenen Nutzung Kosten in Höhe von 3,00 Euro pro Tag an. Die höchstzulässige Parkdauer beträgt 30 Tage (ununterbrochene Nutzung). Wenn man innerhalb von 15 Minuten die Park&Ride-Anlage wieder verlässt, fällt keine Gebühr an. Ohne gültigen Fahrschein werden Kosten in Höhe von 50 Euro pro angefangenem Tag direkt an der Ausfahrtssäule fällig (maximal drei Tagestarife bzw. 150 Euro). Diese Kosten können mit Bankomat- oder Kreditkarte beglichen werden.
  
 
== Bilder ==
 
== Bilder ==
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== Weblinks ==
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== Weblink ==
* [https://peterkrackowizer.zenfolio.com/p577884391 peterkrackowizer.zenfolio.com], weitere Bilder vom Bau und der Eröffnung
 
 
* Lage auf  [https://www.openstreetmap.org/relation/86630#map=17/47.95461/13.22576 www.openstreetmap.org]
 
* Lage auf  [https://www.openstreetmap.org/relation/86630#map=17/47.95461/13.22576 www.openstreetmap.org]
  
== Quelle ==
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== Quellen ==
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* [https://bahnhof.oebb.at/de/salzburg/neumarkt-am-wallersee bahnhof.oebb.at], P+R Neumarkt
 
* ÖBB Presseaussendung 5. Dezember 2017
 
* ÖBB Presseaussendung 5. Dezember 2017
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* [https://bahnhof.oebb.at/de/niederoesterreich/pr-infoflyer-noe.pdf bahnhof.oebb.at], Informationsbroschüre über die schrankenlose Zufahrtskontrolle mit automatischer Kennzeichenerfassung auf P+R-Parkplätzen der ÖBB, abgefragt am 1. Dezember 2024
 
   
 
   
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==

Version vom 1. Dezember 2024, 11:47 Uhr

P+R am Bahnhof Neumarkt an einem Juli-Sonntag (während der Woche meist voll belegt).

Die Park+Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee wurde im Herbst 2017 als erster Schritt des geplanten Ausbaus des Bahnknotens Bahnhof Neumarkt am Wallersee realisiert.

Geschichte

Die ÖBB planten die Verlängerung der Mattigtalbahn vom Bahnhof Steindorf zum neu zu errichtenden Bahnhof Neumarkt am Wallersee sowie den Umbau und Modernisierung des alten Bahnhofs in Steindorf in Straßwalchen. Zusätzlich kam es mit Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 zu einer erheblichen Erhöhungen der haltenden Züge. Bis 9. Dezember waren es 79 Züge, die innerhalb von 24 Stunden am alten Bahnhof Neumarkt-Köstendorf hielten, ab 10. Dezember waren es dann 132 Züge pro Stunde (+ 57 %).

Errichtung

Gemeinsam mit dem Land Salzburg und der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee errichtete die ÖBB Immobilienmanagement GmbH 2017 als ersten Schritt eine Park & Ride-Anlage mit 227 Pkw-Stellplätzen. Um die Fläche dafür zu gewinnen, wurden das leerstehende Gebäude der ehemaligen Firma Insond gegenüber dew Bahnhofs abgetragen. Am 8. August 2017 war der Spatenstich für die Errichtung der Park & Ride Anlage. Die neue P&R-Anlage wurde am 5. Dezember 2017 vor dem Fahrplanwechsel fertiggestellt. Die Gesamtkosten für dieses Projekt beliefen sich auf 1,4 Mio. Euro, wovon 50 % die ÖBB-Infrastruktur AG, 37,5 % das Land Salzburg und 12,5 % die Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee übernahmen.

Die zusätzlich geschaffene P&R-Anlage einige Hundert Meter von der neuen Anlage entfernt.

Im Zuge der 2019 begonnenen Umbauarbeiten des gesamten Bahnhofsgelände verschwanden die letzten Parkplätze, die sich bis dahin unmittelbar neben den Gleisen befunden hatten. Dafür wurde zusätzlich zur 2017 eröffneten P&R-Anlage eine weitere provisorische P&R-Anlage etwa 500 m südlich des Bahnhofs eingerichtet. Zusammen standen dann rund 400 Pkw-Stellplätze am Bahnhof Neumarkt-Wallersee zur Verfügung. Nach der Fertigstellung der Umbauarbeiten im Dezember 2021 kamen noch etwa 30 weitere Parkplätze südlich neben dem alten Aufnahmegebäude (Bahnhofsgebäude) dazu. Darüber hinaus gibt es seit der Fertigstellung 125 Abstellplätze für Fahrräder und zehn Abstellplätze für einspurige Kraftfahrzeuge.

Sommer 2021: Hier die dritte und neueste Park+Ride-Anlage im Bereich des neuen Bahnhofs.

Eröffnung im Dezember 2017

Anlässlich der Eröffnung am 5. Dezember gaben die Verantwortlichen ihre Statements ab.

Bürgermeister Adi Rieger: "Unser Bahnhof verfügt über ein enormes Einzugsgebiet mit starkem Entwicklungspotenzial. Täglich pendeln hier allein über 3 000 Erwerbstätige per Bahn in die Arbeit", erklärte der Adi Rieger. "Der in den folgenden Jahren geplante dreigleisige Ausbau der Achse zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Neumarkt schafft auf ökonomische Weise die besten Voraussetzungen, um den öffentlichen Nahverkehr für so viele Menschen wie möglich attraktiv zu gestalten. Dabei soll der neue Bahnhof Neumarkt am Wallersee die zentrale Verkehrsdrehscheibe im Flachgau werden." Und fügte (den legendären Satz) hinzu: "Mit dem neuen Fahrplan und dem stündlichen Halt eines railjet-Zuges ist ab jetzt von Neumarkt nach New York mit Umsteigen in Wien möglich."

