Städtisches Brunnhaus

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Städtische Brunnhaus war ein Teil der Wasserversorgung der Stadt Salzburg.

Beschreibung

Weil die linke Altstadt Anfang des 16. Jahrhunderts - außer einigen Brunnen - keine eigene Wasserversorgung hatte, wurde eine ergiebige Quelle am Gries gefasst und darüber 1548 das Städtische Brunnhaus gegenüber der Bürgerspitalskirche St. Blasius errichtet. Dieses Schöpfwerk bewährte sich schlecht und deshalb wurde 1555 ein Druckwerk nach dem Vorbild der Saline in Reichenhall eingebaut. Die Schöpfräder wurden durch das vorbeifließende Almkanalwasser angetrieben. Dieses Grundwasserhebewerk lieferte nun ausreichend Wasser. Es wurde in Holzrohren zu den Häusern entlang der 'Trabegasse' bis zum 'Löchlplatz' und weiter zum 'Rathaus' geleitet. Im Hof des Brunnhauses wurde als Vorsorge gegen die Feuergefahr ein große Brunnlacke angelegt.

Später wurde das Wasser auch in Leitungen aus Holzrohren bis zum 'Michaelsplatz', ab 1662 zur Brunnstube nach Mülln und ab 1701 zum St. Johanns-Spital geleitet.

Beim Städtischen Brunnhaus waren die Schleifmühle (Kristallschleiferei, namensgebend für das 'Schleifertor'), mehrere Mühlen und das Stieglbräuhaus.

Das Grundwasser war stets von minderer Qualität, weil es durch in der Altstadt befindliche Mistplätze der Gewerbe und auch durch die Friedhöfe verunreinigt war.

1875 wurde das städtische Brunnhauswegen der minderen Qualität des Grundwassers außer Betrieb genommen.

Quelle