Königssee

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Königsseeschifffahrt
Karte
Blick v. Cafe Malerwinkel auf die Ortschaft Königssee der Gemeinde Schönau am Königssee
Bootshäuser
Königssee-Panoramabild von Bartholomä aus

Der Königssee (603 m ü. A.) ist mit 192 m der tiefste See Bayerns und liegt im Berchtesgadener Land im Nationalpark Berchtesgaden.

Geschichte

In der Weiheurkunde vom 24. August 1134 für die auf der Halbinsel errichtete Kapelle Basilica Chunigesee (St. Bartholomä) wurde der Name Königssee erstmals erwähnt. Die Namensgebung erfolgte damals nach dem Landherrn Chuono von Horburg, einem Mitbegründer des Stifts Berchtesgaden.

Im Mittelalter wurde der See vor allem von der einheimischen Bevölkerung auch Bartlmä-See genannt, da auf der Insel Christlieger die Statue des hl. Bartholomäus stand.

Landschaft

Der Königssee zählt zu den landschaftlich reizvollsten Gebieten des Berchtesgadener Land. Man kann mit Schiffen nach St. Bartholomä fahren. Das architektonische Wahrzeichen der Halbinsel ist die Wallfahrtskirche aus dem 12. Jahrhundert.

Ein Fußweg führt zum bekannten Malerwinkel. Vom Malerwinkel aus kann man St. Bartholomä die Funtenseetauern und die Schönfeldspitze sehen. Oberhalb des Königssee ist der Jenner (1 874 m ü. A.), auf den eine Seilbahn bis 1 802 m ü. A.hinauf führt.

Etwa 2,7 km von südlich des Südufers des Königssees befindet sich der 57 Hektar große Obersee (Königssee).

In der Nähe vom Königssee ist die Kunsteisbahn Königssee zu finden, eine Bobbahn, auf der auch internationale Wettbewerbe durchgeführt werden.

Daten

Der See liegt 603,3 m ü. A., seine Fläche beträgt 5,218 km² bei einer Länge von 6,30 km, einer Breite von 1,05 km, einer maximalen Tiefe von 192 m und einem Umfang von 19,96 km; das Wasser-Volumen: 511 785 000 m³ bei einer durchschnittliche Tiefe 98,1 m;

Schifffahrt

Bootsanlegestelle in Königssee

Auf dem See betreibt die Bayerische Seenschifffahrt einen ganzjährigen Schiffsbetrieb.

Geschichtliches

Die Salzburger Rote Elektrische fuhr bis 2. Oktober 1938 bis an den Königssee[1].

Berchtesgadener Ache

Die Berchtesgadener Ache bildet den natürlichen Abfluss vom Königssee. In ihrem Verlauf wird auch der Almkanal, der die erste Wasserleitung der Stadt Salzburg war, auf bayerischem Gebiet abgeleitet. Auf Salzburger Seite nennt man den Fluss Königsseeache.

Königssee im Winter

Königssee-Wanderung über das Eis am 29.01.2006 mit St. Bartolomä

Wegen seiner besonderen Lage (insbes. große Gewässertiefe) friert der Königssee eher selten - etwa alle zehn Jahre - zu. Dazu ist neben der Kälte auch absolute Windstille nötig. Dies war zuletzt im Jahr 2006 der Fall. Damals waren sehr viele Wanderer und Langläufer auf dem Eis über den See nach St. Bartholomä unterwegs.

VW Käfer am Seegrund

In besonders kalten Wintern fror der Königssee zu. Da konnten keine Schiffe mehr verkehren und so wurde der See bei entsprechender Eisdicke für Fußgänger freigegeben, im 20. Jahrhundert auch ein paar Mal für Kraftfahrzeuge. Am 28. Jänner 1964 konnte man den See zwar zu Fuß überqueren, für Pkw jedoch war er durch eine Barriere gesperrt. Ein 52-jähriger Kraftfahrer wurde an dieser Barriere zurückgewiesen. Dieser wollte aber offensichtlich unbedingt nach St. Bartholomä. Wie damals Medien berichteten wollte er seine Partnerin besuchen, die im Gasthof in St. Bartholomä als Kellnerin arbeitete. So fuhr er also von der Barriere noch ein Stück weiter zum ehemaligen Seebad. Über eine 40 cm hohe Böschung fuhr er dort auf das Eis des Königssee und fuhr nach St. Bartholomä.

Auf der Rückfahrt kam er vor der Falkensteinwand offensichtlich ins Schleudern und schlitterte in einen Bereich, in dem der See nicht zugefroren war, wie man an Hand von Spuren den Vorgang später rekonstruierte. Der Volkswagen versank im Wasser und mit ihm sein Fahrer an einer Stelle, an der der See etwa 120 Meter tief ist[2].

Siehe auch

Bildergalerie

Quellen und Fußnoten

  1. Quelle Salzburgwiki Beitrag Rote Elektrische
  2. Quelle der-versunkene-vw-kaefer
  • Baedeker Deutschland, Karl Baedeker GmbH Ostfildern, 6. Auflage 2000, ISBN 3-8297-1004-6
  • "Salzburger Nachrichten", 3. Mai 2012

, Geschichte

Weblinks