Benutzer:Archiv/Internationale Notizen rund um den Coronavirus

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dieser Artikel sammelt internationale Notizen rund um den Corona-Virus ab März 2020.

Einleitung

Da sich das Salzburgwiki nur mit Themen beschäftigt, die einen Salzburgbezug haben müssen, wird dieser Artikel nicht in der Artikelliste des Salzburgwikis geführt. Aber aufgrund der Bedeutung der Infektionskrankheit Covid-19 möchte Administrator Peter einige Eckdaten und besondere internationale Ereignisse hier festhalten. Über die Ereignisse im Bundesland Salzburg informiert der Artikel Corona-Virus und das Bundesland Salzburg.


Unter diesem Link werden die weltweit dauernd aktualisiert zusammengefassten Daten zu offiziell registrierten CoV-Infektionen von der Johns Hopkins University veröffentlicht.


Internationale Entwicklung

Bis erste Hälfte März

Das im Hafen von Yokohama (Japan) liegende Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" mit 3 700 Passagieren an Bord und das im Hafen von Hongkong liegende Kreuzfahrtschiff "World Dream" mit 1 800 Passagieren an Bord wurden im Februar 2020 unter Quarantäne gestellt.

Der internationale Flugverkehr brach Anfang März um die Hälfte ein. Der Luftfahrt-Branchenverband IATA erwartet durch das Virus für die Fluggesellschaften insgesamt einen Umsatzverlust zwischen 63 und 113 Mrd. Dollar, umgerechnet 56 bis 102 Mrd. Euro. Das entspricht dem Wegfall von bis zu 19 Prozent der Gesamtumsätze im Passagiergeschäft (Stand 6. März 2020). Die weltweit größte Ferienmesse, die Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin, Deutschland, die Anfang März hätte stattfinden sollen, wurde wenige Tage vor Beginn abgesagt (erwartet waren rund 10 000 Aussteller und 120 000 Fachbesucher aus aller Welt). Auch in der Sportwelt kam es zu Absagen von größeren Veranstaltungen wie dem Finalwochenende im Skirennsport, des ersten Laufs zu Moto-GP oder bei Radsportklassikern in Oberitalien.

Italien wurde von dem Virus am stärksten betroffen. Zunächst wurden in den betroffenen norditalienischen Regionen teilweise Dörfer abgeriegelt, Supermärkte, Bars und Restaurants geschlossen, der Carneval in Venedig (24. Februar war der Faschingsmontag) sowie zahlreiche Sportveranstaltungen abgesagt. In Folge schlossen zahlreiche Schulen sowie Universitäten und das öffentliche Leben in diesen italienischen Regionen kam weitgehend zum Erliegen. Am 10. März schloss Italien seine Grenzen für den Personenverkehr. Diese Maßnahme sollten zunächst bis 25. März gelten. Die Österreichischen Bundesbahnen stellten den Zugverkehr nach Italien ein. Am 11. März wurde der Flughafen Mailand-Linate geschlossen, für österreichische Flugzeuge wurde ein Landeverbot auf allen italienischen Flughäfen ausgesprochen. Am 12. März mussten dann alle Bars und Restaurants sowie der gesamte Handel mit Ausnahme von Supermärkten, Apotheken und Zeitungskiosken auf Anordnung der Regierung geschlossen werden. Am 12. März waren in Italien mehr als 12 400 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 820 sind gestorben.

9. bis 15. März


Die Woche vom 9. bis 15. März brachte die erste großen wirtschaftlichen Veränderungen. Deutsche und italienische Reedereien ließen ihre Kreuzfahrtschiffe ankern und für mindestens zwei Wochen keine Kreuzfahrten mehr durchführen. Die Deutsche Lufthansa AG überlegte ein Ansuchen um Staatshilfe zu stellen und die Vereinigten Staaten von Amerika erließen ein Einreiseverbot für Europäer.

Aufgrund von positiv getesteten Mitarbeitern des Formel-1-Teams McLaren wurde am Donnerstag, 12. März, der erste Formel-1-Lauf in Australien (15. März) abgesagt und zwei folgende Termine verschoben. Der Staffellauf des Olympischen Feuers wurde am Freitag, 13. März, in Griechenland abgebrochen. Trotz des Aufrufs, wegen der Corona-Virus-Epidemie zuhause zu bleiben, hatten sich Hunderte Einwohner der griechischen Kleinstadt Sparta am Straßenrand versammelt. Wie das griechische Olympische Komitee weiter mitteilte, werde der Fackellauf nach diesem Abbruch in Griechenland endgültig nicht fortgesetzt.

Japan hielt noch an der Durchführung der Olympischen Sommerspiele 2020 fest.

Am 13. März strich Lufthansa 70 Prozent ihrer Flüge, es musste der Flugverkehr mit der Türkei eingestellt werden und tags darauf rief Spanien den Notstand und ein Ausgangsverbot aus. Die Zahl der Corona-Virus-Fälle war in Spanien seit Tagen sprunghaft angestiegen - Bilanz des Gesundheitsministeriums vom Samstagabend, 14. März: Mehr als 6 000 Infektionen und über 190 Todesfälle.

In Frankreich wurden 4 500 Infektionen gezählt. Die Zahl der Toten stieg von Freitag auf Samstag um 12 auf 91.

Italien war nach wie vor das am stärksten betroffene europäische Land. Die Zahl der Todesfälle stieg in Italien auf 1 441, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit. Die Infektionen kletterten um 2 795 auf 17 750 Fälle. Die Lombardei in der im Norden Italiens gelegenen Po-Ebene war mit 966 Todesopfern die am stärkste betroffen Region. Circa 2 000 Sanitäter waren entweder infiziert worden oder unter Quarantäne zu Hause, schätzte der italienische Ärzteverband. Laut Gallera waren zwölf Prozent aller Infizierten in Italien Sanitäter. Die meisten von ihnen waren in norditalienischen Krankenhäusern im Einsatz. Wegen des zunehmenden Bedarfs an Medizinern wurden auch pensionierte Ärzte reaktiviert. Italien stellte Sardinien unter kompletter Quarantäne, nachdem Tausende Italiener vom Festland dorthin geflohen waren. Auch wurde die Reisefreiheit innerhalb Italiens aufgehoben, da zahlreiche Italiener aus dem Norden in den Süden des Landes gereist waren und noch reisen wollten.

In Deutschland waren bis zum Samstagnachmittag, 14. März, nach Zählungen des Robert Koch-Instituts (RKI) 3 795 laborbestätigte Covid-19-Fälle registriert worden - 733 mehr als am Vortag. Acht Menschen seien bisher an der Krankheit gestorben, teilte das RKI am Abend auf seiner Internetseite mit. Die meisten Fälle (1 154) meldete weiterhin Nordrhein-Westfalen, wo vor allem der Landkreis Heinsberg betroffen ist.

16. bis 22. März


16. März (Montag)

Am Montag, den 16. März stoppte der weltweit größte Touristikkonzern, die deutsche Touristik Union International (TUI) wegen dem Corona-Virus den größten Teil seines Geschäfts und beantragte zur Überbrückung Staatshilfe. Alle Pauschalreisen und Kreuzfahrten finden wegen der Vorgaben vieler Regierungen zur Eindämmung des Virus vorerst nicht statt, TUI-eigene Hotels wurden geschlossen. 1,4 Mrd. Euro habe TUI noch in Form eigener Mittel und Kreditlinien zur Verfügung. Die Fluglinienallianz Air France-KLM wird nach Angaben vom Montag im April und Mai zwischen 70 und 90 Prozent der Flüge streichen.[1]

Der ohnehin angeschlagenen italienische Fluglinie Alitalia droht in Kürze das Geld auszugehen. Trotz eines 400-Millionen-Euro-Zuschusses des italienischen Staates am Anfang des Jahres stehe die Fluglinie vor der Zahlungsunfähigkeit, sagte ein mit den Zahlen Vertrauter. Die Regierung ist laut Medien bereit zu einer Übernahme des Unternehmens. Weltweit lassen die Fluglinien einen wachsenden Teil ihrer Flotten am Boden. American Airlines als eine der größten Fluggesellschaften der USA kündigte etwa an, man wolle bis 6. Mai Dreiviertel aller internationalen Flüge streichen und damit praktisch die gesamte Flotte an Großraumflugzeugen außer Betrieb zu stellen.[2]

Am Montagnachmittag teilte die EU mit, alle Außengrenzen für alle nicht absolut notwendige Reisen und zunächst für 30 Tage zu schließen. Deutschland hatte schon in der Früh die Grenzen zu Österreich geschlossen.

