Alois Silber
Alois Silber (* 31. Mai 1843 in Marchtrenk, Oberösterreich;[1] † 13. November 1889 in der Stadt Salzburg)[2] war ein Salzburger Kaufmann, Gemeinderat und Feuerwehrobmann.
Leben
Der Sohn eines Webermeisters[1] scheint seit 1868 als Kaufmann in der Stadt Salzburg auf.[3] Er betrieb zumindest ab 1881 eine Parfümeriewaren-Handlung.[4]
Im Jänner 1872 bewilligte der Salzburger Gemeinderat sein Ansuchen um Verleihung des Bürgerrechts der Stadt Salzburg.[5] Später, am 4. April Jahr 1877, wurde er selbst von den Wählern des III. Wahlkörper der Stadt zum Mitglied des Salzburger Gemeinderates gewählt;[6] dies wiederholte sich im April 1880,[7] und auch noch 1884 wird er als Gemeinderat erwähnt.[8]
Zu den Funktionen, die Silber in der Öffentlichkeit bekleidete, gehörte auch die Obmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg, in die zum ersten Mal am 15. Juni 1872[9] sowie weitere Male zumindest jeweils im Jänner der Jahre 1875 und 1876[10] sowie im Jänner 1879[11] gewählt wurde. Nachdem er eine neuerliche Wiederwahl aus Gesundheitsrücksichten abgelehnt hatte, wurde er am 6. Jänner 1880 in Würdigung seiner besonderen Verdienste um die Salzburger Feuerwehr einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.[12]
Er war auch II. Vorstand der Sektion Salzburg des Österreichischen Touristen-Klubs.[8][13]
Alois Silber war seit 21. April 1868 mit Maria, Tochter des Vizebürgermeisters Leopold Scheibl und der Maria geb. Neuberger, verheiratet.[3] Zu ihren Kindern gehörten der Drogist Alois Hermann Silber (* 1879, † 1914)[14] und der Museumsdirektor Dr. Max Silber (* 1883,[15] † 1942)[16].
Alois Silber starb im Alter von 46 Jahren an "Leberentartung".[2] Seine letzte Ruhestätte fand er im Familiengrab auf dem Salzburger Kommunalfriedhof.[17]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Marchtrenk, Duplikat für 1843
- ↑ 2,0 2,1 Sterbebuch der Dompfarre, Bd. VII S. 383
- ↑ 3,0 3,1 Trauungsbuch der Stadtpfarre Salzburg-St. Blasius, Bd. III S. 53
- ↑ Salzburger Volksblatt, 18. Juni 1881, S. 4
- ↑ Salzburger Zeitung, 29. Jänner 1875, S. 3
- ↑ Salzburger Zeitung, April 1877, S. 6
- ↑ Salzburger Zeitung,5. Mai 1880, S. 2
- ↑ 8,0 8,1 Österreichische Touristenzeitung 1884, S. 109
- ↑ Salzburger Volksblatt, 18. Juni 1872, S. 3
- ↑ Salzburger Zeitung, 29. Jänner 1875, S. 2; 27. Jänner 1876, S. 3
- ↑ Salzburger Volksblatt, 10. Jänner 1879, S. 3
- ↑ Salzburger Volksblatt, 8. Jänner 1880, S. 3
- ↑ Salzburger Volksblatt, 20. November 1889, S. 4
- ↑ Sterbebuch der Pfarre Kufstein-St. Vitus, Bd. VII S. 190 (Scan 192)
- ↑ Taufbuch der Dompfarre, Bd. XIV S. 425 (Alois), bzw. Bd. XV S. 123 (Max)
- ↑ Artikel "Max Silber"
- ↑ Inschrift in der Arkadengrabstätte Nr. 38 (Silber/v. Kellner/Vesco) auf dem Salzburger Kommunalfriedhof
| Vorgänger |
Obmann der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg 1872–1880 |
Nachfolger |