Ignaz Rojacher (Biografie)
Buchtipp: Ignaz Rojacher, Erbauer des Observatoriums auf dem Rauriser Sonnblick und Fremdenverkehrspionier.

- Autorin: Margot Daum
- Verlag: im Eigenverlag
- Erscheinungsjahr: 1. Auflage 2021 (vergriffen), 2. Auflage voraussichtlich im Sommer 2026
- 80 Seiten, Magazindruck; die 2. Auflage wird 94 Seiten umfassen

Text auf der Rückseite
Das Observatorium liegt auf dem 3 106 m ü. A. hohen Gipfel des Hohen Sonnblicks in den Hohen Tauern. Es ist die älteste Gipfelwetterwarte Europas und zugleich das höchstgelegene Observatorium Europas. Der Hohe Sonnblick befindet sich in der Pinzgauer Marktgemeinde Rauris im Salzburger Land in Österreich.
Dass es dieses Observatorium und gleich daneben das Zittelhaus – eine alpine Schutzhütte – gibt, ist dem Rauriser Pionier Ignaz Rojacher (*3. April 1844 in Rauris; † 4. Jänner 1891 in Rauris) zu verdanken.
Sein Geschick sowie die Freundschaft zu Wilhelm Ritter von Arlt (*16. November 1853 in Prag, Böhmen; † 24. September 1944 in Rauris) haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Raurisertal Ende des 19. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte.
Rojacher – vulgo „Kolm Naz“ – hatte sich vom einfachen Ziegenhirten zum Goldbergwerkbesitzer hinaufgearbeitet. So verfügte das Tal bereits zu seiner Zeit über eine eigene Telefonleitung und er war der erste Betreiber einer elektrischen Lichtanlage im Salzburgerland.
In meiner Biografie schildere ich nicht nur das Leben dieses bereits im Alter von 47 Jahren verstorbenen Fremdenverkehrspioniers, sondern skizziere auch das Leben von Wilhelm Ritter von Arlt sowie die mit ihm zusammenhängende Entwicklung des Skisports im Raurisertal und die Gründung der Sektion Rauris des Österreichischen Alpenvereins.
Ich, Margot Daum, die Ururenkelin Rojachers, habe mich auf die Spurensuche dieser beiden Herren begeben.
Ergänzt habe ich dieses Werk mit Erläuterungen zum Goldbergbau, der Geschichte des Zittelhauses, der Rojacherhütte und des Ammererhofs. Besonders freue ich mich darüber, dass ich einen Stammbaum über Rojacher veröffentlichen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Historischer Überblick
- Tauern
- 12. Jahrhundert: die Besiedlung, Wege und Entstehung des Ortes
- 1203: Entstehung der Pfarre
- 1230: Fuhr- und Saumverkehr
- 1354: Der Goldbergbau in Kolm-Saigurn
- 1487: Der Markt
- Das Rauriser Wappen
- Goldbergbau-Erläuterungen von Prof. Dr. Fritz Gruber
- Ignaz Rojacher vulgo Kolm Naz
- Bilder von Ignaz Rojacher, seiner Ehefrau Maria, seiner Mutter Anna und den Knappen
- Die ledigen Kinder des Ignaz Rojacher
- Halbgeschwister des Richard Ignaz väterlicherseits
- Richard Ignaz Pfarrmaier vulgo Jaga Naz, lediger Sohn des Ignaz Rojacher vulgo Kolm Naz
- Elisabeth Pfarrmaier, Mutter des Richard Ignaz
- Halbgeschwister des Richard Ignaz mütterlicherseits
- Landkarte und Ortschaften im Kärntner Mölltal
- Kirchenbücher: Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher, Matricula Online
- Stammbaum des Ignaz Rojacher
- Bilder von Richard Ignaz Pfarrmaier, seiner Frau Maria und ihren Kindern
- Wilhelm Ritter von Arlt, Freund, Berater und Mäzen von Rojacher
- Der Beginn der Geschichte des Skifahrens
- Errichtung des Observatoriums am Hohen Sonnblick
- Das Zittelhaus am Hohen Sonnblick – die Entwicklung
- Der Ammererhof (Tauernhof) in Kolm-Saigurn
- Die Rojacherhütte unterhalb des Sonnblickgipfels
- Der Alpenverein Rauris
- Quellenangaben
Bestellung
Es konnte eine gedruckte Ausgabe bei Margot Daum bestellt werden. Diese Auflage ist jedoch mit Stand Oktober 2023 vergriffen. Eine Auflage mit neuen Bildern ist ab Sommer 2026 um ca. 29 Euro erhältlich. Einfach ein E-Mail senden, dann wirst du über die neue Auflage informiert.