18. März (Mittwoch)

Italien meldete mit 475 Todesopfer an einem Tag ein Rekordhoch.

19. März (Donnerstag)

Italien hatte im Zuge der Corona-Virus-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet und ist mit 3 405 Opfern seit Beginn der Epidemie am 21. Februar das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten auf der Welt.

20. März (Freitag)

In Italien wurden um 627 mehr Todesopfer als am Vortag gemeldet. Die Bilanz der Todesopfer kletterte damit auf 4 032 Personen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Zahl der Infizierten kletterte von 33 190 auf 37 860 Menschen. 19 185 Infizierte befinden sich in Heimisolierung. 2 655 liegen auf der Intensivstation, das sind sieben Prozent aller Infizierten, teilte Italiens Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Freitag in Rom mit.

Im besonders heftig vom Corona-Virus betroffenen Spanien ist die Zahl der Infizierten bis Freitagmittag auf knapp 20 000 gestiegen - 16 Prozent mehr als noch am Vortag. Mehr als 1 000 Menschen seien bereits gestorben, sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simon.

Der internationale Flugverkehr in Europa kam weitgehend zum Erliegen. Die Deutsche Lufthansa AG musste 700 ihrer 763 Flugzeuge am Boden stehen lassen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 138 000 Menschen.[3]

21. März (Samstag)

Tief-schwarze Tage für Italien:

  • 19. März: 3 405 Todesopfer, 33 190 Infizierte (+4 480), 2 498 Personen liegen auf der Intensivstation. 4 440 Menschen sind inzwischen genesen.
Lombardei: 2 168 Todesopfer (+209 zu gestern), 19 884 Infizierte (+2 171);
  • 20. März: plus 627 Todesopfer
  • 21. März: 4 825 Todesopfer (+793 zu gestern, so viele wie nie zuvor binnen eines Tages), 42 681 Infizierte;
Lombardei: 3 095 Todesopfer (+546 zu gestern);[4]
22. März (Sonntag)

651 mehr Todesopfer in Italien, Bilanz stieg auf 5 476 Todesopfer.

23. bis 29. März


23. März (Montag)

In Spanien gehörten Mediziner zu den besonders stark vom Corona-Virus befallenen Menschen. Fast 4 000 Ärzte und Pfleger waren offiziellen Angaben vom Montag zufolge infiziert - das war fast jede zehnte Infektion. 601 mehr Todesopfer in Italien, Bilanz stieg auf 6 077. Italiens Städte überwachen Ausgangssperre mit Drohnen. Zwei Millionen Italiener wurden seit dem 11. März von der Polizei zur Überprüfung angehalten, 96 000 Personen erhielten Anzeigen wegen Missachtung der Ausgangssperre. Auch 2 277 Shopinhaber wurden angezeigt.

Laut Eurocontrol waren heute am europäischen Himmel nur noch 6 837 kontrollierte Flüge unterwegs und damit weniger als ein Viertel eines vergleichbaren Tages im vergangenen Jahr. Der Rückgang betrug 75,9 Prozent, so groß wie noch nie seit Beginn des Ausbruchs des Virus in Europa.[5]

24. März (Dienstag)

Italien. Beatmungsventile aus dem 3D-Drucker in Italien. Im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 geht Italien ungewöhnliche Wege: 3D-Drucker-Firmen, Strumpfwaren-Hersteller und der Fiat-Konzern helfen bei der Herstellung von dringend benötigtem medizinischem Material. "Wir wurden von einer Zeitung aus Brescia kontaktiert und gefragt, ob wir für ein Krankenhaus Ventile für Beatmungsgeräte drucken könnten", sagte Alessandro Romaioli, ein auf 3D-Druck spezialisierter Ingenieur der Firma Isinnova. Daraufhin habe die Firma vier Prototypen produziert und ins Krankenhaus gebracht. "Dort sagten sie uns, dass sie funktionieren", sagte Romaioli weiter. Die Ventile seien an Patienten getestet worden - mit ausgezeichneten Ergebnissen. Das Krankenhaus habe daraufhin hundert weitere Ventile bestellt, sagte der junge Ingenieur.

Auch der Strumpfwarenhersteller Calzedonia gab bekannt, einige seiner Werkstätten zur Produktion von Atemschutzmasken zu nutzen. Seit Montag würden täglich 10 000 Masken produziert.

Die italienischen Behörden haben fast 2 000 Beatmungsgeräte beschlagnahmt, die für die Behandlung von Covid-19-Patienten nach Griechenland geliefert werden sollten. Die Geräte und die dazugehörenden Masken und Schläuche wurden auf einem Lastwagen entdeckt, der gerade auf eine Fähre nach Griechenland fahren wollte.

Venedig verzichtet auf Eintrittsgeld. Wegen der Coronavirus-Epidemie sind die Touristen aus Venedig verschwunden. Die Lagunenstadt hat daher beschlossen, die ursprünglich am 1. Juli geplante Einführung eines Eintrittsgelds für Tagestouristen um ein Jahr zu verschieben.

Seit Einführung der Ausgangssperre am 11. März wurden 2,2 Millionen Italiener von den Sicherheitskräften kontrolliert, 102 316 wurden angezeigt, weil sie ohne Grund außer Haus waren. 2 348 Personen wurden wegen Falschaussagen angezeigt. Streng kontrolliert wurden auch Shopinhaber. 2 380 Geschäfte-Inhaber wurden angezeigt, weil sie sich nicht an die Sperrung hielten.

Frankreich. Die Covid-19-Pandemie hatte in Frankreich bereits 1 100 Opfer gefordert. In Frankreich steckten sich bisher rund 22 300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 an, das waren über 2 400 mehr als noch am Vortag.

Japan bat das IOC um Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr. Die ursprünglich von 24. Juli bis 9. August geplanten Olympischen Sommerspiele in Tokio sind wegen der Corona-Pandemie verlegt worden. Dies wurde heute nach langen hin und her in letzten Tagen doch entschieden. Darauf einigten sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) und Japan am Dienstag nach Telefonkonferenzen. Japan hatte sich bis in die letzten Tagen geweigert, diese Spiele abzusagen bzw. zu verschieben.

Europas größte Billig-Airline, die Laudamotion-Mutter Ryanair, hatte heute alle Flüge für mindestens zwei Monate gestoppt.

Wegen der Corona-Virus-Pandemie greift Indien zu drastischen Maßnahmen und verhängt eine dreiwöchige "vollständige Ausgangssperre" für seine 1,3 Milliarden Bürger. Nach der Verhängung einer "vollständigen Ausgangssperre" in Indien haben verschiedene Länder weltweit inzwischen für mehr als 2,6 Milliarden Menschen massive Beschränkungen der freien Bewegung angeordnet. Dies geht aus einer Statistik hervor, welche die Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Erklärungen führt.

25. März (Mittwoch)

Im Kampf gegen den Corona-Virus hat Spanien mit China einen Vertrag über den Kauf von medizinischer Ausrüstung im Wert von 432 Millionen Euro abgeschlossen. Geliefert werden sollen 550 Millionen Atemschutzmasken, 5,5 Millionen Schnelltest-Sets, 950 Beatmungsgeräte und elf Millionen Paar Handschuhe, wie der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa am Mittwoch mitteilte. "Wir haben uns ganze Produktionsketten (in China) gesichert, die nur für die spanische Regierung arbeiten" sagte Illa. Die Ausrüstung werde in Etappen und wöchentlich geliefert.

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat jene Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben 3 434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen.

In Italien haben sich bisher 5 000 Sanitäter infiziert und 29 Ärzte starben an dem Virus.

In Deutschland sind Toilettenpapier (plus 211 Prozent), Reis (plus 208 Prozent) und passierte Tomaten (plus 171 Prozent) deutlich stärker nachgefragt als sonst.

