Leopold Ziller

Leopold Ziller (* 23. September 1913[1], † 10. November 2003 [2]) war ein Salzburger Heimatforscher.

Leben

Leopold Zillers Tätigkeitsschwerpunkte lagen auf Geschichte und Topographie des Wolfgangsee-Landes und der Namensforschung.

Im Heimatkundlichen Museum St. Gilgen legte Leopold Ziller mit im Jahr 1939 aus der Hand des 1943 verstorbenen Salzburger Komponisten August Brunetti-Pisano erhaltenen Musikalien und Dokumenten den Grundstock für ein kleines Brunetti-Archiv, das seinen Weg in das Salzburger Museum Carolino Augusteum fand.[3]

Werke

Selbständige Werke:

  • Mit Hans Windhager: Wegweiser von St. Gilgen und Umgebung. NS-Gauverlag, Innsbruck 1940.
  • Beiträge zur Geschichte von Kuchl. Eigenverlag, 1956.
  • St. Gilgen am Abersee. Pfarrgeschichte einer Salzburger Dorfgemeinde. Eigenverlag St. Gilgen 1969.
  • Fuschl am See. Heimatbuch einer jungen Fremdenverkehrsgemeinde. Fuschl am See, 1. Auflage 1970, 2. Auflage 1991.
  • Die Froschtränker. Balladen aus dem Wolfgangsee-Land. St. Gilgen 1971.
  • Unter dem Pseudonym „Leopold Weber“: Kindheit und Jugendzeit des Heinrich Z. Eine nicht ganz allgtägliche Biographie. Typoskript (ohne Erscheinungsort) 1972. (autobiographisch)[4]
  • Vom Fischerdorf zum Fremdenverkehrsort. Geschichte St. Gilgens und des Aberseelandes. 2 Bände, 1973, 1975
    • 1. Teil: bis 1800.
    • 2. Teil: (Vom Fischerdorf zum Fremdenverkehrsort – Geschichte von St. Gilgen am Aber-(Wolfgang-)See). 1800 – 1938. St. Gilgen 1973.
  • Aberseer Namensbuch. Flur-, Haus- und Familiennamen des Gerichtsbezirkes St. Gilgen. Herausgegeben als Festschrift zur 75-Jahr-Feier der Raiffeisenkasse St. Gilgen-Fuschl-Strobl 1977. St. Gilgen–Fuschl–Strobl 1977.
  • Was nicht im Duden steht: Ein Salzburger Mundartwörterbuch. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 7. Ergänzungsband, im Selbstverlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1979.
  • Bearbeitung von Franz Hörburger u.a., Salzburger Ortsnamenbuch, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 9. Ergänzungsband, im Selbstverlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1982.
  • Das Kuchler Bürgerbuch 1584-1928. 1984.
  • Leopold Ziller, Die Salzburger Familiennamen – Ihre Entstehung, Herkunft und Bedeutung. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 11. Ergänzungsband, im Selbstverlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1986.
  • Häuserchronik der Gemeinden St. Gilgen und Strobl am Aber-(Wolfgang-)See. 1990.
  • Wie ich die NS-Zeit ertrug und überlebte, durchgesehen und ergänzt von Karl Breuer sen., Manuskript, St. Gilgen 1997.
  • Mit Rupert Kendler und Matthias Ferstl: Heimatbuch Fuschl am See. Ein Dorf im Wandel der Zeit. Fuschl am See 1997.

In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK):

  • Wo ist der Wassenberg?, in: MGSLK 108, 1968, S. 319-323;
  • Von Schelmen und Schergen. Alte strafbare Schelten aus salzburgischen Gerichtsakten, in: MGSLK 112/113, 1972/73, S. 377-384;
  • Zur Geschichte des Ortsnamens Maxglan, in: MGSLK 114, 1974, S. 57-64;
  • Der Hof zu Elsenwang, in: MGSLK 118, 1978, S. 45-58;
  • Die Bergnamen des Flachgaus und des Tennengaus, in: MGSLK 122, 1982, S. 71-124;
  • Ergänzungen zum Salzburger Mundartbuch, in: MGSLK 123, 1983, S. 167-190.

Ehrungen

Am 9. Juni 1988 wurde Leopold Ziller von der Universität Salzburg das Ehrendoktorat der Philosophie verliehen.[5]

Nach Leopold Ziller ist

  • in St. Gilgen die Leopold-Ziller-Straße,
  • in Kuchl der Leopold-Ziller-Weg

benannt.

Bildergalerie

Quellen

Internet-Recherche; siehe auch die Fußnoten.

Fußnoten

  1. Albert Lichtblau, „Ein Stück Paradies“. Jüdische Sommerfrischler in St. Gilgen. In: Robert Kriechbaumer (Hg.), Der Geschmack der Vergänglichkeit: Jüdische Sommerfrische in Salzburg. (Wien, Köln, Weimar: Böhlau, 2002) S. 281 ff, hier: S. 286 FN 14. [Erstaunlich, dass im Internet sonst nirgends das Geburtsjahr dieses weithin bekannten Buchautors zu finden ist!]
  2. Landesgeschichte aktuell. Mitteilungen – Berichte – Informationen der „Freunde der Salzburger Geschichte“ Nr. 108, März 2004.
  3. Renate Ebeling-Winkler: Ein Nachlass findet seinen Weg. Zur August-Brunetti-Pisano-Ausstellung im Salzburger Museum Carolino Augusteum und im Heimatkundlichen Museum St. Gilgen. In: Salzburger Museumsblätter Nr. 5/2005, S.&nbsp3.
  4. Albert Lichtblau, aaO S. 304 f bei und in FN 55.
  5. Die Ehrendoktoren der Paris-Lodron-Universität Salzburg in chronologischer Reihenfolge auf www.ubs.sbg.ac.at.