Motorveteranensport

Aus SALZBURGWIKI
Version vom 29. Mai 2007, 20:22 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Motorveteranensport hat eine lange Tradition in Salzburg.

Geschichte

Mit der Gründung vom Motor Veterenen Club Salzburg 1967 durch Prof. Dr. Helmut Krackowizer- es war einer der ersten Motor Veteranen Clubs in Österreichs - begann die Geschichte des Veteranensports im Bundesland Salzburg.

Nach einigen Ausfahrten gab es 1970 die erste größere Veteranen-Rallye im Land Salzburg: die "5. Int. Motorveteranen-Rallye um den blauen Donaupokal der MARTHA", sie fand vom 18. bis 20. September 1970 statt (siehe auch Oldtimer Grand Prix).

In Zusammenarbeit des "MVCS Motorveteranen Club Salzburg" und dem "Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club", kurz SAMTC, fand dann 1974 der "1. Wettbewerb um die Castrol-Austria-Trophäe in memoriam Rupert Karner" am Salzburgring statt, der erste Oldtimer Grand Prix. Zunächst nur für Motorräder. Erst ab 1976 gab es dann auch Läufe für Automobile.

Es folgten der Histocup am Salzburgring, die Bergennen Adnet für historische Motorräder und die Bergrennen Fanningberg, Lungau für historische Motorräder. 2002 fand die erste Großglockner Trophy Memorial Prof. Dr. Helmut Krackowizer statt. Und seit 2003 gibtr wieder Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile am Gaisberg in Erinnerung an die Gaisbergrennen. Dieses Rennen ist jedoch einen Kombination mit Läufen auf dem Salzburgring, sowie einem etwas waghalsigen Stadtrundkurs-Rennen in Salzburg. Vor allem die letzt genannten Veteranenveranstaltung entfernt sich schon deutlich von den ursprünglichen Gedanken dieser Veranstaltungsart und passt sich den - kommerziellen - modernen Bedürfnissen an.

Grundgedanke

Wertvolle historische Automobile und Motorräder sollten der Nachwelt nicht nur erhalten bleiben, sondern auch zweckentsprechend vorgeführt werden. Doch oberste Prinzipien einer jeden Veteranenveranstaltung sollten sein:

  • Die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer
  • Die Schonung der teilweise 100 Jahre oder mehr alten Maschinen
  • Die Freude an historischen Material

Damit beiden Komponenten auch effektiv erfüllt werden konnten, entstanden Gleichmäßigkeitsbewerbe. Das bedeutet, die Teilnehmer haben eine bestimmte Strecke mehrmals oder Anzahl von Runden auf Rundstrecken in möglichst gleichmäßiger Zeit zu absolvieren. Also nicht die Geschwindigkeit ist ausschlaggebend, sondern die Gleichmäßigkeit.

Doch vor allem PS-starke Rennboliden verleiten manchmal, um nicht zu behaupten, immer öfters, Besitzer von oft wertvollen, unwiederbringlichen Fahrzeugen, zu Geschwindigkeitsexzessen oder riskanten Fahrmanövern, die mit mehr oder minder großen materiellen Schäden, in jüngster Zeit auch menschlichem Leid, enden.

Die Personen, die mit dem historischen Motorsport groß wurden und die Werte dieser Maschinen erkannten, werden weniger und mit ihrem Abgang schwinden auch die Kenntnisse über dieses Material. Es beginnt wohl eine neue Interpretation von Motorveteranensport, der in Ansätzen wohl nichts mehr mit jenen Idealen zu tun hat, die Motorsportbegeisterte der 1930er oder 1950er der Neuzeit bewahren wollten.

Quellen