Tennis-Star Roger Federer zeigt sich in der Corona-Krise solidarisch. "Mirka und ich haben persönlich beschlossen, eine Million Schweizer Franken - umgerechnet 940.000 Euro - für die am stärksten gefährdeten Familien in der Schweiz zu spenden", verkündete der derzeit verletzte Grand-Slam-Rekordsieger auf seinen sozialen Kanälen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika überholte Italien bei aktiven Fällen. Dies geht aus Daten der Johns Hopkins University[6] hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurden. Demnach gibt es derzeit 54 405 aktive Corona-Virus-Fälle in den USA, während es in Italien 54 030 Fälle sind. In Italien hat es demnach bisher 69 176 bestätigte Corona-Virus-Fälle gegeben, doch sind von dieser Zahl die Toten (6 820) und Genesenen (8 326) abzuziehen. In den USA hält man bei 55 568 bestätigten Fällen, 809 Toten und 354 Genesenen. Noch deutlicher vorne sind die USA laut der Statistikseite Worldometer mit 59 445 aktiven Fällen (Gesamtzahl 60 642, 817 Tote und 379 Genesene). In China, wo die Verbreitung der Krankheit mit 81 661 Fällen weiterhin das größte Ausmaß hatte, gibt es aktuell nur noch 4 603 aktive Fälle.

26. März (Donnerstag)
Aktuelle Zahlenübersicht
  • Corona-Virus in der Europäischen Union, bestätigte Infektionen je 100 000 Einwohner, Stand 26. März, 03:00 Uhr:
Land Anzahl Todesfälle Land Anzahl Todesfälle Land Anzahl Todesfälle
Belgien 43 178 Finnland 16 3 Kroatien 11 1
Bulgarien 4 3 Frankreich 38 1 333 Lettland 12 0
Dänemark 32 34 Griechenland 8 22 Litauen 10 4
Deutschland 45 206 Irland 32 9 Luxembourg 217 8
Estland 31 1 Italien 123 7 503 Malta 26 0
Land Anzahl Todesfälle Land Anzahl Todesfälle Land Anzahl Todesfälle
Niederlande 37 357 Schweden 25 62 Ungarn 3 10
Österreich 63 31 Slowakei 4 0 Zypern 25 3
Polen 3 14 Slowenien 25 5
Portugal 29 43 Spanien 106 3 647
Rumänien 5 17 Tschechien 16 6

Großbritannien, aus der EU Ende Jänner 2020 ausgetreten: 15, 466

In Russland haben sich nach offiziellen Angaben bisher (Stand 25. März)
658 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus war bisher bei drei gestorbenen Menschen nachgewiesen worden

Die EU hat Anteil weltweit

  • an Infektionen 47 %
  • an Todesfällen 63 %

Quelle dieser Daten: Salzburger Nachrichten online-Blog, Grafiken vom 26. März 2020
(Grafik APA, Quellen CSSE/JHU/Eurostat)

Spanien verzeichnete bereits 4 089 Todesfälle durch den Corona-Virus. Zum ersten Mal innerhalb einer Woche war allerdings ein Rückgang der Todesfälle binnen eines Tages (minus von 83 im Vergleich zum Vortag) zu beobachten. Am Mittwoch hatte Spanien China bei der Zahl der Todesopfer überholt.

6 205 Ärzte und Sanitäter in Italien infiziert. Das sind neun Prozent aller Infizierten in Italien, berichtete die italienische Ärztegewerkschaft heute. 36 Ärzte sind seit Beginn der Epidemie gestorben, die letzten drei stammten aus Bergamo, dem lombardischen Epizentrum der Epidemie. Vor allem Hausärzte haben sich bisher infiziert, berichtete die Ärztegewerkschaft.

Der US-Senat hat im Kampf gegen die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie das größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Die Kongresskammer stimmte am Mittwochabend (Ortszeit) ohne Gegenstimme für die Maßnahmen mit einem Umfang von rund zwei Billionen Dollar (1.847 Mrd. Euro). Nun muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen, das sich am Freitag damit befassen soll. Präsident Donald Trump hatte angekündigt, das Gesetzespaket dann umgehend mit seiner Unterschrift in Kraft zu setzen. Das Mega-Hilfspaket sieht Schecks von 1.200 Dollar für US-Bürger, rasche Hilfen für kleine Unternehmen und Milliardenkredite für von der Corona-Krise betroffene Konzerne vor.

27. März (Freitag)

Der Tod der 16-jährigen Julie schockierte Frankreich.

Hoffnungsschimmer in Italien: Der Anstieg bei der Zahl der Corona-Virus-Fälle in Italien war zuletzt geringer als in den vergangenen Tagen. Aber dennoch gab es bis heute 9 134 Tote in Italien, das damit weltweit die höchste Todesopferzahl aufweist, dahinter kommt Spanien mit 4 934 und China, wo die Seuche ausbrach, mit 3 174 Todesopfern. Mit 919 Tote binnen 24 Stunden in Italien hatte Italien heute seinen eigenen, traurigen Rekord von Corona-Toten gebrochen. Noch nie war seit Beginn der Epidemie am 20. Februar die Zahl der Gestorbenen an einem einzigen Tag so stark gestiegen.

Deutschland nimmt Kranke aus Italien und Frankreich auf.

Der deutsche Reisekonzern TUI soll im Kampf gegen den Einbruch seines Geschäfts wegen der Corona-Pandemie staatliche Hilfskredite über 1,8 Mrd. Euro bekommen. Man habe nach der Beantragung nun eine entsprechende Zusage der Bundesregierung erhalten, teilte das Unternehmen heute mit.

28. März (Samstag)
Schwelle von 10 000 Todesopfern in Italien überschritten

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien kletterte innerhalb von 24 Stunden um 889 auf insgesamt 10 023 Tote, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 66 414 auf 70 065. Der Prozentsatz der Neuinfizierten fiel gegenüber Freitag von sieben auf fünf Prozent. 3 856 Patienten befanden sich auf der Intensivstation, 12 384 Patienten sind inzwischen genesen, das sind 1 434 mehr als am Freitag. 51 Ärzte sind seit Beginn der Epidemie gestorben. Über 6 200 Ärzte und Krankenpfleger haben sich in Italien mit dem Coronavirus infiziert. Das sind neun Prozent aller Infizierten in Italien.

China beendete heute Isolation der Millionenmetropole Wuhan.

29. März (Sonntag)

Die italienische Regierung will Familien in finanziellen Nöten bei der Lebensmittelversorgung unter die Arme greifen. Premier Giuseppe Conte kündigte gesteng an, dass seine Regierung 4,3 Mrd. Euro zur Verfügung stellen wird, damit die Bürgermeister der Gemeinden ihre bedürftigsten Bürger mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen können.Die Zahl der Coronavirus-Toten kletterte innerhalb von 24 Stunden um 889 auf insgesamt 10 023 Tote, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 66 414 auf 70 065. Der Prozentsatz der Neuinfizierten fiel gegenüber Freitag von sieben auf fünf Prozent. 3 856 Patienten befanden sich auf der Intensivstation, 12 384 Patienten sind inzwischen genesen, das sind 1 434 mehr als am Freitag.

In Italien war heute die Zahl der Coronavirus-Toten innerhalb von 24 Stunden um 756 auf insgesamt 10 779 Tote gestiegen. Dies liegt unter dem Zuwachs der letzten zwei Tage, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 70 065 auf 73 880 und somit langsamer als in den vergangenen Tagen. 3 906 Patienten lagen auf der Intensivstation. 42 588 positiv getestete Patienten (58 Prozent aller Infizierten) befinden sich in Heimisolierung, 13 030 Personen sind inzwischen genesen.

In Frankreich sind inzwischen mehr als 2 600 mit dem Corona-Virus infizierte Menschen gestorben. Und in der Lombardei rechnet man noch fünf Wochen lang mit Toten. Insgesamt lag die Zahl der Coronavirus-Toten in der norditalienischen Region damit bei 6 360. An einem Tag gab es 1 592 zusätzliche Infizierte. 1 328 befinden sich dort auf der Intensivstation.

