Orangerie im Mirabellgarten
Die (kleine) Orangerie befindet sich im Mirabellgarten im Südosten von Schloss Mirabell in der rechtsufrigen Altstadt der Stadt Salzburg. Sie zählt, wie gesamte Anlage, zu den denkmalgeschützten Objekten der Stadt.
| Lage der Orangerie (Schloss Mirabell) auf Googlemaps |
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Geschichte
Die Orangerie im Süden des Schlosses mit dem Palmenhaus neben dem Großen Gartenparterre wurde um 1725 nach Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt und Franz Anton Danreiter durch ein zweites Dachgeschoß erhöht. Die frühere Gestaltung unter Fischer von Erlach ist nicht ausreichend geklärt.
Der Orangeriegarten
Der kleine, etwa 1 700 Quadratmeter umfassende Garten der Orangerie war von etwa 1730 bis etwa um 1800 als barocken Garten mit Citrusbäumchen (Pampelmusen, Zitronenen, Orangen) gestaltet. Während der kalten Jahreszeit wurden diese Citrusbäumchen im Palmenhaus der Orangerie und nächstgelegenen Gebäuden überwintert. Orangenbäume galten in der Barockzeit als Metapher der fürstlicher Tugend schlechthin. Man setzte die Früchte dieses Citrusbaumes mit den goldenen Äpfeln aus dem mythologischen Garten der Hesperiden gleich. Daher durfte auch im fürsterzbischöflichen Barockgarten Mirabell eine Orangerie nicht fehlen.
In der Mitte der Gartenanlage befindet sich der Papagenabrunnen, benannt nach der Pagagena der Mozart-Oper "Die Zauberflöte". Die Figur im Brunnen wurde die 1984 von Josef Magnus geschaffen.
2026: Neugestaltung
Der Orangeriegarten wird seit Anfang 30. August 2026 neu gestaltet und gestalterisch aufgewertet. Ziel der Maßnahme ist es, einen hochwertigen, klar strukturierten und zugleich zum historischen Umfeld passenden Gartenraum zu schaffen. Die Arbeiten sollen bis zum Jahresende 2026 abgeschlossen werden. Für die Umsetzung steht ein Budget von 500.000 Euro zur Verfügung. Eine wichtige Voraussetzung für die Neugestaltung wurde bereits im Frühjahr 2026 geschaffen: Die neu errichtete Rampe beim Zugang vom Mirabellgarten ermöglicht eine barrierefreie Erschließung des Orangeriegartens. Damit ist der Garten künftig für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ebenso wie für Familien mit Kinderwagen komfortabel erreichbar.
Ein wesentliches Element der Neugestaltung ist die Ausführung des gesamten Orangeriegartens mit einer wassergebundenen Decke. Das dafür vorgesehene Material entspricht jenem, das bereits bei der Sanierung von Flächen im Mirabellgarten – unter anderem bei den Hauptwegen und im Rosengarten – verwendet wurde. Damit wird eine gestalterische Verbindung zu den bereits sanierten Gartenbereichen geschaffen.
Die Rasenflächen werden in geschwungenen Linien angelegt und mit Bandstahl eingefasst. Die klaren Einfassungen strukturieren den Garten und unterstreichen zugleich seinen historischen und repräsentativen Charakter. Entlang der Längsseiten werden Gehölze in einheitlichen Pflanzgefäßen aufgestellt. Vorgesehen sind typische Pflanzen eines Orangeriegartens wie vorrangig Citrus-Bäume. Die jeweiligen Aufstellungsorte werden durch Natursteinplatten definiert. Der Brunnen wird auch künftig durch ein zentrales Blumenbeet eingefasst. Ergänzt wird der Garten durch neue Sitzmöglichkeiten in Form von Sitzbänken und mobilen Sesseln, die zum Verweilen und zur Nutzung des Gartens einladen.
Gebäude im Bereich des Orangeriegartens
Der Orangeriegarten wird durch zwei historische Gebäude flankiert:
- Das Palmenhaus im Norden dient als Gewächshaus für exotische Pflanzen; hier finden auch öfters Ausstellungen statt.
- Das Orangeriegebäude im Süden diente von 1973 bis 2012 als Salzburger Barockmuseum, das vor allem durch seine wertvolle Sammlung von Ölskizzen, Bozzetti und Handzeichnungen des 17. und 18. Jahrhunderts bekannt war. Seit Sommer 2026 befindet sich darin das Orangerie Salzburg – Panorama Welterbe.
Erreichbarkeit
Die Orangerie erreicht man entweder vom Mirabellplatz durch ein eigenes Eingangstor oder durch ein Tor vom Großen Gartenparterre des Mirabellgartens.
Bilder
- Orangerie im Mirabellgarten – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- www.stadt-salzburg.at, ein Beitrag von Dr. Reinhard Medicus
- stadt-salzburg.at/presseaussendungen-2026, 31. August 2026