Peter Paul Rainer

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Geistlicher Rat Monsignore Peter Paul Rainer (* 26. Februar 1808 in Hallein; † 15. April 1894 in der Stadt Salzburg)[1] war k. k. Pastoral-Professor und langjähriger Direktor der Anstalt zur Erziehung weiblicher Dienstboten in Salzburg.

Leben

Peter Paul Joseph Rainer war der Sohn des bürgerlichen Fragners Franz Rainer und seiner Frau Agnes, geborene Mayr.[2]

Er wurde am 31. Juli 1836 von Erzbischof Friedrich von Schwarzenberg im Rupertioratorium des Salzburger Doms zum Priester geweiht.

Vom 1. Juli 1844 bis zu seinem Ableben 1894 war er Direktor der Anstalt zur Erziehung weiblicher Dienstboten in Salzburg.[3]

Vor seinem Tod machte er große Vermächtnisse an die Armen von Hallein.

Ehrungen

Die Stadt Hallein ernannte Peter Paul Rainer zu ihrem Ehrenbürger.

Er wurde zum päpstlichen Ehrenkämmerer und zum fürsterzbischöflichen Geistlichen Rat ernannt.[4]

Über die Ernennung zum Ehrenbürger

Das "Salzburger Volksblatt" berichtet in seiner Ausgabe vom 15. November 1893:[5]

In Vollzug eines Beschlusses des Gemeinderathes überreichten verflossenen Donnerstag den 9. d. Mts. Herr Bürgermeister Josef Schöndorfer und Herr Dechant und Ehren-Domkapitular Johann Baptist Moser, Monsignore P. Peter Paul Rainer, Ehrenkämmerer Sr. Heiligkeit des Papstes Leo XIII, fürsterzbischöflicher geistlichen Rath und Direktor der Anstalt zur Erziehung weiblicher Dienstboten in Salzburg das Diplom, mittels dessen er zum Ehrenbürger der Stadt Hallein ernannt wird. Die Vertretung der Bürgerschaft gab damit ihren längst gehegten Gefühlen dankbarster Anerkennung für vielfache Spen­den für die Armen, mannigfache Verdienste um die Gemeinde, Ausdruck, und dies umso freudiger und herzlicher, da Hallein, als Geburtsstadt des greisen Priesters (er zählt heute nahezu 86 Jahre) mit be­rechtigtem Stolze ihn längst als den Ihren betrachtete.
Als Mann, der seinen Beruf nicht allein in dem Lehren, sondern auch im Bethätigen der Nächstenliebe erkannte, als Bildner der Jugend, als Freund und Berather der Erwachsenen, als Tröster und Helfer der Kranken und Armen, kurz, als Priester in der wahren Bedeutung des Wortes, konnte ihm während eines so langen Wirken- die allgemeine Hochachtung und Verehrung nicht hehlen, und wenn nun Hallein zu den vielen hohen Ehren, die dem alten Herrn im Laufe seiner mühevollen Thätigkeit geworden, diese bescheidene Ehrengabe beizufügen sich erlaubt, so geschieht es mit der Bitte, daß Monsignore darin den Dank Aller Jener erkennen möge, denen er seine Liebe zugewendet, und die sich ver­einigen in dem innigen Wunsche: Ein gütiges Ge­schick möge den Freund und Wohlthäter, als Ehren­bürger unserer Stadt in voller Rüstigkeit bis an das späteste Ende seiner Tage erhalten.

Quellen

Einzelnachweise