Verkehr in Neumarkt am Wallersee

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die Parkplätze im Zentrum der Stadt Neumarkt am Wallersee

Dieser Artikel behandelt die Verkehrssituation in Neumarkt am Wallersee der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee der Gegenwart und, soweit Beiträge kommen, gerne auch der Vergangenheit.

Straßenverkehr

Allgemeines

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 1, der Wiener Straße. Von Westen kommt die L 206, die Köstendorfer Landesstraße von Mattsee. Durch die Umfahrung, die 1989 in Betrieb genommen wurde, fließt der Hauptverkehr seither um das Stadtzentrum herum.

Die Hauptstraße liegt, ebenso wie weitere Straßen im Stadtzentrum, in einer 30-km/h-Zone erklärt.

Parkraum

Der innere Bereich der Stadt ist gebührenfreie Kurzparkzone (90 min.). Östlich des Stadtkerns gibt es zwei gebührenfreie Parkplätze (Parkplatz Lötschen und Parkplatz Rinnerthaler). Beim Bahnhof Neumarkt-Köstendorf steht eine größere Parkfläche für Pendler zur Verfügung. Im Bereich der Schulen im südlichen Teil des Stadtzentrums befinden sich weitere Parkplätze.

Verkehrskonzepte

Ein Verkehrskonzept stammt von Dipl. Ing. Peter Fuchs, Zivilingenieur für Bauwesen in Wals[1].

Begegnungszone

DI Ursula Feix von der " bad architects group" stellte im September 2013 ein Modell der Begegnungszone vor[2].

Bei der Vorstellung sprach sich die große Mehrheit der anwesenden Wirtschaftstreibenden gegen diese Begegnungszone aus. Diese würde auch einige Parkplätze weniger bedeuten, was die Wirtschaftstreibenden nicht hinnehmen wollen (Auto = Umsatz). Anzumerken in diesem Zusammenhang ist jedoch der Wunsch der Wirtschaftstreibenden, die Hauptstraße regelmäßig an einzelnen Tagen bzw. Tageszeiten für den Verkehr zu sperren, um Verkaufsveranstaltungen abhalten zu können.

Verkehrsströme

Im Stadtzentrum fließt der Verkehr durch die Hauptstraße. Bei hohem Verkehrsaufkommen weichen Autofahrer jedoch oft durch Sportplatz- und Wallbachstraße aus. Beide Straßen liegen in Wohngebieten.

Hauptstraße

Hauptstraße in Neumarkt am Wallersee
Hauptstraße in Neumarkt am Wallersee ca. 150 m vor der Einmündung in die Köstendorfer Landesstraße (Vorrangstraße) an einem Donnerstagvormittag

Die Hauptstraße im zentralen Stadtbereich beim Stadtamt Neumarkt am Wallersee ist trotz der Umfahrung häufig vom Verkehr überlastet. Viele Autofahrer empfinden die Nutzung der östlich des Stadtzentrums verlaufenden Umfahrung als Umweg. Je nach Ausfahrt ist für z. B. aus der Richtung von Köstendorf kommende Autofahrer die Umfahrung bis zu 2,8 Kilometer länger als eine Fahrt durch das Stadtzentrum auf der Wiener Straße.

Staus im Stadtzentrum auf der Hauptstraße werden u.a. durch Lkw hervorgerufen, die − mangels geeigneter Parkflächen − direkt auf einer der beiden Fahrstreifen der Hauptstraße entladen sowie durch Pkw, die in bzw. aus Parklücken fahren. Auch Linienbusse bleiben häufig vor dem Stadtamt auf den Fahrstreifen für den fließenden Verkehr stehen anstelle in die vorgesehenen Haltebuchten auszuweichen (die aber auf einer Seite am Freitagnachmittag durch den Flachgauer Schrannenmarkt verstellt sind). Dazu kommen undisziplinierte Autofahrer, die für einen schnellen Einkauf ihr Fahrzeug am Straßenrand, jedoch nicht auf Parkflächen, kurzfristig abstellen und so den fließenden Verkehr bei Gegenverkehr zum Anhalten zwingen und in Folge zu Staus führt.

Auch die Nichteinhaltung der 30-km/h-Beschränkung durch manche Verkehrsteilnehmer führt im Bereich der Hauptstraße zu gefährlichen Situation zwischen Fließverkehr, ausparkenden Fahrzeugen und Fußgängern.

Kreuzung Köstendorfer Landesstraße - Wiener Straße

Als Staufaktor ist auch die Kreuzung Köstendorfer Landesstraße - Wiener Straße zu sehen, bedingt durch die von Westen kommende Landesstraße, die als Vorrangstraße 90 Grad in die Wiener Straße abbiegt. Der Verkehr aus der Hauptstraße kommend staut sich bei hohem Verkehrsaufkommen auf Köstendorfer Landesstraße.

Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass Autofahrer bei solchen Verkehrssituationen die Sportplatzstraße abbiegen und durch die Wallbachstraße (bzw. umgekehrt) als Ausweichstrecke durch das Stadtzentrum nehmen. Und dies trotz 450 m längerer Fahrt über diese beiden Straßen (950 m Sportplatz-/Wallbachstraße zu 500 m auf der Hauptstraße). Beide Ausweichstraßen führen durch Wohngebiete sowie an einem Kinderspielplatz vorbei. Die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h wird dann meist nicht beachtet.

Wallbachsiedlung mit angrenzenden Wohngebieten

Parkplatzmisere bei Fußballspielen: links und rechts werden die Anrainerparkplätze von Fußballspielbesuchern verparkt
siehe auch Verkehrserhebung Wallbachsiedlung 2013

Die Wallbachsiedlung ist eines der älteren Siedlungsgebiete im Nahbereich des heutigen Stadtzentrums und hat de facto nur eine Zufahrtsstraße, nämlich die Wallbachstraße.

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Die Problematik im Straßenverkehr ergibt sich in diesem Bereich dadurch, dass einerseits der Verkehr der Anrainer (geschätzte 300 bis 400 Fahrzeuge) auf nur zwei Straßen fließen kann (Wallbach- und Sportplatzstraße), andererseits, dass sich der Sportplatz mitten diesem Wohngebiet am Ende einer Sackgasse) befindet und überdies nur über wenige Parkplätze verfügt[3].

Verschärft wird das hohe Verkehrsaufkommen in diesen Wohngebieten an einigen Tagen im Jahr, wenn das Stadtzentrum wegen Veranstaltungen für den Durchfahrtsverkehr gesperrt ist.

durch diese Straße - die Gartenstraße - fließt manchmal der gesamte Verkehr, in beide Richtungen, unmittelbar neben Wohnungen

Verkehr in der Sportplatzstraße

siehe auch Verkehrserhebung Wallbachsiedlung 2013

Die Stadtgemeinde hegt einen langjährigen - über 30jährigen - Wunsch, den Sportplatz aus dem Wohngebiet abzusiedeln, jedoch fehlen die finanziellen Mittel. Seitens der Stadtgemeinde gab es ein Verkehrskonzept, in dem die Absiedelung des Sportplatzes vorgesehen war[4]. In einem Gespräch[5] mit dem Amtsleiter Mag. Peter Reifberger meinte dieser jedoch, dass es im Moment und auf absehbare Zeit zu keiner Verlegung des Sportplatzes aus dem Zentrum der Stadt an die die Peripherie kommen wird. Es fehle an Geld.

Im Oktober 2014 kam es in diesem Punkt jedoch zu einer möglichen Änderungen. Bei einer Begehung der Straßenzüge Sportplatzstraße und Wallbachstraße meinte Bürgermeister DI Adi Rieger, dass es wohl zu einer Verlegung des Sportplatzes kommen müsse. Ein Termin dazu wurde noch nicht konkretisiert.

Autofahrer erreichen mit ihren Fahrzeugen auf dem ansteigenden Teil der Sportplatzstraße bergwärts auf der kurzen Strecke von weniger als 150 m Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h (gemessen) und mehr (Augenzeugenberichte). An beiden Straßenrändern stehen unmittelbar Wohnhäuser. Eine Verkehrserhebung der Stadtgemeinde im Sommer 2014 ergab auf der kurzen, bergwärts führenden Strecke der Sportplatzstraße Spitzengeschwindigkeiten bis 69 km/h. Auch von der Polizei durchgeführte Radarmessungen im Sommer ergaben Geschwindigkeiten über 50 km/h.

Das Verkehrsverhalten zahlreicher Besucher von Fußballspielen und anderen Sportveranstaltungen bzw. Trainings: Trotz Wohnsiedlungen, Kinderspielplatz, Bodenwellen und Betonblumentrögen (im flachen Bereich direkt zwischen Wohnblocks), Hinweisschildern und Bodenmarkierungen (30 km/h) fahren viele Autofahrer deutlich schneller als 50 km/h, ungeachtet manchmal durch Veranstaltungsbesucher verparkter Straßenzüge. Am 29. Oktober 2013 wurden zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr knapp 400 Fahrten registiert.

Auch Lkw und Reisebusse fahren durch dieses Wohngebiet.

Markierungsarbeiten 2014 auf der Sportplatzstraße - hier wäre es fast zu einem Unfall mit einem kleinen Kind gekommen

Ein "fast"-Unfall mit Kleinkind brachte erste Änderungen

Nachdem Ende September 2014 beinahe ein kleines Kind beim Spielplatz an der Sportplatzstraße überfahren worden wäre, reagierte Bürgermeister DI Rieger sofort und es kam zu einer Begehung mit einem Verkehrsexperten. Dabei wurden neben Sofortmaßnahmen (Markierung eines Gehwegs an jenen Teilen der Sportplatz- und Wallbachstraße, an denen ein Gehsteig fehlt, Änderungen der aufstellten Blumentröge) auch mittelfristige Maßnahmen beschlossen (Änderung des Kreuzungsbereichs Wallbach-Sportplatzstraße, verstärkte Radarkontrollen) sowie langfristige Ziele (Aufstellung eines fixen Radars).