In Spanien war die Zahl der Todesopfer sei um 838 auf mehr als 6.500 geklettert, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

30. März bis 5. April


31. März (Dienstag)

In Italien ist heute erneut die Zahl der Coronavirus-Todesopfer gestiegen. Jene der Neuinfizierten blieb stabil, was Experten optimistisch stimmt. Nach der Lombardei sind nach wie vor die Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen Regionen. In der Emilia Romagna gab es seit Beginn der Epidemie 1 644 Todesopfer, in Venetien 477. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 113 Personen. Der Corona-Virus trifft in Italien Männer stärker als Frauen. Laut den jüngsten Angaben der Gesundheitsbehörden sind lediglich 30 Prozent der 12.428 Todesopfer Frauen. Das Durchschnittsalter der Todesopfer liegt bei 79 Jahren. 52 Prozent der Todesopfer litten an drei oder mehr Krankheiten, vor allem Blutdruckhochdruck, Herzkrankheiten oder waren zuckerkrank. 25 Prozent litten an zwei Krankheiten. Lediglich zwei Prozent der Todesopfer hatten keine Krankheiten. 23 Todesopfer waren unter 40 Jahre alt, 15 von ihnen litten vor der Infizierung an schweren Krankheiten. Auch das medizinische Personal in Italien zahlt einen hohen Preis für seinen Einsatz im Kampf gegen die Pandemie. 66 Ärzte sind seit Beginn der Epidemie gestorben.

Neuer Höchstwert mit 849 Tote an einem Tag in Spanien.

Der niederländische Blumenhandel ist durch die Corona-Krise schwer getroffen. Der Umsatz sei um mehr als 70 Prozent zurück gegangen.

Die Bayreuther Festspiele für 2020 wurden abgesagt. Die für diese Saison geplante Neuproduktion "Der Ring des Nibelungen" könne voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern.

Die USA schicken nach Angaben von US-Präsident Donald Trump medizinische Hilfsmittel im Wert von 100 Millionen Dollar in das von der Corona-Virus-Krise gezeichnete Italien.

Ansteckung jetzt eher Zuhause als auf der Straße. Weil in vielen Ländern strikte Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus eingeführt worden sind, lauert die Gefahr einer Ansteckung jetzt in der Familie. "In den meisten Teilen der Welt finden wegen der Ausgangsbeschränkungen die meisten Ansteckungen jetzt im Wohnumfeld statt, in der Familie", sagte der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Michael Ryan, am Montag in Genf.

In Griechenland steht ein Passagierschiff mit mehr als 380 Menschen an Bord unter Quarantäne, weil es mehrere Coronavirus-Fälle an Bord gibt. Das Schiff, das von der Türkei auf dem Weg nach Spanien war, wurde im Hafen von Piräus bei Athen unter Quarantäne gestellt. Erstmals ist in Griechenland in einem Flüchtlingslager eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Betroffen ist eine Frau, bei der das Virus nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen festgestellt wurde, wie das griechische Migrationsministerium am Dienstag mitteilte.

Nach Panikkäufen von Alkohol in der Corona-Krise hat der australische Einzelhandel am Dienstag Höchstmengen für den täglichen Einkauf festgelegt. Demnach dürfen die Australier vorerst "nur noch" zwölf Flaschen Wein und zwei Kisten Bier pro Tag kaufen.

1. April (Mittwoch)

Italien: Die Lombardei bestätigt abgeflachte Epidemiekurve,

Lufthansa schickt 87 000 Menschen in Kurzarbeit, darunter 7 000 AUA- und 9 500 Swiss-Mitarbeiter. Knapp 190 000 Infizierte und mehr als 4 000 Tote in den USA. Neuer Höchstwert mit 849 Tote an einem Tag in Spanien sowie bisher knapp 11 600 Tote in Italien.

864 neue Todesfälle und über 9 000 Tote in Spanien. Im stark von der Corona-Virus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 864 neue Todesfälle gezählt worden. Dies ist die bisher höchste Zahl, die an einem Tag registriert wurde, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Mittwoch mitteilte. Es war bereits der fünfte Tag in Folge mit mehr als 800 Toten. Die Gesamtzahl der Todesopfer kletterte damit auf 9 053.

Frankreich: Über 4 000 Tote - Prekäre Lage in Paris: "In der Region Paris gibt es 1 200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2 700 Patienten auf der Intensivstation", sagte Rousseau, Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde Île de France. Es starteten zwei Sonderzüge mit schwer erkrankten Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus der Hauptstadtregion in Krankenhäuser in die westfranzösische Region Bretagne. In den speziellen medizinischen TGV-Hochgeschwindigkeitszügen wurden 36 Patienten transportiert und in Krankenhäuser in Brest, Rennes und Saint-Brieuc gebracht. Nach den Worten von Salomon gelangten bisher 344 schwer erkrankte Patienten in Regionen, die weniger von der Pandemie betroffen sind.

Das legendäre Festival Fringe in Edinburgh, Schottland, ist erstmals seit über 70 Jahren abgesagt worden. Grund sei die Corona-Pandemie, teilten die Veranstalter am Mittwoch in der schottischen Hauptstadt mit. Das Tennis-Majorturnier in Wimbledon ist erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg abgesagt worden. Die vom 29. Juni bis 12. Juli geplante 134. Auflage des Rasenklassikers könne wegen der Coronavirus-Pandemie heuer nicht stattfinden, teilten die Organisatoren in London am Mittwoch mit.

2. April (Donnerstag)

Die Zahl der Todesopfer der Corona-Virus-Pandemie in Spanien ist auf mehr als 10 000 gestiegen. Insgesamt infizierten sich mehr als 110 000 Menschen in dem EU-Land, 26 743 sind aber mittlerweile geheilt. Spaniens am schwersten betroffenes Gebiet ist Madrid. Dort wurden 42 Prozent der Todesfälle registriert.

3. April (Freitag)
Lieferprobleme für Narkose- und Schmerzmittel in Europa

Vielen Spitälern in Europa könnten in spätestens zwei Wochen Narkose- und Schmerzmittel ausgehen. Darauf machten europäische Uni-Kliniken - darunter auch das Wiener AKH - sehr dringlich aufmerksam, berichtete heute das Ö1-"Morgenjournal". Der Grund sind fehlende Substanzen zur Herstellung der Mittel aus Indien, die wegen der Einschränkungen durch das Coronavirus nun nicht geliefert werden.

Der mexikanische "Corona"-Brauer Grupo Modelo stellt die Herstellung von Corona-Bier und anderen Marken, die in 180 Länder exportiert werden, vorläufig ein.

766 Tote innerhalb von 24 Stunden in Italien. Über 100 tote Ärzte und Schwestern in Italien.

In Italien ist am Freitag die Zahl der Corona-Virus-Todesopfer innerhalb von 24 Stunden um 766 auf insgesamt 14 681 gestiegen. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 83 049 auf 85 388, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation lag bei 4 068 Personen. 52 579 positiv getestete Patienten befanden sich in Heimisolierung. 19 758 Personen sind inzwischen genesen. In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden 351 zusätzliche Todesopfer gegenüber Mittwoch verzeichnet. Insgesamt lag die Zahl der Corona-Virus-Toten in der norditalienischen Region damit bei 8 311. 1 381 Patienten befanden sich dort auf der Intensivstation.

4. April (Samstag)

In Großbritannien ist ein fünfjähriges Kind am Coronav-Virus gestorben. Bisher war das jüngste Todesopfer in Großbritannien ein 13-jähriger Jugendlicher.

Spaniens Ausgangssperre soll verlängert werden. Zur Eindämmung der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die strikte Ausgangssperre im ganzen Land um weitere zwei Wochen bis zum 26. April verlängern.

Mehr als eine Million Infizierte weltweit

Die meisten Fälle wurden demnach in den USA gezählt, wo bis heute, Samstagfrüh, mehr als 278 000 Menschen als infiziert gemeldet wurden. An zweiter und dritter Stelle lagen gemäß den Angaben der Universität Italien mit 119 827 gefolgt von Spanien mit 119 199 Fällen, Deutschland lag mit 91 159 bekannten Infektionen auf Rang vier. Österreich hielt laut den Berechnungen als 14. des Rankings bei 11 524 Fällen. Das Land mit den meisten Todesfällen war den Angaben zufolge Italien, wo bisher 14 681 Menschen an Covid-19 starben. In den USA stieg die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit zuletzt binnen 24 Stunden um mehr als 1 400. Weltweit starben demnach knapp 60 000 Menschen mit oder an den Folgen der Virusinfektion.

