Armen- und Krankenfürsorge (historisch)
In früheren Jahrhunderten war die Armen- und Krankenfürsorge nicht gesetzlich geregelt wie heute, sondern die Menschen waren auf Spenden, Stiftungen und Unterstützungen der Salzburger Erzbischöfe, des Adels und Bürgertums angewiesen.
Stadt Salzburg
Unter Erzbischof Konrad I. von Abensberg wurden nach 1122 Maßnahmen für die Armen- und Krankenfürsorge ergriffen. Anstelle eines älteren Spitals nahe dem Dom entstanden vor 1193 das Armenspital des Domkapitels, das St. Johann in Stubenberg im Kaiviertel und das Laurentiusspital des Stifts St. Peter nahe dem heutigen Chiemseehof.
Das Bürgerspital St. Blasius wurde von Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz 1327 für kranke, alte und sieche Bürger der Stadt errichtet. Das Bruderhaus St. Sebastian an der Linzer Gasse, nächst der St.-Sebastian-Kirche gelegen, wurde 1496 erbaut und war das zweite Krankenhaus der mittelalterlichen Stadt Salzburg.
Das St. Johanns-Spital, als Landeskrankenhaus bekannt, schließlich wurde von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein mit Stifterbrief vom 15. Oktober 1699 erbaut.
In der Griesgasse gab es im 19. Jahrhundert das Kronhaus.
Land Salzburg
1350 wird das Armenbadspital in Wildbadgastein erstmals erwähnt, ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist ein regulärer Badebetrieb nachweisbar - damals erlebte auch der Gold- und Silberbergbau im Gasteinertal seinen Aufschwung.
Quellen
- Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6
- Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst, Franz Martin, Verlag "Das Bergland-Buch", 1952
- Salzburgwiki