Alois Weidlinger
Prälat Dr. Alois Weidlinger (* 30. März 1931 in Taufkirchen an der Pram, Oberösterreich) ist Priester der Erzdiözese Salzburg, insbesondere ehemaliger Pfarrer von Salzburg-St. Andrä und Generaldechant für den Tiroler Anteil der Erzdiözese Salzburg.
Leben
Frühe Erinnerungen des oberösterreichischen Bauernsohnes gehen in die NS-Zeit. Wenige Tage nach dem Anschluss musste das allmorgendliche Schulgebet dem Hitlergruß weichen, binnen kurzer Zeit traten in der gerade einmal 2 000 Einwohner zählenden Innviertler Gemeinde 200 Leute aus der Kirche aus, und der Pfarrer wurde des Ortes verwiesen. Karl, der älteste Bruder, blieb im Krieg vermisst.
Als junger Gymnasiast in Linz lernte Weidlinger den Salzburger Domzeremoniär Anton Strasser kennen. „Damals stellte sich für mich schon die Berufsfrage und so folgte ich ihm ins Borromäum, wo ich 1950 in der ersten Maturaklasse nach dem Krieg abschloss“, erzählte Weidlinger später.
Alois Weidlinger durfte am Collegium Germanicum in Rom studieren. Am 10. Oktober 1956 wurde er in Rom (Sant'Ignazio) von Erzbischof Franz König zum Priester geweiht.
Sein erstes Seelsorgejahr brachte Weidlinger als Kooperator in Seekirchen zu. 1958 wurde er nach Stumm im Zillertal berufen, nur ein Jahr später nach Wörgl. Der dortige Pfarrer Bruno Regner regte ihn zum Doktoratsstudium an, das er 1963 mit der Promotion abschloss. Von 1964 bis 1967 wirkte er als Spiritual im Borromäum. „Die jungen Leute waren mir anfangs alle fremd, aber ich fand schnell Kontakt zu ihnen. Da waren Schüler dabei wie der heutige Finanzkammerdirektor Lidicky oder Professor Raimund Sagmeister.“
Von 1967 bis 1971 war Weidlinger Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg. Dann bat ihn Erzbischof Eduard Macheiner, die Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä zu übernehmen. Damals wurden auch die vier Stadtdekanate gegründet, und Weidlinger wurde zum ersten Dechant des Dekanats Salzburg-Ost gewählt.
1987 kam Weidlinger nach Kufstein. 1992 wurde er Dekan und Generaldechant für den Tiroler Anteil der Erzdiözese Salzburg.
Im Alter von 70 Jahren suchte Weidlinger um seine Pensionierung an; auf Bitte Erzbischof Georg Eders übernahm er aber noch die Pfarre St. Jakob am Thurn. Mit 75 Jahren trat er endlich in den Ruhestand. Diesen verbringt er in Oberndorf.
„Im Gesamten gesehen kann ich dem Herrgott nur dankbar sein, abseits aller Schwierigkeiten oder gelegentlicher Kritik, wie sie auch vorkommen kann. Ich habe ein erfülltes Leben gehabt.“ – So blickt Prälat Weidlinger auf sein Leben zurück.
Quellen
- Rupertusblatt 2006_40_06: „50 schöne Jahre“
- Pfarrbrief der Pfarre Oberndorf, Ostern 2011, S. 4
- SN, Menschen, 30. März 2011
- RES, Eintrag Weidlinger, Alois
| Vorgänger |
Pfarrer von St. Jakob am Thurn 2001 – 2006 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Generaldechant für den Tiroler Anteil der Erzdiözese Salzburg 1987? – 2001 |
Nachfolger |
| Vorgänger Martin Wimmer |
Pfarrer von Kufstein 1987 – 2001 |
Nachfolger |
| Vorgänger – |
Dechant des Dekanats Salzburg-Ost 1979? – 1987 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Pfarrer von Salzburg-St. Andrä 1972 – 1987 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg 1967 – 1971 |
Nachfolger |