6. bis 12. April


6. April (Karwoche, Montag)

Den vierten Tag in Folge hatte Spanien einen Rückgang bei der Zahl der neuen Corona-Todesfälle verzeichnet. Seit dem 1. März seien in Frankreich mindestens 8 911 infizierte Menschen gestorben, in den USA waren es schon mehr 10 300 Menschen, in Großbritannien 5 373 Menschen und in Italien 16 523 Menschen. Seit dem 30. März war die Zahl der neu in italienische Spitäler eingelieferten Covid-19 Patienten um 90 Prozent zurückgegangen. Waren am 30. März noch 409 neue Covid-Patienten ins Krankenhaus eingeliefert worden, so sank diese Zahl am Montag auf 27.

7. April (Karwoche, Dienstag)

Binnen eines Tages wurden 743 neue Corona-Tote in Spanien gemeldet, wo bisher bereits 13 798 Menschen mit oder an dem Corona-Virus gestorben waren. Auch die Zahl der Neuinfektionen stieg in Spanien wieder schneller an - um 4,1 Prozent nach 3,3 Prozent am Vortag. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen lag nach den Zahlen des Gesundheitsministeriums nun bei 140 510.

Italien rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang von 70 bis 80 Prozent im Fremdenverkehr.

8. April (Karwoche, Mittwoch)

Italien schöpft Mut, nachdem am Mittwoch die Zahl der Coronavirus-Todesopfer erneut gesunken ist. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der Todesopfer um 542 auf insgesamt 17 669. Das ist zumindest fast die Hälfte gegenüber den 969 Gestorbenen, die am 26. März gemeldet worden waren. Die Zahl der Infizierten kletterte auf 95 262 und war höher als am Vortag, jene der Patienten auf der Intensivstation lag bei 3 693 Personen. Am fünften Tag in Folge war die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen rückgängig, was eine wichtige Entlastung für die Krankenhäuser bedeute, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli. 28 485 Covid-Patienten befanden sich noch in den italienischen Spitälern. Die Zahl der Genesenen kletterte auf 26 491. An einem Tag wurden 2 099 Patienten als genesen erklärt, was ein Rekord seit Beginn der Epidemie am 20. Februar darstellt.

In Deutschland waren bis heute mindestens 2 007 Menschen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert waren, gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1 747).

Bereits mehr als 400 000 Infektionen in den USA. Rund 13 000 Infizierte starben demnach in den USA.

Deutsche Statistiker
Toilettenpapier-Absatz bricht ein

Der Verkauf von Toilettenpapier ist in Deutschland in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden als normal.

Sonstige Ereignisse

Unberechenbarkeit des Verlaufs schockiert US-Experten

9. April. Während sich die Coronavirus-Krise in den USA weiter verschärft, schockiert Ärzte und Pfleger dort zunehmend die Unberechenbarkeit des Krankheitsverlaufs. Der Gesundheitszustand von Patienten verschlechtere sich mitunter rasant und völlig überraschend, berichten Krankenschwestern und Mediziner in New York, dem Zentrum des Virusausbruchs in den USA.

Gerade noch fühlten sich die Patienten gut und sähen auch so aus, erzählt Krankenschwester Diana Torres. Dann drehe sie sich um und die Patienten seien nicht mehr ansprechbar. "Ich bin paranoid, habe Angst, ihr Zimmer zu verlassen." Ein Notarzt sagt, manche Patienten würden fröhlich plaudernd eingeliefert und nur Stunden später um Luft ringen und an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Das gelte nicht nur für ältere Patienten oder solche mit Vorerkrankungen, wie Gesundheitsexperten sagen. Auch bei Jüngeren könne es zu einer abrupten Verschlechterung des Gesundheitszustandes kommen. So starb auch in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana unlängst eine junge Frau völlig unerwartet, wie Krankenschwester Laurie Douglas berichtet. Nach 34 Berufsjahren habe sie eigentlich ein Gefühl dafür, bei wem es aufwärts und mit wem es zu Ende gehe. Aber diese Erfahrung sei bei Covid-19-Patienten nichts mehr wert. Die Verstorbene habe noch vergangene Woche ihre Hochzeit vorbereitet. "Jetzt plant ihre Familie ihre Beerdigung."

Virus in New York stammt aus Europa

Hauptsächlich Reisende aus Europa und nicht aus Asien haben das Coronavirus Sars-CoV-2 Studien zufolge in den Großraum der US-Metropole New York gebracht. Zudem zirkulierte das Virus bereits seit Mitte Februar und damit Wochen, bevor der erste bestätigte Infektionsfall bekannt wurde, wie die Zeitung "The New York Times" am Mittwoch (Ortszeit) berichtete.

Die Stadt New York und der gleichnamige Bundesstaat sind in den USA besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffen. Mehr als 6.200 der bisher US-weit mehr als 14.800 Toten gab es dort.

Zitronen als Desinfektionsmittel, Preise auf Höhenflug

8. April. Zitronen gelten als natürliches Desinfektionsmittel und sind derzeit besonders gefragt. Viele Konsumenten nutzen Zitrone auch verstärkt wegen ihren Vitamin C-Inhalt. Die Nachfrage nach sizilianischen Zitronen kletterten um 30 Prozent. Stark sei die Nachfrage nach Zitronen auch in der Türkei, während Spanien - der stärkste Zitronenproduzent in Europa - aus klimatischen Gründen einen Produktionsrückgang erlitten hat, berichtete Coldiretti.

Die Folge der starken Nachfrage sind zunehmenden Preise. Der Preis der renommierten Zitronen der Amalfi-Küste in der süditalienischen Region Kampanien verdoppelte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr auf bis zu 1,5 Euro pro Kilo. Italien ist nach Spanien der zweitstärkste europäische Zitronenproduzent mit einer beackerten Fläche von über 25 000 Hektar. 87 Prozent der Produktion stammt aus Sizilien, Zitronen werden auch in Kampanien und Basilikata produziert.

Wegen der angestiegenen Nachfrage nach Zitronen auf dem Heimmarkt hat die Türkei beschlossen, die Ausfuhren einzuschränken. Die Maßnahme gilt bis Ende August. Zitronen werden zur Produktion von Desinfizierungsmittel genutzt.

Kontagionsindex in Italien unter 1 gesunken

8. April. Der Corona-Virus-Kontagionsindex in Italien ist erstmals unter 1 gesunken. Dies bedeutet, dass jeder Infizierte durchschnittlich nur eine weitere Person ansteckt. "Das ist ein außerordentliches Resultat, wenn man bedenkt, dass noch bis vor einigen Wochen jede positive Person bis zu vier weiteren Menschen ansteckte", sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Wuhan wird wieder geöffnet

7. April. Mehr als zweieinhalb Monate nach der Abriegelung der chinesischen Metropole Wuhan im Kampf gegen den Corona-Virus werden die letzten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die elf Millionen Bewohner aufgehoben. In der schwer betroffenen Metropole, wo die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte, wird ab Mitternacht Ortszeit (Dienstag 18.00 MESZ) der Verkehr normalisiert.

Auch wird der Flugverkehr am Mittwoch wieder aufgenommen. Autos dürfen die Stadt wieder verlassen und die Menschen mit dem Zug reisen - vorausgesetzt, sie sind gesund und hatten jüngst keinen Kontakt zu Infizierten. Die Öffnung der Stadt ist für China ein wichtiges Signal, das Schlimmste überwunden zu haben.

Chinesische Schutzmasken für Südtirol waren unbrauchbar

6. April. Eine Großlieferung an für Südtirol bestimmten FFP2-und FFP3-Schutzmasken, die mit Hilfe eines Sportartikelherstellers aus China beschafft wurden, war nicht zu gebrauchen.

