Stadtpfarrkirche zum hl. Antonius von Padua
Die Pfarrkirche St. Antonius befindet sich in Salzburg-Itzling.
Der Bau der St. Antonius Kirche wurde 1901 begonnen, nachdem durch den großen Zuzug die Bewohner der vielen Neubauten wiederholt nach einem kirchlichen Zentrum verlangt hatten. Finanziert wurde der Kirchenbau durch großzügige Spenden von Kaiser Franz Joseph I., Erzbischof Johannes Katschthaler und dem Salzburger Rupertusverein. Für die Planung und Ausführung der im historisierenden Stil einer romanischen Basilika mit doppelbogigen Fenstern und einem hohen Mittelschiff mit hölzerner Kassettendecke errichteten Kirche zeigten sich Jakob Ceconi als Baumeister und Karl Pirich als Architekt verantwortlich.
Die Kirche besitzt eine runde Apsis und einen Kirchturm mit steilem Pyramidendach. Der Platz abseits der lauten "Itzlinger Hauptstraße" und nächst dem heutigen Veronaplatz schien für den Kirchenbau ideal. Nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1903 wurde die Kirche im Rahmen eines großen Gemeindefestes von Erzbischof Katschthaler dem Heiligen Antonius von Padua geweiht.
Seit 1912 ist die Kirche eine eigene Pfarrkirche.
Das heutige vierstimmige Geläute wurde am Himmelfahrtstag, 27. Mai 1954, von Erzbischof Andreas Rohracher geweiht. Es besteht aus der Marienglocke (ca. 1000 kg, Ton: E), der Antoniusglocke (ca. 570 kg, Ton: G), der Johannes- oder Rupertusglocke (ca. 425 kg, Ton: A) und der Schutzengelglocke (ca. 250 kg, Ton: C).
Das erste Geläute der Kirche (1903) musste im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen werden, das gleiche Schicksal erlebte das 1923 von der Glockengießerei Oberascher in Kasern angeschaffte zweite Geläute mit Ausnahme der Josefsglocke, die die Wirren der Zeit bis heute überdauerte.
Das kleine cyrillische Glöckchen, das 1945 verwaist auf dem Salzburger Hauptbahnhof gefunden und dessen Herkunft nie geklärt werden konnte, kam zu Beginn der 1990-er Jahre in die Georgskirche auf der Festung Hohensalzburg.
Bis 1992 mussten die Turmuhr und das Schlagwerk (Viertelstunden- und Stundenschläge) täglich händisch aufgezogen werden. Das Uhrwerk ist eine handwerkliche Kostbarkeit der J. Mannhardt´schen Königlich Bayrischen Hof-Thurmuhrfabrik in München.
Die Seelsorger der St.-Antonius-Kirche:
Itzling als Expositur der Pfarre Gnigl von 1904 bis 1912:
Josef Führnkranz (1904 - 1907) Gabriel Kellinger (1907 - 1911) Josef Kepplinger (1911 - 1912)
Itzling als eigene Pfarre:
Josef Kepplinger (1912 - 1937) Peter Paul Bramböck (1937 - 1949) Johann Vogl (1949 - 1990) Ernst Pöttler (seit 1990)