Riesending-Schachthöhle

Aus SALZBURGWIKI
(Weitergeleitet von Riesending)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Riesending-arbeiten2

Riesending im Untersbergstock ist mit 26,7 Kilometern[1] und 1 148 Metern Tiefe die längste und tiefste Höhle Deutschlands.

Namensgebung

Als Forscher die Höhle im Jahr 2002 erstmals genauer erkundeten, rief einer von ihnen: "Was ist denn das für ein Riesending!" und die Höhle hatte ihren Namen. Entdeckt wurde die Höhle 1995 und einer der Entdecker war Johann Westhauser.

Die Höhle

Die Höhle liegt sechs Kilometer nördlich von Berchtesgaden, direkt an der Grenze zum Bundesland Salzburg. Der Eingangsschacht wurde bereits 1995 entdeckt, blieb zunächst aber nahezu unbeachtet. Erst von 2002 an begannen Forscher, den Schacht nach und nach zu erkunden. Die Erforschung der Höhle ist mühsam, da der Gangverlauf immer wieder durch Schluchten unterbrochen wird. Die Arbeitsgemeinschaft für Höhlenforschung Bad Cannstatt e.V. vermutet, dass die Höhle deutlich länger und tiefer ist, als zur Zeit durch Vermessungen belegt (Stand 2024). Diese Vermutungen werden auch durch Radonmessung bekräftigt.

Riesending-Schachthöhle

Bereits die ersten Schächte können nur begangen werden, indem man sich nach dem Einstieg in 1 843 m ü. A. an einem Seil bis zu 300 Meter hinablässt. Auch auf dem weiteren Weg ist es immer wieder nötig, sich abzuseilen. Noch dazu gibt es Engstellen, durch die nur schlanke Personen knapp hindurchpassen. Durch Steinschlag und Wasser bestehe für Menschen "eine erhebliche Gefährdung" in den Schächten.

Der Eingang, der im Bereich des Berchtesgadener Hochthrons liegt, führt senkrecht in die Tiefe. Auf etwa 400 m Tiefe beginnt ein Quergang, in dem die Forscher das Biwak 1 angelegt hatten. Dann führt die Höhle wieder weiter in die Tiefe, wo bald schon Biwak 2 in etwa 500 m Tiefe ist. Senkrecht weiter nach unter folgt Biwak 3 in etwa 750 m Tiefe. Biwak 4 liegt etwas tiefer als 900 m und dort beginnt ein langer waagrechter Verlauf der Höhle, in dem Biwak 5 und 6 folgen. Immer wieder führen von diesem Quergang Schächte in weitere Tiefen.

Drama im Untersberg

Siehe dazu den Artikel Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle 2014.

Quelle

Einzelnachweise

  1. ↑ Stand 2024