Margot Daum Laireiting 15 5611 Großarl Mobiltelefonnummer: (06 64) 490 99 21 E-Mail: margot30@gmx.at
Link zum freien Download der 1. Auflage
| * Ignaz Rojacher (Biografie), als freies Download-PDF über diesen Link (Druckversion November 2021) |
Rezension 1
Ignaz Rojacher, der bärtige Bergmensch aus den Tauern, faszinierte mich schon seit Beginn des SALZBURGWIKIs – der Artikel, den ich 2007 über ihn schrieb, war einer der ersten Beiträge. Er basierte auf einem im Internet gefundenen PDF des Rauriser Alpenvereins. Im März 2020 meldete sich dann seine Ururenkelin Margot Daum bei mir, die seinerzeit das PDF für den Rauriser Alpenverein geschrieben hatte. Sie möchte diese Biografie grundlegend überarbeiten, weil sie neue Quellen gefunden hatte und auch den Artikel im SALZBURGWIKI aktualisieren. Margot fügte ihre Biografie Mosaikstein um Mosaikstein zusammen. Im August 2021 war die Biografie dann fertiggestellt. Fast fertig jedenfalls, denn kaum waren die ersten Exemplare probeweise kopiert und im Verwandten- und Freundeskreis verteilt, tauchten neue Einzelheiten und Geschichten auf, die Margot noch unbedingt in die Biografie aufnehmen wollte. Ende November schließlich gab sie „grünes Licht“ für die Veröffentlichung.
Am 1. Dezember 2021 erhielt ich dann ein „frisch gedrucktes“ Exemplar und bin beeindruckt über das Ergebnis – über das Ergebnis jahrelanger Recherchen der Ururenkelin, über die vielfältigen Informationen, die der Leser auf 80 Seiten findet, und über die saubere Verarbeitung der gedruckten Version. Diese kann man bei Margot Daum gegen einen Unkostenbeitrag erwerben oder hier im SALZBURGWIKI gratis herunterladen (es ist das Druck-PDF, also in bester Qualität).
Zunächst werden auf 14 Seiten das geschichtliche und bergmännische Umfeld der Zeit erläutert, in der Ignaz Rojacher lebte. Unter welchen Bedingungen wurden damals Erze abgebaut? Wie entstand der Markt Rauris? Woher kommt der Name Kolm-Saigurn, und vieles mehr. Beiträge des Montanspezialisten Prof. Dr. Gruber geben dazu ausführliche Auskunft.
Der zweite, umfangreiche Teil beschäftigt sich mit Rojachers Leben (25 Seiten) und dokumentiert seine Nachkommen, beginnend mit seinen ledigen Kindern, insbesondere mit seinem ledigen Sohn Richard Ignaz Pfarrmaier vulgo Jaga Naz, der den Beginn der Familiengeschichte „entern Tauern“ an der Südseite der Hohen Tauern einleitete. Von dort wechselten die verwandtschaftlichen Beziehungen immer wieder hin und her. Auch für Außenstehende ist es durchaus interessant, die kurzen Lebensgeschichten zu lesen, zu erfahren, welchen Berufen die Menschen damals nachgegangen sind oder wie groß die Kinderschar früher war. Der Abschnitt über das Leben Rojachers schließt selbstverständlich auch die Geschichte der Errichtung des Observatoriums auf dem Hohen Sonnblick sowie die Elektrifizierung des Raurisertals ein. Bilder von technischen Objekten und Verwandten lockern die Darstellung auf. Ein zweiseitiger Stammbaum zeigt übersichtlich die verwandtschaftlichen Verflechtungen.
Es folgen zwei Seiten über Wilhelm Ritter von Arlt, den Mäzen und Freund Rojachers, über seine Aktivitäten rund um das Skifahren und den Alpenverein, Sektion Rauris. Dies leitet über zur Skigeschichte in Rauris und den legendären Abfahrtsläufen vom Sonnblick, denen eine Chronologie der Skigeschichte des Tales folgt. Während sich im Teil über Rojachers Leben der Abschnitt über das Observatorium mit der Geschichte von der Idee über die Planung bis zum Bau befasst, bietet der nun gegen Ende der Biografie stehende Beitrag eine chronologische Übersicht über alle Ereignisse bis in die Gegenwart, darunter der tragische Tod eines Beobachterehepaares sowie eine Liste aller bisherigen Mitarbeiter. Schließlich folgen noch die Chronologien des Zittelhauses, des Ammererhofes und der Rojacherhütte, die 2021 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Dass diese Biografie nicht einfach so aus heiterem Himmel entstanden ist, dokumentiert das umfangreiche Quellen- und Bildquellenverzeichnis am Ende sowie eine kleine Literaturliste. Ganz zum Schluss kommt die Autorin dann auch noch zu Wort.
Diese Biografie erhellt das vielleicht bisher etwas im Dunkeln verborgen gewesene Leben eines der bedeutendsten Männer des Raurisertals und vor allem der Geschichte der österreichischen Wetterbeobachtung. Ein wohl überregional interessantes Buch, das viele interessieren könnte.
Rezension 2
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Quellen
- Die Biografie
- Rezension von Peter Krackowizer