Sigmund-Haffner-Gasse: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 1. Januar 2010, 11:44 Uhr

Bild
Sigmund-Haffner-Gasse.jpg
Sigmund-Haffner-Gasse
Länge: ca. 200 m
Startpunkt: Franziskanergasse
Endpunkt: Getreidegasse
Karte: Googlemaps
Blick von Süden nach Norden in der Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger Altstadt gegen das Salzburger Rathaus, im Bild auch einer der das Altstadtbild prägenden Fiaker
Blick durch die Sigmund-Haffner-Gasse gegen das Salzburger Rathaus

Die Sigmund-Haffner-Gasse befindet sich in der Altstadt von Salzburg zwischen Franziskanerkloster und Rathaus.

Geschichte

Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister von Salzburg, Sigmund Haffner (1768 bis 1772), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte. Sie ist eine der ältesten Gassen in der Altstadt. Früher hieß sie Abtsgasse (nach dem Abt von St. Peter, später dann lange Zeit Pfarrgasse, da die Franziskanerkirche lange Zeit Stadtpfarrkirche war. Die ältesten Gebäude stammen aus dem 11. Jahrhundert.

Vom Franziskanerkloster kommend steht an der Ecke Sigmund-Haffner-Gasse - Franziskanergasse das Rupertinum, ein Gebäude, das in der Länge bis zum Max-Reinhardt-Platz reicht. Es wurde von Erzbischof Paris Graf Lodron erbaut und war ein Heim für Studenten der von ihm gegründeten Benediktineruniversität.

Anschließend steht das Kapellhaus, früher die Unterkunft der Sängerknaben des Dom. Es trägt das Wappen des Erzbischofs Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg.

Es folgt der Langenhof, da er der Familie von Erzbischof Matthäus Lang gehörte. 1670 wurde er von der Familie der Kuenburger in die heutige Form umgebaut.

Parallel auf der rechten Gassenseite stehen die Franziskanerkirche, gefolgt von der Dietrichsruh und dem Toskanatrakt.

Das Bambergerhaus beispielsweise wechselte im Laufe der Zeit oftmals seine Eigentümer und erhielt seinen Namen als es Anfang des 15. Jahrhundert in den Besitz des Herren von Bamberg überging.

Dann erreicht man den Ritzerbogen zur Linken, nach rechts öffnet sich die Churfürststraße zum Alten Mark. Im Gebäude Sigmund-Haffner-Gasse 7 und 9, Ecke Churfürststraße, schräg gegenüber vom Ritzerbogen, war der Gasthof zu den drei Kronen. Im unteren Teil der Sigmund-Haffner-Gasse wäre dann noch das Hotel Elefant zu erwähnen, wo Adolph Kolping am 12. Mai 1852 den ersten Salzburger katholischen Gesellenverein gegründet hatte.

Prominente Bewohner

Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa Wolf Dietrich, der von 1587 - 1612 Erzbischof von Salzburg war, seine Geliebte Salome Alt oder Heinrich Biber.

Geschäfte

Das Geschäft J. Schiessendoppler Inh. Dr. B. Spitz, Besitzer Dipl. Kfm. Dr. Burkhard Spitz, existiert heute nicht mehr.

Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den Kranzlmarkt befand sich früher das bekannten Salzburger Textilhaus Thalhammer.

In Scio´s Specereyen werden heute noch die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie Rigaud führt diese Tradition in Salzburg fort.

Bildergalerie

<video>http://www.salzburg.com/nwas/interaktiv/videos/salzburgwiki_venusbruestchen.wmv%7Cdownload</video>

Bei einem Blick ins Innere des Scio´s findet man in einer Ecke noch einen alten Zahltisch. <video>http://www.salzburg.com/nwas/interaktiv/videos/salzburgwiki_zahltisch.wmv%7Cdownload</video>

Alte Schienen

Die alten Schienen führen von der Sigmund-Haffner-Gasse bis zum Dom. <video>http://www.salzburg.com/nwas/interaktiv/videos/salzburgwiki_schienen.wmv%7Cdownload</video>

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

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