Gernot Friedel

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Gernot Friedel (* 26. Februar 1941 in Klagenfurt, Kärnten; † 10. Oktober 2026) war ein österreichischer Theater- und Fernsehregisseur.

Leben

Nach seiner Kindheit in Innsbruck studierte er am Salzburger Mozarteum und am "Max Reinhardt Seminar" in Wien. Nach Abschluss der Studien wurde er Regieassistent am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen.

Von 1974 bis 1984 arbeitete er als Regieassistent von Ernst Haeusserman, 1984 übernahm er als dessen Nachfolger bei den Salzburger Festspielen die Regie im Jedermann ( damals mit Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle), die er bis 2001 inne hatte. 1990 und 1995 inszenierte er das Stück neu, 1990 mit Helmuth Lohner als Jedermann und Sunnyi Melles als Buhlschaft und 1995 mit Gert Voss und Maddalena Crippa in den Titelrollen.

Friedel war der letzte Regisseur, der sich an das szenische Konzept von Max Reinhardt hielt, ehe Christian Stückl eine grundlegend neue Werksicht vorlegte.

Friedel arbeitete auch am Burgtheater, im Theater in der Josefstadt, an der Wiener Volksoper und an der Deutschen Oper Berlin. 2003 sprang er bei den Seefestspielen Mörbisch als Regisseur der Lehár-Operette Giuditta ein. Auch als Film- und Fernsehregisseur griff Friedel immer wieder auf Theaterstoffe zurück, etwa in Sonny Boys mit Otto Schenk und Helmut Lohner oder – wiederum mit Schenk – "Othello darf nicht platzen".

18 Jahre lang setzte Gernot Friedel das Spiel vom Sterben des Reichen Mannes bei den Salzburger Festspielen in Szene. Am Samstag, den 10. Oktober 2026, starb der Regisseur im Alter von 85 Jahren.

Ehrung

2001 erhielt er das Goldenes Ehrenzeichen des Landes Salzburg.

Quellen