Als die Lieferung - neben den Schutzmasken umfasste diese auch über 400 000 Schutzanzüge - Ende März mit einer AUA-Maschine am Flughafen Wien-Schwechat einlangte, führte das Rote Kreuz eine Sichtkontrolle der Masken durch und wurde offenbar stutzig. Zur Prüfung der behaupteten Qualität der Masken ließ daraufhin das Wirtschaftsministerium eine Qualitätskontrolle in einem deutschen Labor durchführen. "Das Ergebnis der Kontrolle zeigte, dass die Masken keinem FFP-Standard entsprechen", teilte das österreichische Wirtschaftsministerium mit.

Kreuzfahrtschiff "Artania" in Quarantäne vor Australien

5. April. Für das an der Küste Westaustraliens liegende Kreuzfahrtschiff "Artania" ist wegen Corona-Infektionen eine 14-tägige Quarantäne verhängt worden. Die Quarantäne habe am Freitag um 22:00 Uhr Ortszeit begonnen, teilten der deutsche Reiseveranstalter Phoenix und der Gesundheitsminister des Bundesstaates Westaustralien, Roger Cook, mit. Das Schiff liegt seit der vergangenen Woche im Hafen der Stadt Fremantle südlich von Perth. Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden vom Betreiber nach Deutschland ausgeflogen, 23 Gäste und 13 Crewmitglieder kamen in australische Krankenhäuser. Ein 69-jähriger Passagier war am Donnerstag gestorben. Einige der mit dem SARS-CoV-2-Virus Infizierten befinden sich australischen Angaben zufolge in kritischem Zustand. Österreicher befinden sich nicht unter den Passagieren.

Roboter statt Ärzte: Italien setzt auf Technik

4. April. Um sich selbst vor einer Corona-Infektion zu schützen, setzen Ärzte und Pflegepersonal im von der Pandemie schwer getroffenen Norden Italiens nun verstärkt auf den Einsatz von Robotern. Die Maschinen können etwa den Puls der hochansteckenden Patienten messen - dies erlaubt es den Medizinern, sich selbst aus den Patientenzimmern fernzuhalten und die wichtige Daten in einem separaten Raum abzulesen. "Roboter sind unermüdliche Assistenten, die sich nicht anstecken und nicht krank werden können", sagte der Chef der Intensivstation im Circolo-Krankenhaus im norditalienischen Varese, Francesco Dentali. "Ärzte und Krankenschwestern sind durch das Virus schwer getroffen worden - die Tatsache, dass die Roboter sich nicht infizieren können, ist eine große Errungenschaft." Einige der Roboter sind weiß und haben Bildschirme und Sensoren anstatt eines menschlichen Kopfes. Andere sind einfacher gebaut und erinnern ein wenig an einen schwarzen Besenstiel auf Rädern.

Regierungen lehnten offenbar EU-Hilfe ab

2. April. Sitzungsprotokollen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge soll die EU-Kommission den EU-Staaten bereits Ende Jänner, einen Monat bevor die Corona-Krise in Europa eskalierte, Hilfe bei der gemeinsamen Beschaffung von Schutzmasken, Testkits und Beatmungsgeräten angeboten haben. Regierungsvertreter der Gesundheitsministerien sollen dies allerdings bei Sitzungen in Brüssel explizit abgelehnt haben.

Nur wenige Wochen später bestand in der EU aufgrund der Corona-Krise ein großer Mangel an medizinischer Ausrüstung, und die EU-Kommission schätzte den Bedarf in den EU-Staaten auf das Zehnfache des Bedarfs normalerweise. Reuters zufolge hätten die Regierungen der EU-Staaten ihre Notlage möglicherweise noch verschlimmert, indem sie ihre Ausstattung überschätzt hätten. Trotzdem sei der Mangel an Ausrüstung auch auf die explodierende weltweite Nachfrage zurückzuführen. Zuvor hatte der "Standard" darüber berichtet.

Speerwerfer Campbell lief Marathon im Garten

2. April. Sein Garten ist nur etwas mehr als sechs Meter lang. Das hinderte James Campbell trotzdem nicht daran, genau dort während der Corona-Virus-Krise einen Marathon zu laufen. Der britische Speerwerfer sammelte mit dieser ungewöhnlichen Aktion an seinem 32. Geburtstag Spenden für den britischen Gesundheitsdienst NHS. Mehr als 20.000 Pfund (rund 23.000 Euro) für den Kampf gegen Covid-19 kamen zusammen.

Campbell, der sich zu Hause in Isolation befindet, hatte am Montag, 30. März, bei Twitter angekündigt, er werde einen Marathon in seinem kleinen Garten laufen, wenn sein Beitrag online 10 000 Mal geteilt wird. Heute, Mittwoch, löste der Schotte sein Versprechen ein. Sein Beitrag hatte bis dahin mehr als 23 000 Retweets.

Kommandant von US-Flugzeugträger schlägt wegen Coronavirus Alarm

Auf dem amerikanischen atombetriebenden Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" waren Anfang vergangener Woche zunächst drei Seeleute positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut "San Francisco Chronicle" wurden inzwischen mehr als 100 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Der Kommandant des vom Coronavirus betroffenen US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" hat in einem dramatischen Brief Alarm geschlagen. Die Ausbreitung des Virus an Bord des Kriegsschiffes mit mehr als 4 000 Besatzungsmitgliedern dauere an und beschleunige sich. Crozier bat laut den Zeitungen "San Francisco Chronicle" und "New York Times" darum, fast die gesamte Besatzung auf der Pazifikinsel Guam, wo sich die "USS Theodore Roosevelt" derzeit befindet, unter Quarantäne stellen zu dürfen."

Weltweit mittlerweile rund 800 000 bestätigte Fälle

31. März: Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800 000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie fast 40 000 Todesfälle. Von den bis Dienstagvormittag nachgewiesenen 777 798 Fällen gehen 386 282 - also knapp die Hälfte - auf Europa zurück, wie das Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte.

International gibt es 37 272 registrierte Corona-Todesfälle, davon 26 110 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien. Anfang Dezember, vielleicht schon im November traten in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan erste Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung auf. Die Betroffenen hielten sich zuvor auf einem Tiermarkt auf, der seitdem als Ursprung des neuartigen Coronavirus gilt. Erst am 31. Dezember wurden die Fälle aus China offiziell an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet.

Hat die deutsche Regierung die Pandemie vorhergesehen?

30. März: Die Salzburger Nachrichten berichteten, dass ein deutscher Pandemie-Risikobericht aus dem Jahr 2013 erstaunliche Parallelen zur aktuellen Corona-Krise zeigt. Darin werden die Symptome, Inkubationszeit, Verbreitung aus Asien usw. fast wortgleich beschrieben wie 2020. Allerdings sind die beiden nunmehr gestellten Fragen, ob die Regierung etwa schon Jahre vorher über den Corona-Virus Bescheid wusste oder wurde gar die Gefahr vertuscht, mit 'nein' zu beantworten. Wie das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf Anfrage der "Salzburger Nachrichten" mitteilt, handelt es sich um ein rein "hypothetisches Szenario". Es diente dazu, sich vorsorglich mit möglichen Gefahren für Deutschland und seine Bevölkerung vorzubereiten.[7]

Kreuzfahrtschiff fährt durch Panamakanal

30. März: Das Kreuzfahrtschiff "Zaandam" mit mindestens zwei positiv auf den Corona-Virus getesteten Passagieren hat seine Fahrt durch den Panamakanal begonnen. Gemeinsam mit seinem Schwesternschiff "Rotterdam" habe es die Passage vom Pazifik in den Atlantik eingeleitet, teilte die Verwaltung des Panamakanals am Sonntag, 29. März, mit. Zuvor hatte das panamaische Gesundheitsministerium die Durchfahrt genehmigt. "Für die Durchfahrt werden Maßnahmen ergriffen, um das Risiko für das Personal des Panamakanals zu minimieren", teilte die Verwaltung mit. Auf dem Kreuzfahrtschiff sind bereits vier Passagiere gestorben. Nach Angaben der Reederei Holland America Line handelte es sich dabei um vier ältere Menschen. Zuvor hatten sich 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Mediziner-Team an Bord gemeldet.