Örtliche Umleitung bei Veranstaltungen auf der Hauptstraße

Stand 2013

Es sei eine politische Entscheidung gewesen, die örtliche Umleitung des Verkehrs bei Veranstaltungen auf der Hauptstraße durch die Wohngebiete entlang der Wallbach-, Sportplatz- und Gartenstraße sowie Moserkellergasse und Siedlungsstraße zu führen. Zitat: "Den Bewohnern anderer Ortsteilen sei die Verwendung der Stadtumfahrung nicht zuzumuten, zumal diese nicht von der Bevölkerung gewünscht war"[5].

Zu Umleitung des Verkehrs käme es an vier bis acht Tagen im Jahr, hauptsächlich zwischen Freitagmittag und Sonntagabend. Zitat: "Wer den Verkehr nicht aushält, solle an diesen Tagen entweder mitfeiern oder Neumarkt verlassen"[5]. Wenn man bedenkt, dass es jene Zeiten sind, in denen die Menschen üblicherweise zu Hause sind und z. B. sich in ihren Gärten oder auf ihren Terrassen aufhalten möchten, eine harte Aussage.

"Wir haben Angst vor jedem Fest, besonders vor dem Ruperti Stadtfest"
Mehrere Wohnungen haben entweder ihre Wohnzimmer oder/und [kleinen] Gärten oder Terrassen unmittelbar an diesen Umleitungsstraßen. Besonders die Anrainer an der Gartenstraße leiden zeitweise extrem unter dem (teilweise undisziplinierten) Fahrverhalten zahlreicher Verkehrsteilnehmer. Zitat einer Bewohnerin der Gartenstraße: "Wir haben Angst vor jedem Fest, besonders vor dem Ruperti Stadtfest"[6]. Diese Aussage war nicht unbegründet, konnte doch am Ruperti Stadtfest-Tag 2013 dichter Verkehr durch die schmale Gartenstraße beobachtet werden, Szenen der [wüsten] Beschimpfungen von Autofahrern aufgrund von Ausweichproblemen auf der schmalen Straße, Raser, die trotz einem verparkten Fahrtstreifen mit deutlich höherer Geschwindigkeit als die vorgeschriebenen 30 km/h fuhren - trotz Fußgänger und zahlreicher Kinder.

Bilder Ruperti Stadtfest 2013:

Verbesserung 2014: keine Umleitungsschilder mehr im Stadtzentrum

Nachdem beim Weinfest am 7. Juni 2014 auf dieser Umleitung durch Wohngebiete rund 220 Fahrzeuge pro Stunde in der Mittagszeit am Samstag gezählt wurden reagierte die Stadtgemeinde rasch auf einen Bericht[7] des Neumarkter Stadtschreibers. Bereits drei Tage später wurde einstimmig im Stadtrat beschlossen, in Zukunft keine örtliche Umleitung mehr auszuweisen und jeweils an den Ortseinfahrten darauf hinzuweisen, dass es keine örtlichen Umleitung gibt.

Beim Ruperti Stadtfest 2014 im September sank die stündliche Frequenz von rund 220 Fahrzeuge auf rund 160 Fahrzeuge pro Stunde.

Schienenverkehr

Neumarkt am Wallersee liegt an der Westbahn und ist somit an das S-Bahn-System des Großraums der Stadt Salzburg angeschlossen. Zwei Mal täglich hält auch das private Personentransportunternehmen WESTbahn.

Linienbusverkehr

Neumarkt am Wallersee ist mit zwei Buslinien des Postbus im Salzburger Verkehrsverbund (SVV) erreichbar. Neben mehreren Haltestellen im gesamten Stadtgebiet gibt es eine zentrale Haltestelle beim Stadtamt sowie beim Bahnhof Neumarkt-Köstendorf.

Bahnhof Neumarkt-Köstendorf

Die Haltestelle Bahnhof Neumarkt-Köstendorf wird von folgenden Linien angefahren:

Quellen und Fußnoten

  1. Quelle www.dipfuchs.at
  2. Quelle www.sessionnet.at, Details, abgefragt am 16. September 2013
  3. der eigentliche Parkplatz für den Sportplatz liegt auf dem höher gelegenen Plateau, wo sich auch das Schulzentrum befindet; er ist nur zu Fuß über eine Stiege erreichbar
  4. in einem Arbeitspapier "Entwicklungsziele und Maßnahmen" aus dem Jahr 2008 - siehe PDF - wird eine Fläche im Norden des Gemeindegebiets im Raum Bahnhof Neumarkt - Köstendorf bereits vorgeschlagen
  5. 5,0 5,1 5,2 Gespräch mit Amtsleiter Mag. Peter Reifberger mit Peter Krackowizer, 16. September 2013
  6. Quelle Gespräch Peter Krackowizer mit einer Anrainerin
  7. siehe Neumarkter Weinfest zum Weinen für viele Anrainer