Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus
Die Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus ist eine römisch-katholische Kirche im Salzburger Stadtteil Morzg.
Geschichte
Die Pfarrkirche zum hl. Vitus in Morzg wird urkundlich erstmals im Jahr 1139 erwähnt. Das Gotteshaus, so wie es sich heute darstellt, ist im Wesentlichen ein Neubau. Er wurde um 1680 begonnen. Von dem alten gotischen Kirchenbau ist nur der polygonale Chorabschluss erhalten und es blieb der Turm bestehen. 1683 wurde diese Kirche zu einer barocken Staffelkirche mit etwas niedrigeren Seitenschiffen umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von 1764.
Der gotische Hochaltar stammt von 1480. Er zeigt den heiligen Vitus als Hauptpatron der Kirche in der Mitte, den heiligen Georg mit Drachen zu seiner Linken und den heiligen Leonhard, der Abt mit Kette und Buch, zur Rechten. Die Außenflügel zeigen im geöffneten Zustand vier Szenen aus der Vitus-Legende.
Von Johann Friedrich Beretti stammen folgende Bilder:
- Hl. Familie mit den hll. Antonius von Padua u. Franz de Paula, 1686, rechtes Seitenaltarbild
- Hll. Sebastian und Florian, 1686, Oberbild des rechten Seitanaltars
- Maria mit den hll. Erasmus und Barbara, Rupert und Virgil, 1686,
- Hll. Johannes der Täufer und Rochus, 1686, Oberbild des linken Seitenaltars
Die Außenwand der Kirche schmückt ein römischer Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem 2./3. Jahrhundert stammt.
Anton Faistauer - Fresken
Sehenswert sind die Fresken in der Kirche, die Anton Faistauer − teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch Wilhelm Kaufmann und Theodor Kern − in den Jahren 1922/1923 schuf. Diese sind heute ein besonderer Anziehungspunkt, weil Morzg als einziges Gotteshaus in Salzburg ein herausragendes Werk zeitgenössischer Kunst aus der Zwischenkriegszeit besitzt.
Friedhof
- Hauptartikel Friedhof von Morzg
Bilder
- Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblinks
- www.pfarre-morzg.at/pfarre-morzg
- offizieller Kirchenführer, Verlag St. Peter, Erzabtei St. Peter (zur Baugeschichte, Einrichtung und künstlerischen Ausstattung)
Quellen
- Offizieller Kirchenführer, Verlag St. Peter, Erzabtei St. Peter A-5010 Salzburg
- Mag. Thomas Schmiedbauer eigene Wahrnehmung und Besichtigung vor Ort
- Daten der Personen von den Grabsteinen (lt. Archiv Peter Krackowizer)