Josef Blaickner

Aus SALZBURGWIKI
Version vom 14. Februar 2026, 08:55 Uhr von Remora (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wirkl. Hofrat Primarius Dr. Josef Blaickner (* 25. November 1885 in Going, Bezirk Kitzbühel, Tirol;† 14. April 1969 in der Stadt Salzburg)[1] war langjähriger Direktor des Salzburger Landeskrankenhauses.

Leben

Geboren als uneheliches Kind einer Inwohnerin und eines Dienstknechts,[1] arbeitete sich Blaickner zum Facharzt und Direktor des Landeskrankenhauses empor.

Im November 1912 diente Blaickner noch in der schweren Haubitzdivision Nr. 14 (Aufenthaltsort Salzburg) als Assistenzarzt-Stellvertreter in der Reserve und wurde zum Assistenzarzt in der Reserve ernannt.[2]

Im Mai 1914 wurde er, mittlerweile Sekundararzt am St. Johanns-Spital (Landeskrankenhaus), zum Assistenzarzt der Augenabteilung des Landeskrankenhauses ernannt.[3] Am 15. Oktober 1928 übernahm er die Stelle als Primararzt und Leiter dieser Abteilung, sechs Jahre später zudem die Geschäfte des Direktors des Krankenhauses. Nach dem Anschluss im Jahr 1938 von den nationalsozialistischen Machthabern abgesetzt, wurden ihm diese Geschäfte nach dem Ende des NS-Regimes im Jahr 1945 abermals übertragen.[4]

Zu Beginn des Jahres 1947 wurde er in Würdigung seiner Verdienste um den Auf- und Ausbau der Landeskrankenanstalten, insbesondere der Augenabteilung, zum Wirklichen Hofrat ernannt.

"Neben einem profunden ärztlichen Wissen zeichnet die Persönlichkeit des Jubilars auch große Bescheidenheit aus. In den dreißiger Jahren erhielt Primär Doktor Blaickner wiederholt Angebote aus Amerika, die er aber, da ihm sein Vaterland Österreich über alles geht, immer wieder ablehnte. Unter seiner Leitung erlangte die Augenabteilung des Salzburger Landeskrankenhauses besonders auf dem Gebiet der Behandlung des Grünen Stars (Glaukoms) einen ausgezeichneten Ruf. Bei ophthalmologischen Tagungen in den verschiedensten Ländern erregten seine wissenschaftlichen Vorträge stets großes Interesse."

Durch mehrere Jahre war Blaickner ab 1919[5] auch Mitglied des Salzburger Gemeinderates.

Quelle

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Going, Bd. VII, S. 79
  2. (Linzer) Tages-Post, 26. November 1912, S. 5
  3. Salzburger Chronik, 24. Mai 1914, S. 5
  4. Salzburger Nachrichten, 4. August 1945, S. 3: Ein Vierteljahrtausend St. Johannsspital
  5. Artikel "Mitglieder des Salzburger Gemeinderates"
Zeitfolge
Vorgänger

Ernst von Karajan
Friedrich Melnizky (Melnitzky?)

Direktor der Salzburger Landeskrankenanstalten
1934–1938
1945–1946?
Nachfolger

Max Strohschneider
Erwin Domanig