Johann Stelzinger (Bürgermeister)
Johann Stelzinger (* 1907 in Seekirchen am Wallersee; † 8. Dezember 1971 ebendort) war von 1953 bis 1971 Landesfeuerwehrkommandant der Salzburger Feuerwehren.
Leben
Hans Stelzinger erlernt den Beruf eines Schneiders, widmet sich aber bald öffentlichen Aufgaben und wird 1936 Bürgermeister von Seekirchen-Markt. Er übt dieses Amt bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1938 und dann ab 1945 bis 1959 aus. Als solcher wird Stelzinger am 29. Jänner 1948 zum ersten Landesobmann des Salzburger Gemeindeverbandes gewählt und bleibt dies bis zu seinem Rückzug als Seekirchner Bürgermeister 1959.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er, von der Rettung kommend, damit beauftragt, das Rettungswesen innerhalb des Feuerwehrverbandes wieder aufzubauen. Er gilt als Verbindungsoffizier zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz bis zur endgültigen Trennung im Mai 1951.
Bereits 1947 wird Stelzinger Bezirksfeuerwehrinspektor im Flachgau. Am 6. August 1953 ernennt ihn die Salzburger Landesregierung zum Landesfeuerwehrinspektor. Durch eine Gesetzesänderung führt Stelzinger ab 2. August 1954 die Salzburger Feuerwehren als Landesfeuerwehrkommandant.
Von 1964 an arbeitet er als Vorsitzender des Fachausschusses Freiwillige Feuerwehren im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband und wird 1970 dessen Vizepräsident.
Als Landesfeuerwehrkommandant setzte er sich vor allem für die Demokratisierung des Feuerwehrwesens, die Intensivierung der Ausbildungskurse, und die Einführung von Leistungsbewerbe ein. Für die von ihm geplante Feuerwehrschule kauft er drei Monate vor seinem Tod noch ein Grundstück in Wals-Siezenheim, umsetzen kann er den Plan allerdings nicht mehr.
Quellen
- Salzburger Nachrichten
- Salzburger Landesfeuerwehrverband