Alfons Bergthaller
Rechnungsdirektor Alfons Bergthaller (* 22. September 1901 in der Stadt Salzburg; † 31. März 1995 ebenda) war Beamter des Magistrats der Landeshauptstadt Salzburg und Funktionär der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde.
Leben
Alfons Bergthaller war Sohn eines Wieners und einer Schwester des Salzburger Bürgermeisters Josef Preis. Er besuchte die Volksschule Mülln und das humanistische Gymnasium.
Nach der Matura war Bergthaller kurze Zeit als Praktikant bei der Firma Wildenhofer beschäftigt. Weitere Stationen seines Berufswegs waren das Wirtschaftsamt und die Länderbank. 1926/27 trat er unter den Bürgermeistern Josef Preis und Max Ott als Verwaltungsassistent in den Dienst der Landeshauptstadt Salzburg. Er wurde zunächst in der Rechts- und Präsidialabteilung des Magistrats eingesetzt, stieg 1938 zum städtischen Inspektor und erhielt die stellvertretende Verantwortung für die Stadtkasse. Nach Militärdienst im Zweiten Weltkrieg und Wiederkehr geordneterer Verhältnisse konnte er im August 1945 seine Tätigkeit als Stadtkassenverwalter wieder aufnehmen. Im Dezember 1955 wurde ihm der Titel „Rechnungsdirektor“ verliehen. Elf Jahre später trat er in den wohlverdienten Ruhestand.
Auch im Salzburger Vereinsleben war Alfons Bergthaller aktiv tätig. Neben dem Salzburger Höhlenverein, in dem er seit 1928/29 auch Forschungsaufgaben übernahm, betätigte er sich vor allem in der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Er gehörte seit 1947 dem Ausschuss der Gesellschaft an und fungierte jahrzehntelang als Schriftführer. Nach dem Ableben Wilfried Keplingers (* 1922, † 1963) wurde Bergthaller vom damaligen Vorstand Herbert Klein ungefragt mit Keplingers Nachfolge als Reiseleiter der Gesellschaftsexkursionen betraut. Zwar fühlte er sich dadurch sinnbildlich ins kalte Wasser gestoßen, gewann dieses Aufgabengebiet aber bald recht lieb und leitete durch mehr als zwanzig Jahre mit viel Energie und Organisationsgabe zahllose ein- und mehrtägige Exkursionen der Gesellschaft. Im Jahr 1984 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Alfons Bergthaller hinterließ seine Ehefrau Grete und fünf Kinder.