Die "Zaandam" mit 1 243 Passagieren und 586 Besatzungsmitgliedern an Bord will durch die Karibik nach Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida fahren. Der Bürgermeister der Küstenstadt übte bereits scharfe Kritik an den Plänen. "Das ist vollkommen inakzeptabel", schrieb er am Sonntag in einer auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme. "Wir können unsere Stadt nicht weiteren Risiken aussetzen, während wir schon in einer Gesundheitskrise mit Tausenden positiv getesteten Patienten stecken."

Lausannes Nachtwächter läutet die Corona-Warnglocke

28. März: Im schweizerischen Lausanne ertönt in diesen Tagen von der Kathedrale wieder eine jahrhundertealte Warnglocke. Sie wird nur dann geläutet, wenn der eher ruhigen Stadt Gefahr droht. Nachtwächter Renato Häusler läutet derzeit jede Nacht die Glocke "La Clemence", um die Bewohner wegen der Corona-Pandemie zur Solidarität aufzurufen.

Häusler, der den Nachtwächter-Job seit 2002 in Vollzeit macht, steht mit Filzhut und Laterne mittelalterlich anmutend im Glockenturm und läutet die Glocke mit drei Schlägen gefolgt von einer Pause, sechs weiteren Schlägen und einer erneuten Pause. Dann wiederholt er den Rhythmus, das Ganze geht über drei Minuten. Die 3,4 Tonnen Stahl machen dabei einen Höllenlärm in der Stadt und über dem Genfer See.

Lausanne zählt zu den letzten Städten Europas, die noch einen Nachtwächter engagieren, der jede Stunde die Uhr schlägt.

Touristenschwund am Trevi-Brunnen belastet Sozialhilfe

Durch das Ausbleiben von Touristen aufgrund der Corona-Krise entgehen der Stadt Rom beträchtliche Spenden für Bedürftige. Darauf machte Bürgermeisterin Virginia Raggi am Samstag laut Kathpress aufmerksam. Sie bezog sich auf den Brauch von Besuchern, eine Münze in den Trevi-Brunnen zu werfen. Das Geld wird regelmäßig eingesammelt und der Caritas übergeben, die damit Notleidende unterstützt. Im vergangenen Jahr seien dies 1,4 Millionen Euro zur Hilfe für Familien in Schwierigkeiten, Obdachlose und Migranten gewesen, betonte Raggi auf ihrer Facebook-Seite.

Isländische Testergebnisse

27. März: In Island wurden bisher 9 768 Isländer auf den Corona-Virus untersucht. Damit waren in Relation zur Bevölkerung, die das das Land hat, vier mal so viele Menschen getestet worden wie in Südkorea. Knapp die Hälfte der Tests waren vom Gesundheitsministerium bei Verdachtsfällen durchgeführt worden. Die andere führte das Unternehmen deCode Genetics durch, bei dem sich jeder gratis testen lassen konnte. Dort trugen rund ein Prozent der zufällig Getesteten den Virus in sich. Die Hälfte dieser Infizierten zeigte keinerlei Krankheitssymptome. Am 24. März lag in Island die Infektionsrate bei 0,177 Prozent der Bevölkerung, in Italien bei 0,122 Prozent und in der Schweiz bei 0,125 Prozent. Damit hätte Island womöglich aktuell gar die höchste Infektionsrate der Welt.[8]

Über Hundertjähriger in Italien aus Spital entlassen

26. März:In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer Corona-Virus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann sei am Mittwochabend aus dem Krankenhaus von Rimini entlassen worden, sagte die Vize-Bürgermeisterin der Stadt, Gloria Lisi, am heutigen Donnerstag. "In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben", fügte sie hinzu.

75 Prozent weniger Verbrechen in Italien registriert

26. März: Im Zeitraum zwischen dem 1. und dem 22. März wurde bei den Delikten ein Rückgang um 75 Prozent gemeldet, teilte das italienische Innenministerium am Donnerstag mit. Waren in den ersten drei Wochen des Jahres 2019 noch 146 762 Verbrechen gemeldet worden, so sank diese Zahl im Vergleichszeitraum 2020 auf 52 596. Bei der Zahl der gemeldeten sexuellen Verbrechen kam es zu einem Rückgang von 69 Prozent, bei jenem der Diebstähle von 67 Prozent. Bei Wohnungseinbrüchen gab es ein Minus von 72 Prozent, teilte das Innenministerium mit.

Anti-Corona-Maßnahmen leeren Deutschlands Autobahnen

26. März: Schon in der vergangenen Woche - also noch vor den offiziellen Ausgangsbeschränkungen - registrierten die Verkehrsexperten einen deutlichen Rückgang. So wurden vor zwei Wochen - unter noch weitgehend normalen Umständen - gut 9 400 Staus mit einer Gesamtlänge von 14 500 Kilometern und einer Wartezeit von 4 350 Stunden registriert. In der vergangenen Woche dann gab es nur noch knapp 4 000 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 4 900 Kilometern, in denen die Auto- und Lkw-Fahrer zusammengenommen etwa 1 370 Stunden ausharren mussten. Dabei war im Laufe der Woche ein deutlicher Rückgang zu sehen. Während die ADAC-Experten am Montag und Dienstag noch 840 beziehungsweise 995 Staus zählten, waren es am Freitag - für gewöhnlich einer der staureichsten Wochentage - nur noch 396.

Island geht eigene Wege

25. März: Das 364 000 Einwohner zählende Island unternimmt neben Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens vor allem auch großflächige Tests. Das Wesentliche an diesen Tests ist, dass auch Personen ohne Symptome getestet werden. So sind Rückschlüsse auf die Gesamtbevölkerung möglich. Bis Dienstagmittag, den 25. März, waren rund 5 600 zufällig ausgewählte Personen von der Forschungsinstitution deCode Genetics getestet worden. Dadurch ergibt sich eine repräsentatives Ergebnis die Bevölkerung. Von den 5 600 Tests fielen 49 positiv aus (Stand Dienstagmittag), die Häufigkeit einer Infektion liegt in der Gesamtbevölkerung bei unter einem Prozent (0,87 Prozent).[9]

Priester überließ Mitpatient Beatmungsgerät und starb

24. März: Mit einer selbstlosen Tat hat ein italienischer Priester inmitten der Coronakrise für Schlagzeilen gesorgt. Laut Medienberichten rettete der 72-Jährige einem ebenfalls am Virus erkrankten Mitpatienten das Leben, indem er ihm das eigene Beatmungsgerät überließ. Der Geistliche selbst starb wenig später an den Folgen seiner Erkrankung.

Seine Kirchengemeinde nahe Bergamo hatte das Gerät den Angaben zufolge speziell für den infizierten Priester erworben, weil es in der Region an entsprechender Ausstattung in den Spitälern mangelt. Don Giuseppe Berardelli habe jedoch darauf bestanden, den lebenswichtigen Apparat an einen jüngeren Patienten weiterzugeben. Bisher sind in Italien mindestens 60 katholische Priester am Coronavirus gestorben.

Türken setzen auf die Wirkung von Kölnisch Wasser

24. März: In zahlreichen Ländern hamstern die Menschen wegen der Corona-Virus-Pandemie Toilettenpapier - in der Türkei findet dagegen Kölnisch Wasser reißenden Absatz. Viele Türken sind der Überzeugung, dass das Duftwasser dank seines hohen Alkoholgehalts Hände und Gesicht wirksam reinigt und so vor einer Coronavirus-Infektion schützen kann.

In vielen Geschäften und Apotheken ist Kölnisch Wasser längst ausverkauft, nun blüht der Schwarzmarkt. Bereits Anfang März - noch bevor die Türkei ihren ersten bestätigten Corona-Infektionsfall meldete - hatten sich vor den Parfumerien auf dem berühmten Istanbuler Gewürzmarkt lange Schlangen gebildet. Heute sieht man dort vor allem "Kölnisch Wasser ausverkauft"-Schilder

Argentinien bietet Briten Hilfe an

24. März: Versöhnliche Geste inmitten der Corona-Pandemie: Trotz des erbitterten Konflikts um die Hoheit über die Falklandinseln hat Argentinien der britischen Regierung Unterstützung bei der Versorgung des Archipels im Südatlantik angeboten.

