Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael

Aus SALZBURGWIKI
Version vom 24. Oktober 2016, 08:06 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge) (Bild Erinnerungstafel an die Kirchenrenovierung 2007 hier entfernt, besteht ja nur aus Text ohne Bilder oder Zeichnungen - Inhalt in den Artikel übertragen)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Pfarrkirche vom Kühberg aus gesehen
Pfarrkirche Gnigl, Hauptaltar

Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael ist eine römisch-katholische Kirche am Rand des historischen Ortskerns von des heutigen Salzburger Stadtteils Gnigl, in Obergnigl.

Geschichte

Der heutige Gnigler Friedhof hat in einem römerzeitlichen und einer bajuwarischen Reihengrabstätte würdige Vorfahren. Erstmals erwähnt ist eine Kapelle St. Michael in Gnigl erst 1585, diese Messkapelle, benannt nach einem im Mittelalter sehr beliebten Heiligen dürfte aber mittelalterlichen Ursprungs sein.

Der heutige Gnigler Friedhof wurde 1699 angelegt. Unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein wurde vermutlich nur ein Anbau an die bestehende Kapelle errichtet. Die Pläne für die neue Kirche stammten von Tobias Kendler. Dieser heute stehende Kirchbau wurde unter Fürsterzbischof Firmian 1731 begonnen, dann aber 1732 vorübergehend eingestellt. Ob die damals für den Weiterbau fehlenden Geldmittel mit hohen Ausgaben des Erzbischofs im Zusammenhang mit der Protestantenvertreibung standen, bleibt ungeklärt. Die Weihe der Kirche erfolgt 1738 durch Erzbischof Firmian. Die Kirche ist heute ein barocker Saalbau. Der dominante Turm mit Zwiebelhaube über dem Haupteingang ist als dominante Fassade vorgestellt. Der heutige Hochaltar von Sebastian Stumpfegger gefertigt, die Orgelempore und der Zwiebelturm wurden zwischen 1732 und 1738 ebenfalls unter Erzbischof Firmian errichtet. Einige Statuen stammen vom bekannten Bildhauer Josef Anton Pfaffinger. 1852 ist die Pfarre Gnigl selbständig.

Im Jahr 1700 wurde unweit der Kirche in Obergnigl die Luggaukapelle Unsere liebe Frau am Schnoderbach errichtet.

Am 3. Mai 1953 weiht Erzbischof Andreas Rohracher vier neue Glocken für die Pfarrkirche.

Zu erwähnen ist auch die alte Totenkapelle an der südöstlichen Seite des Friedhofes. Sie enthält einen Allerseelen-Kulissenaltar und kleine Holzkästchen, in denen beschriftete Totenschädel aufbewahrt sind.

2007 wurde die Kirche in Vorbereitung auf ihr 250-jährigen Jubiläums der Pfarrerhebung im Jahr 2008 umfassend renoviert. Dechant Pfarrer Mag. Richard Schwarzenauer hatte diesen Beschluss gefasst. So wurden der Hochaltar nachhaltig renoviert, der gesamte Kirchenraum sowie alle Skulpturen und Figuren, das Mauerwerk trockengelegt , die Fußböden und Außensockel saniert und die Sakristei mit Wasser versorgt wie auch alle Elektroinstallationen erneuert. Für die Sanierung wurde im Februar 2006 der Verein Unsere Gniglerkirche gegründet. Die Gesamtkosten der Renovierung betrugen 476.000 Euro. Mehr als 180.000 Euro konnten durch Spenden von mehr als 540 Spendern aus Gnigl aufgebracht werden.[1].

Quelle

Bildergalerie

Weblinks