Engelbert Haller, Regionalleiter ÖBB Immobilien: "Eine moderne und zeitgemäße Infrastruktur, die in einer guten Partnerschaft mit Land und den Gemeinden geschaffen wird, ist die Basis für unseren Auftrag als größter Mobilitätsanbieter Österreichs. Die Maßnahmen hier am Bahnhof Neumarkt-Köstendorf sind wichtiger Bestandteil eines leistungsfähigen Nah- und Fernverkehrssystem für den Großraum Salzburg. Vom Mehrwert profitieren die Menschen des Flachgaus bis ins benachbarte Innviertel, die so zum Umstieg vom Pkw auf die Bahn motiviert werden können."

Landtagsabgeordneter Josef Schöchl: "Die Errichtung des Park & Ride in Neumarkt ist für den Flachgau sehr erfreulich. Einerseits für die Pendler, da damit für die tägliche Fahrt zur Arbeit das Umsteigen vom Auto in die Bahn wesentlich bequemer und attraktiver gemacht wird. Andererseits als zeitsparender Ausgangspunkt für die Benutzung des Fernverkehrsnetzes."

LR Hans Mayr: "Mit Neumarkt am Wallersee und Köstendorf verfügt der Bahnhof Neumarkt-Köstendorf über ein Einzugsgebiet mit starkem Entwicklungspotenzial. Der dreigleisige Ausbau der Achse Steindorf-Neumarkt schafft auf ökonomische Weise die besten Voraussetzungen, um den öffentlichen Nahverkehr für so viele Menschen wie möglich attraktiv zu gestalten und als Verkehrsknotenpunkt zu fungieren. Um die Menschen zusätzlich zum Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr zu motivieren, müssen die Rahmenbedingungen attraktiviert werden. Die Errichtung der Park & Ride Anlage mit 246 Pkw-Stellplätzen stellt hierbei einen wesentlichen Schritt dar."

Kapazitätsprobleme

Parkplatzprobleme in den 2020er-Jahren.
Ein Dauerparker im Sommer 2024.

Der ausgebaute Bahnhof in Neumarkt hatte sich bis 2024 zu einem großen Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Er wird - für Zugfahrten sowohl Richtung Stadt Salzburg als auch Richtung Linz - sehr gut angenommen. Die Kehrseite ist ein beinahe tägliches Parkchaos. Pkw parken auf den Gehwegen, auf Einfahrts- und Gründflächen sowie manchmal sogar auf den wenigen Kurzparkpflächen für Abholer.[1] Es gibt zu wenige Parkplätze. Ein konkretes großes Projekt wie ein Parkhaus war 2024 noch immer nicht in Sicht. Kurzfristig sollt im Frühjahr 2024 ein Kontrollsystem eingeführt werden, damit Dauer- und Fremdparker nicht den Bahnkunden den Platz wegnehmen. Wer bei Ausfahrt kein Ticket für den öffentlichen Verkehr hat, werde fotografiert und angezeigt.[2]

Schrankenlose Parkgebührenpflicht und Ausnahmen

Diese angekündigte Neuerung wurde dann Ende 2024 verwirklicht. Im November 2024 wurde eine schrankenlose Anlage errichtet, die noch im Dezember 2024 in Betrieb gegen soll. Bei Einfahrt erfasst das Kennzeichen und verknüpft es bei der Ausfahrt mit dem gültigen ÖBB-Ticket. Eine grüne Ampel zeigt dem Autofahrer an, dass der Scanvorgang erfolgreich war und die Ausfahrt frei ist. Ein ÖBB-Ticket ist automatisch mit diesem Code versehen. Gedruckte Fahrscheine können genauso gescannt werden wie digitale Fahrscheine ("Handy-Ticket").

Die Einrichtungen der schrankenlose Zufahrtskontrolle mit automatischer Kennzeichenerfassung.

Mit gültigem Fahrschein ist die tägliche Nutzung (morgens einfahren, abends ausfahren) und die durchgehende Nutzung für Wochenpendler kostenfrei. Wenn man sein Auto für einen längeren Zeitraum abstellen möchten, fallen ab dem sechsten Tag der ununterbrochenen Nutzung Kosten in Höhe von 3,00 Euro pro Tag an. Die höchstzulässige Parkdauer beträgt 30 Tage (ununterbrochene Nutzung). Wenn man innerhalb von 15 Minuten die Park&Ride-Anlage wieder verlässt, fällt keine Gebühr an. Ohne gültigen Fahrschein werden Kosten in Höhe von 50 Euro pro angefangenem Tag direkt an der Ausfahrtssäule fällig (maximal drei Tagestarife bzw. 150 Euro). Diese Kosten können mit Bankomat- oder Kreditkarte beglichen werden.

Bilder

 Park&Ride-Anlage Neumarkt am Wallersee – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

Quellen

  • bahnhof.oebb.at, P+R Neumarkt
  • ÖBB Presseaussendung 5. Dezember 2017
  • bahnhof.oebb.at, Informationsbroschüre über die schrankenlose Zufahrtskontrolle mit automatischer Kennzeichenerfassung auf P+R-Parkplätzen der ÖBB, abgefragt am 1. Dezember 2024

Einzelnachweise