Argentinien könne die rund 3 000 Bewohner des britischen Überseegebiets mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen und gegebenenfalls Patienten zur Behandlung ausfliegen, sagte der für die Region zuständige Staatssekretär Daniel Filmus am Montag. "In solch einem schweren Moment ist die Solidarität der richtige Weg, um die vom Coronavirus ausgelöste Situation zu überwinden."

Die Falklandinseln stehen seit 1833 unter britischer Verwaltung, werden aber auch von Argentinien beansprucht. 1982 versuchten die Streitkräfte des südamerikanischen Landes, die Inselgruppe zu erobern. Nachdem die argentinischen Truppen während des 72 Tage dauernden Falklandkriegs eine Reihe von Niederlagen hinnehmen mussten, unterzeichneten die argentinischen und britischen Befehlshaber auf den Inseln einen Waffenstillstand. Insgesamt kamen in dem Konflikt 649 Argentinier, 255 Briten und drei Inselbewohner ums Leben. 2013 sprachen sich die Bewohner der von Argentinien als Islas Malvinas bezeichneten Inselgruppe mit großer Mehrheit für den Verbleib bei Großbritannien aus.

Milliarden-Textil-Auftragsrückrufe treffen Bangladesch

23. März: Weltweit führende Textilfirmen haben bei mehr als eintausend Fabriken in Bangladesch Aufträge über rund 1,5 Mrd. US-Dollar (1,4 Mrd. Euro) ausgesetzt oder storniert. Als Grund hätten die Firmen angegeben, dass ihre Läden wegen der Pandemie des neuartigen Coronavirus geschlossen seien, sagte die Chefin der Vereinigung der Textilproduzenten von Bangladesch, Rubana Huq, der Deutschen Presse-Agentur. Bangladesch ist nach China der größte Textilproduzent der Welt mit knapp 4 000 Fabriken und vier Millionen Arbeiterinnen - vorwiegend Frauen.

Kubas wichtigster Export: Mediziner helfen in der Krise

23. März: Kubas größte Exportschlager sind nicht etwa Rum oder Zigarren, sondern etwas, was in der Corona-Krise umso mehr zur Geltung kommt: Ärzte und Pfleger. Deren Entsendung ins Ausland ist die wichtigste Einnahmequelle des Karibikstaates - im Jahr 2018 waren es rund 6,4 Milliarden US-Dollar (etwa 5,9 Milliarden Euro).

Seit dem Wochenende sind 52 kubanische Mediziner in der Lombardei, um dem am schlimmsten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Land Italien zu helfen. Auch andere Länder, etwa Jamaika, haben in der Corona-Krise um die Entsendung kubanischen Medizinpersonals gebeten.

Kubanische Ärzte und Pfleger arbeiten derzeit im Auftrag ihrer Regierung in gut 60 Ländern, wo sie teils dringend benötigte Beiträge zur Gesundheitsversorgung leisten. Sie sind für den sozialistischen Staat auch ein Mittel der Diplomatie. Großes Lob gab es international für ihren Einsatz 2014 im Kampf gegen Ebola in Afrika.

Doch im Zuge politischer Veränderungen in Lateinamerika und unter Druck der USA sowie angesichts des Vorwurfs von Menschenrechtsverletzungen sind die Ärzte in manchen Ländern nicht mehr willkommen. Das drückt auf die Geldbörse der Regierung in Havanna. Es gebe zwar keine offiziellen Zahlen, sagt der Wirtschaftswissenschafter Ricardo Torres von der Universität Havanna. Es sei aber unbestreitbar, dass das Ende der Einsätze der Ärzte in manchen Ländern zu einer schweren Devisenknappheit in Kuba beitrage. Am schwersten wiegt der Fall Brasilien, der laut Torres einen Verlust von 250 bis 400 Millionen Dollar (228,64 bis 365,83 Mio. Euro) ) bedeutete.

Ende 2018 zog Kuba seine rund 8 300 Ärzte und Pfleger aus dem südamerikanischen Land ab. Nach dem Wahlsieg des rechten heutigen Präsidenten Jair Bolsonaro dort war es zum Streit mit Havanna gekommen. Bolsonaro warf Kuba vor, mit den Ärzten auch Spione geschickt zu haben. Auch aus anderen Ländern der Region - El Salvador, Ecuador und zuletzt Bolivien - kehrten kubanische Mediziner zurück, nachdem dort US-freundlichere Regierungen an die Macht kamen.

Seit 1963, vier Jahre nach der Revolution von Fidel Castro, schickte Kuba nach offiziellen Angaben insgesamt mehr als 400 000 Ärzte im Namen der internationalen Kooperation in 164 Länder. Manche der Aufnahmeländer zahlen für die Dienste, in anderen Fällen - derzeit in 22 Ländern - kommt Havanna für die Kosten auf.

Für die Mediziner selbst ist es auch eine Möglichkeit, etwas zum mageren kubanischen Gehalt von 50 US-Dollar (rund 47 Euro) im Monat dazu zu verdienen: Im Ausland bekommen sie monatlich 300 bis 900 Dollar. Dank eines dreijährigen Einsatzes in Venezuela habe sie ein Fest zum 15. Geburtstag ihrer Tochter bezahlen sowie einen Fernseher und Ersatzteile für das Auto ihres Bruders kaufen können, erzählt die Ärztin Mayrin Tablada.

Besonders viele Ärzte und Pfleger - fast ein Drittel derjenigen, die heute im Ausland im Einsatz sind - wurden zum engen politischen Verbündeten Venezuela entsandt. Im Jahr 2003 vereinbarten die beiden damaligen Staatschefs Castro und Hugo Chavez ein Programm, wonach Kuba im Gegenzug für das medizinische Personal Öl bekam.

Ein Schweizer Arzt zu Covid-19

14. März: Die Internetseite Swiss Propaganda Research veröffentlichte ein Schreiben eines Schweizer Arztes. Daraus Auszugsweise (gesamter Text siehe Quelle[10]Laut den Angaben des italienischen Nationalen Gesundheitsinstituts ISS liegt das Durch­schnitts­­alter der positiv-getesteten Verstorbenen in Italien derzeit (14. März) bei 81 Jahren. Zehn Prozent der Verstorbenen waren über 90 Jahre, 90 Prozent über 70 Jahre alt. Dabei hatten 80 Prozent der Verstorbenen zwei oder mehr chronische Vorerkrankungen, 50 Prozent drei oder mehr chronische Vorerkrankungen. Zu den chronischen Vorerkrankungen zählen insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Atemprobleme und Krebs. Bei weniger als einem Prozent der Verstorbenen hatte es sich um gesunde Personen gehandelt, d. h. um Personen ohne chronische Vorerkrankungen. Nur etwa 30 Prozent der Verstorbenen seien Frauen.

Das italienische Gesundheitsinstitut unterscheidet darüber hinaus auch zwischen Verstorbenen durch das und Verstorbenen mit dem Corona-Virus. In vielen Fällen sei (noch) nicht klar, ob die Personen am Virus starben oder an ihren chronischen Vorerkrankungen oder an einer Kombination davon.

Weblink

  • www.esa.int Vergleichsbilder Rückgang Luftverschmutzung

Quellen

  • Sofern nicht anders angegeben stammen alle Informationen aus den Salzburger Nachrichten-online und dortigen Artikel sowie Blog zum Corona-Virus

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, 16. März 2020
  2. www.sn.at, 15. März 2020
  3. fvw, deutsche Fachzeitschrift für Fremdenverkehrswirtschaft (airline-unter-corona-einfluss-lufthansa-vorstand-verzichtet-auf-gehalt (nur für Abonnenten lesbar)
  4. Die Presse
  5. www.t-online.de, abgefragt am 26. März 2020
  6. hier deren aktuelle weltweite Corona-Kart
  7. Salzburger Nachrichten vom 30. März 2020
  8. Quelle www.businessinsider.de vom 27. März 2020, abgefragt am 28. März 2020
  9. orf.at/stories/3159008, 25. März 2020
  10. swprs.org